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Kann der
NSAID Tarenflurbil die Plaquesbildung bei Alzheimer verhindern?
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Im
Jahr 2008 hatte ein internationales Forscherteam in Nature
(2008; 453: 925-929) beschrieben, wie der
Wirkstoff Tarenflurbil im Gehirn die Bildung von
Proteinen verhindert (2). Tarenflurbil soll durch
Reduktion der Amyloid-Ablagerungen die
Alzheimer-Demenz verbessern bzw. verzögern. Eine
aktuelle Phase-II-Studie überprüfte die
Wirksamkeit von Tarenflurbil bei Patienten mit
milder Alzheimer-Krankheit. Die Ergebnisse zeigten,
dass die Therapie mit Tarenflurbil doch keine Vorteile
brachte.
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Auswirkungen
von Tarenflurbil auf kognitive Einschränkungen und Aktivitäten des
täglichen Lebens bei Patienten mit milder Alzheimer-Erkrankung: Eine
randomisierte, kontrollierte Studie
HINTERGRUND:
Das Amyloid-beta Peptid (Abeta[42]) wurde mit der Entstehung der
Alzheimer-Erkrankung (engl. AD) in Verbindung gebracht. Tarenflurbil,
ein selektiv Abeta(42) reduzierendes Medikament, ergab in einer
früheren Phase 2-Studie bei mild betroffenen Patienten ermutigende
Ergebnisse, sowohl funktionell als auch in Bezug auf kognitive
Fähigkeiten.
ZIEL:
Es sollten die Wirksamkeit, die Sicherheit und die Verträglichkeit
von Tarenflurbil untersucht werden.
GESTALTUNG,
UMFELD UND PATIENTEN: Diese multizentrische, randomisierte,
doppelt-blinde, Placebo-kontrollierte Studie, in welche Patienten mit
milder AD aufgenommen wurden, wurde an 133 Studienorten in den
Vereinigten Staaten zwischen dem 21. Februar 2005 und dem 30. April
2008 durchgeführt. Die gleichzeitige Durchführung einer Therapie mit
Cholinesterase-Inhibitoren oder Memantin war erlaubt.
INTERVENTION:
Tarenflurbil 800mg oder Placebo wurde zweimal täglich gegeben.
HAUPT-ERGEBNIS-MESSPUNKT:
Die beiden primären Endpunkte der Wirksamkeit waren die
Veränderungen vom Studienbeginn bis Monat 18 im Punktwert auf der
Unterskala "Kognition" der
Alzheimer-Krankheits-Bewertungs-Skala, (ADAS-Cog, 80 Punkte-Version)
und im Punktwert auf der Skala für Aktivitäten des täglichen Lebens
aus "Alzheimer-Erkrankung – Kooperative Studien" (ADCS-ADL).
Durch zusätzliche, im Vorfeld definierte Steigungs-Analysen wurde die
Möglichkeit einer Veränderung im Krankheitsverlauf untersucht.
ERGEBNISSE:
Von den 1.684 Teilnehmern, die randomisiert wurden, wurden 1.649 in
der Analyse berücksichtigt, 1.046 Teilnehmer nahmen vollständig an
der Studie teil. Tarenflurbil hatte keinen günstigen Effekt auf die
beiden primären Endpunkte (Unterschied in der Veränderung vom
Ausgangswert bis Monat 18 zwischen Tarenflurbil und Placebo, basierend
auf der Methode der kleinsten Quadrate: 0,1 auf dem ADAS-Cog; 95%
Konfidenz-Intervall von -0,9 bis 1,1; P=0,86 sowie -0,5 auf dem
ADCS-ADL; 95% Konfidenz-Intervall von -1,9 bis 0,9; P=0,48) bei
Benutzung einer Intention-to-Treat-Analyse. Keine signifikanten
Unterschiede wurden bei den sekundären Endpunkten beobachtet. Der
ADAS-Cog-Punktwert nahm über 18 Monate um 7,1 Punkte ab. Die
Teilnehmer der Tarenflurbil-Gruppe hatten eine leicht erhöhte
Häufigkeit von Schwindel, Anämie und Infektionen.
SCHLUSSFOLGERUNG:
Tarenflurbil verlangsamt bei Patienten mit milder Alzheimer-Erkrankung
nicht den Abbau von kognitiven Fähigkeiten oder den Verlust von
täglichen Aktivitäten.
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- Green
RC et al. Effect of tarenflurbil on cognitive decline and
activities of daily living in patients with mild Alzheimer
disease: A randomized controlled trial. JAMA 2009 Dec 16;
302:2557.
- Siehe auch: Morbus
Alzheimer: Wie der NSAID Tarenflurbil die Plaquesbildung
verhindern könnte, 12. Juni 2008
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Schlüsselwörter:Tarenflurbil, Delir,
Aspirin, ASS, NSAID, Plaques-Bildung, Gehirn, milder verlauf, gedächtnis,
nicht steroidales Antiphlogistikum, Morbus Alzheimer, Demenz,
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