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Frühe Repolarisierung im EKG und maligne Herzrhythmusstörungen, 2010

Ergebnisse einer großen Beobachtungsstudie legen nahe, dass frühe Repolarisation in den unteren (inferioren) Ableitungen einer Standard-Elektrokardiographie mit einem erhöhten Risiko für kardialen, Arrhythmie-bedingten Tod assoziiert ist.

Frühe Repolarisierung im EKG scheint durchaus einen Marker für Arrhythmien zu sein. Das absolute Risiko für maligne Arrhythmien ist jedoch in dieser Patientengruppe relativ niedrig, sodass in nächster Zeit Änderungen bei der klinischen Management dieser nicht zu erwarten ist.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Langfristiger Verlauf bei früher Repolarisierung in der Elektrokardiographie

HINTERGRUND: Eine frühe Repolarisierung, charakterisiert durch eine Erhöhung der QRS-ST-Kreuzung (J-Punkt) in anderen Ableitung als V1-V3 in einem 12-Kanal-EKG, wurde mit einer erhöhten Anfälligkeit für Kammerflimmern in Verbindung gebracht. Allerdings ist wenig über die Vorhersage-Signifikanz dieses Musters in der Allgemeinbevölkerung bekannt.

METHODEN: Die Autoren untersuchten die Prävalenz und die Vorhersage-Signifikanz einer frühen Repolarisierung im 12-Kanal-EKG in einer Gemeinde-basierten Studie der Allgemeinbevölkerung an 10.864 Teilnehmern im mittleren Alter (durchschnittliches Alter, +/- eine Standardabweichung: 44 Jahre, +/- 8 Jahre). Der primäre Endpunkt war Tod durch kardiale Ursachen, sekundäre Endpunkte waren Tod durch jede Ursache und Tod durch Arrhythmie, während einer durchschnittlichen Beobachtungszeit von 30 +/- 11 Jahren. Die frühe Repolarisierung wurde stratifiziert je nach Grad der Erhöhung des J-Punkts (mindestens 0,1 mV oder mehr als 0,2 mV), entweder in den unteren (inferioren) oder in den seitlichen (lateralen) Ableitungen.

ERGEBNISSE: Das frühe Repolarisierungs-Muster mit mindestens 0,1 mV war bei 630 (5,8%) Teilnehmern vorhanden, bei 384 (3,5%) Personen in den unteren und bei 262 (2,4%) Personen in den seitlichen Ableitungen. Bei 16 (0,1%) Patienten fand sich dieses Muster in beiden Ableitungen. Eine Erhöhung des J-Punkts um mindestens 0,1 mV in den unteren Ableitungen war assoziiert mit einem erhöhten Risiko für Tod durch kardiale Ursachen (adjustiertes relatives Risiko: 1,28; 95% Konfidenzintervall [KI] von 1,04 bis 1,59; P=0,03). Bei 36 (0,3%) Teilnehmern mit einer J-Punkt-Erhöhung von mehr als 0,2 mV in den unteren Ableitungen bestand ein deutlich erhöhtes Risiko für Tod durch kardiale Ursachen (adjustiertes relatives Risiko: 2,92; 95% KI von 1,45 bis 5,89; P=0,01). Andere elektrokardiographische Risiko-Marker, wie ein verlängertes QT-Intervall, korrigiert für die Herzfrequenz (P=0,03), sowie eine linksventrikuläre Hypertrophie (P=0,004), waren schwächere Vorhersage-Werte für den primären Endpunkt.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Das Muster der frühen Repolarisierung in den unteren (inferioren) Ableitungen einer Standard-Elektrokardiographie ist mit einem erhöhten Risiko für Tod durch kardiale Ursachen bei Patienten mittleren Alters verbunden.

  1. Tikkanen JT et al. Long-term outcome associated with early repolarization on electrocardiography. N Engl J Med 2009 Dec 24; 361:2529.
Schlüsselwörter:Rhythmusstörung, herzrhythmusstörungen, spätpotenziale, KHK, EKG, Repolarisationsstörungen, herzinfarkt, frühe Repolarisierung, Rhythmusstörungen, ventrikuläre tachykardie, ventrikelflimmern, Kammerflimmern, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 
 

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Stand: 25. Mai 2013