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Übergewicht
und Mortalität (Sterblichkeit) bei älteren Menschen, 2010
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Eine
aktuelle Studie (1) untersuchte die Verbindung
zwischen dem Body Mass Index (BMI) und der
Sterblichkeit bei älteren Menschen (70 bis 85
Jahre).
In
der Studie wurden Normal, Übergewicht und
Adipositas wie folgt definiert:
Die
Ergebnisse zeigten, dass ein höherer BMI irgendwie
mit einer niedrigeren Sterblichkeit assoziiert war.
Die
Resultate der Studie sollte jedoch nicht verwendet
werden, um Gewichtszunahme im Alter zu
rechtfertigen. Vielmehr geht es darum, ältere
Menschen mit Übergewicht, die aktiv sind und sich
wohl fühlen, nicht dazu zu drängen, zügig
abzunehmen. Die Ergebnisse lassen sich ebenfalls
nicht auf Extrem-Adipöse (BMI ≥ 40 kg/m²)
übertragen, die in der aktuellen Studie
unzureichend vertreten waren.
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Ein
normaler Body-Mass-Index sagt im Gegensatz zu Adipositas größere
Sterblichkeit bei älteren Menschen voraus: Die
Jerusalem-Längsschnitt-Studie
ZIELE:
Es sollte die Verbindung zwischen dem Body Mass Index (BMI) und der
Sterblichkeit bei älteren Menschen untersucht werden.
GESTALTUNG:
Eine Längsschnitt-Studie einer in Bezug auf das Alter homogenen,
repräsentativen Kohorte, deren Teilnehmer in den Jahren 1920/21
geboren wurden.
UMFELD:
Untersuchungen im häuslichen Umfeld der Teilnehmer.
TEILNEHMER:
Einwohner aus West-Jerusalem, geboren in 1920/21, wurden zu Beginn der
Studie 1990 (n=447) untersucht, weitere Teilnehmer-Gruppen wurden in
1998 (n=870) und 2005 (n=1.086) rekrutiert.
MESSUNGEN:
Vollständige Erfassung von Gesundheits-Variablen, darunter der BMI
(m/kg²) im Alter von 70, 78 und 85 Jahren. Der primäre Endpunkt für
Sterblichkeit wurde in einem Alter von 70 bis 88 Jahren (1990 bis
2008) erfasst. Adjustierte proportionale Gefahren-Analysen nach Cox
wurden durchgeführt, um die relativen Risiken für Sterblichkeit in
Bezug zum BMI zu berechnen.
ERGEBNISSE:
Eine Erhöhung des BMI um einen Punkt war bei Frauen im Alter von 70
Jahren mit einem relativen Risiko für Sterblichkeit von 0,94 (95%
Konfidenz-Intervall [KI] von 0,89 bis 0,99) verbunden. Im Alter von 78
Jahren betrug dieses relative Risiko 0,95 (95% KI von 0,91 bis 0,98)
und im Alter von 85 Jahren 0,91 (95% KI von 0,86 bis 0,98). Analog
dazu betrug das relative Risiko bei Erhöhung des BMI um einen Punkt
bei Männern im Alter von 70 Jahren 0,99 (95% KI von 0,95 bis 1,05),
im Alter von 78 Jahren 0,94 (95% KI von 0,91 bis 0,98) sowie 0,91 (95%
KI von 0,86 bis 0,98) im Alter von 85 Jahren. Eine Zeit-abhängige
Analyse bei 450 Personen, die über 18 Jahre hinweg beobachtet wurden,
bestätigte diese Ergebnisse: eine Erhöhung des BMI um einen Punkt
war mit einem relativen Risiko für Sterblichkeit von 0,93 (95% KI von
0,87 bis 0,99) bei Frauen und von 0,93 (95% KI von 0,88 bis 0,98) bei
Männern verbunden. Aufgrund der möglicherweise umgekehrten
Kausalität wurde eine weitere Analyse durchgeführt, die von allen
Todesfällen während des Beobachtungszeitraums das zeitlich erste
Drittel nicht berücksichtigte, doch auch dadurch wurde das Ergebnis
nicht verändert.
SCHLUSSFOLGERUNG:
Ein höherer BMI war im Alter von 70 bis 88 Jahren mit einer
niedrigeren Sterblichkeit assoziiert.
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- Stessman
J et al. Normal body mass index rather than obesity predicts
greater mortality in elderly people: The Jerusalem Longitudinal
Study. J Am Geriatr Soc 2009 Dec; 57:2232.
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Schlüsselwörter:adipositas, fettsucht,
herzinfarkt, krebs, tod, Übergewicht, Mortalität, Sterblichkeit, alter,
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