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Effekt
einer Gewichtsabnahme bei obstruktiver Schlafapnoe, 2010
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Gewichtsabnahme
beeinflusste positiv obstruktive Schlafapnoe bei
adipösen Männern. Bei manchen Männern, die eine
"very-low-energy"-Diät (550 kcal/d)
einhielten, verschwand die Schlafapnoe sogar nach
etwa 9 Wochen. Gewichtsabnahme scheint bei adipösen
Patienten eine gute Alternative gegenüber der
CPAP-Therapie (Überdruckbeatmung über die Nacht)
zu sein, die von den Patienten oft nicht so gut
toleriert wird.
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Effekte
einer stark kalorienreduzierten Ernährung bei moderater und starker
Schlafapnoe bei übergewichtigen Männern
Diese
Studie hat das Ziel, die Auswirkungen einer Gewichsreduktion durch
stark kalorienarme Diät bei moderater und starker Schlafapnoe bei
übergewichtigen Männern zu untersuchen.
Beim
Studiendesign handelt es sich um eine kontrolliert randomisierte
Open-Label Studie in einer bariatrischen Ambulanz eines Krankenhauses
in Stockholm, Schweden. Teilnehmer waren 63 übergewichtige Männer (body
mass index [BMI] 30-40, Alter 30-65 Jahre)mit moderater bis schwerer
Schlafapnoe (Apnoe-Hypopnoe-Index [AHI] > oder = 15), welche mit
CPAP Beatmung (continuous positive airway pressure) behandelt wurden.
Die Interventionsgruppe erhielt eine flüssige Diät mit sehr geringem
Kaloriengehalt (2.3 MJ/Tag) für sieben Wochen um einen
Gewichtsverlust zu fördern, gefolgt von zwei Wochen Kostaufbau zu
normaler Vollkost mit einem Energiegehalt von 6.3 MJ/Tag. Die
Kontrollgruppe änderte an ihren Ernährungsgewohnheiten während der
9 Wochen nichts. Augenmerk wurde vor allem auf den AHI gelegt. Eine
Intention-to-treat Analyse wurde durchgeführt.
Ergebnisse:
Von den 63 Patienten wurden 30 in zufälliger Verteilung der
Interventionsgruppe zugeteilt und 33 der Kontrollgruppe. Zwei
Patienten in der Kontrollgruppe waren mit der Zuteilung nicht
einverstanden und verließen die Studie. Alle anderen nahmen bis zum
Schluss teil. Beide Gruppen hatten einen mittleren Ausgangs-AHI von 37
Ereignissen pro Stunde (Standardabweichung 15). Nach 9 Wochen war das
Durchschnittsgewicht der Interventionsgruppe 20 kg (95%
Konfindenzintervall 18 – 21) niedriger als in der Kontrollgruppe,
während der mittlere AHI um 23 Ereignisse pro Stunde (15 – 30)
niedriger war. In der Interventionsgruppe hatten fünf von 30
Patienten (17%) völlig beschwerdefrei nach der Diät (AHI <5) und
15 von 30 (50%) hatten nur noch leichte Beschwerden (AHI 5-14,9),
während der AHI der Kontrollgruppe bis auf eine einzelne Ausnahme bei
Werten von 15 oder darüber blieb. In einer Untergruppenanalyse der
Interventionsgruppe war der Ausgangswert des AHI ausschlaggebend für
die Effektivität der Behandlung, mit einer stärkeren Verbesserung
des AHI bei Patienten mit schwerer Schlafapnoe (AHI >30),
verglichen mit denen mit nur moderater Schlafapnoe (AHI 15-30)
(Reduktion des AHI um –38 vs. –12, P<0.001). Dieser Unterschied
war feststellbar trotz vergleichbaren Gewichtsverlusts (-19 vx. –18
kg, P=0.55).
Fazit:
die Durchführung einer Diät mit geringem Energiegehalt verbesserte
die obstruktive Schlafapnoe bei übergewichtigen Männern, wobei die
besten Ergebnisse bei Patienten mit starker Krankheitsausprägung
erzielt wurden. Es werden Langzeitstudien nötig sein, um die
Gewichtsreduktion als eine der ersten Behandlungsstrategien für
Schlafapnoe zu bestätigen.
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- Johansson
K et al. Effect of a very low energy diet on moderate and severe
obstructive sleep apnoea in obese men: A randomised controlled
trial. BMJ 2009 Dec 3; 339:b4609.
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Schlüsselwörter:schlafstörung, gewicht
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