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Stellenwert der Familienanamnese für häufige Krankheiten und Outcome, 2010

Nach Expertenmeinung und Literatur-Durchsicht gibt es keine Evidenz, dass das Erheben von Familienanamnese das Outcome (Prognose) der häufigen Krankheiten beeinflusst.

Ein durch die US-amerikanische Gesundheitsbehörde NIH berufene Konferenz (1) ging der Frage nach, wie hilfreich die Familienanamnese-Erhebung als Risiko-Abschätzungs-Tool für häufige Krankheiten ist, die oft bei Hausarzt-Praxen getroffen werden.

(Medknowledge-Anmerkung-I: Man kann sich vereinfacht folgendes Szenario vorstellen: Der Patient kommt zum Hausarzt mit unspefizischen retrosternalen Schmerzen. Die Familienanamnese ergibt, dass der Vater an KHK leidet, bzw. bereits einen Herzinfarkt hatte. Jetzt ist die Frage, ob diese Informationen aus der Familienanamnese die Diagnose oder Ausschluss einer möglichen KHK bei dem Patienten erleichtern würden).

-Die Konferenz-Teilnehmer fanden wenig Evidenz, dass eine ausführliche Familienanamnese das Risiko-Abschätzung erleichtert.

-Die meisten Daten, die bei der Familienanamnese erhoben wurden, beriefen sich auf die Angaben der Patienten über Krankheiten der Verwandten ersten Grades.

-Das Voraussage-Wert (predictive value) betrug <10%.
-Familienanamnestische Angaben über Fehlen bestimmter Krankheiten waren in der Regel voraussagekräftiger als deren Vorhandensein in der Verwandtschaft.

-Berichte über die Verwandtschaft ersten Grades waren in der Regel zuverlässiger als über die der fernen Verwandten.
-Erhebung der Familienanamnese hatte kaum Einfluss auf die Morbidität oder Mortalität der Patienten.

Medknowledge-Anmerkung-II: Welche Schlussfolgerungen sollte man aus diesen Ergebnissen ziehen; Dass, das Erheben der Familienanamnese wegfallen sollte, wäre jedenfalls nicht die richtige. Auf dem Hintergrund dieser Resultate kann man kann sich eher eine differenzierte Vorgehensweise vorstellen:

a-Bei unkomplizierten Fällen eine sehr kurze Familienanamnese, dann hätten die Ärzte auch mehr Zeit für die Eigenanamnese und körperliche Untersuchung.

b-Bei unklaren Fällen hingegen eine ausführlichere Familienanamnese, die übrigens den Ärzten auch helfen kann, den Patient und seine familiäre Umgebung besser kennenzulernen.

  1. Berg AO et al. National Institutes of Health State-of-the-Science Conference Statement: Family history and improving health. Ann Intern Med 2009 Dec 15; 151:872
  2. Wilson BJ et al. Systematic Review: Family history in risk assessment for common diseases. Ann Intern Med 2009 Dec 15; 151:878
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Stand: 25. Mai 2013