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Die
Konzentration des C-reaktiven Proteins und das Risiko für koronare
Herzkrankheit, Hirninfarkt und Mortalität: Eine Meta-Analyse
einzelner Teilnehmer
HINTERGRUND:
Eine Assoziation zwischen der Konzentration des C-reaktiven Proteins (CRP)
und dem Risiko für häufige Krankheiten kann durch eine langfristige,
prospektive Beobachtungsstudie einer großen Anzahl an Personen am
besten untersucht werden. Die Autoren untersuchten die Verbindungen
der CRP-Konzentration mit dem Risiko für gefäßbezogene und
nicht-gefäßbezogene Verläufe unter unterschiedlichen Bedingungen.
METHODEN:
Es wurden Einzel-Datensätze von 160.309 Personen ohne gefäßbezogene
Krankheiten in der Anamnese (d.h. 1,31 Millionen Personenjahre unter
Risiko; 27.769 tödliche oder nicht-tödliche Krankheitsverläufe) aus
54 langfristigen, prospektiven Studien in die Meta-Analyse
aufgenommen. Regressions-Analysen innerhalb einzelner Studien wurden
adjustiert für Veränderungen von Risiko-Faktoren innerhalb einzelner
Teilnehmer.
ERGEBNISSE:
Es bestand eine lineare Assoziation der loge-Konzentration von CRP mit
einigen konventionellen Risikofaktoren und Entzündungs-Markern, sowie
eine annähernd logarithmisch-lineare Assoziation mit dem Risiko für
ischämische Gefäß-Krankheit und nicht-gefäßbezogener Mortalität.
Das relative Risiko für koronare Herzkrankheit bei einer um eine
Standardabweichung höheren loge-Konzentration von CRP (d.h. um den
Faktor 3 erhöht) betrug 1,63 (95% Konfidenz-Intervall [KI]:
1,51-1,76) bei initialer Adjustierung nur für Alter und Geschlecht,
bzw. 1,37 (95% KI: 1,27-1,48) bei zusätzlicher Adjustierung für
konventionelle Risikofaktoren. Dieses relative Risiko für die beiden
erwähnten Adjustierungs-Methoden betrug entsprechend für
ischämischen Hirninfarkt 1,44 (95% KI 1,32-1,57) bzw. 1,27 (95% KI
1,15-1,40), für gefäßbezogene Mortalität 1,71 (95% KI 1,53-1,91)
bzw. 1,55 (95% KI 1,37-1,76) sowie für nicht-gefäßbezogene
Mortalität 1,55 (95% KI 1,41-1,69) bzw. 1,54 (1,40-1,68). Die
relativen Risiken blieben im Allgemeinen weder nach der Entfernung von
Rauchern aus der Analyse noch in der initialen Nachbeobachtungs-Phase
unverändert. Nach weiteren Adjustierungen für Fibrinogen betrugen
die entsprechenden relativen Risiken 1,23 (95% KI 1,07-1,42) für
koronare Herzkrankheit, 1,32 (95% KI 1,18-1,49) für ischämischen
Hirninfarkt, 1,34 (95% KI 1,18-1,52) für gefäßbezogene Mortalität,
und 1,34 (95% KI 1,20-1,50) für nicht-gefäßbezogene Mortalität.
INTERPRETATION:
Die Konzentration des C-reaktiven Proteins (CRP) weist kontinuierliche
Assoziationen mit dem Risiko für koronare Herzkrankheit, für
ischämischen Hirninfarkt, für gefäßbezogene Mortalität sowie für
Tod durch unterschiedliche Arten von Krebs oder durch Lungenkrankheit
auf, welche alle ungefähr gleich stark ausgeprägt sind. Die Relevanz
von CRP bei einem solch großen Bereich von Krankheiten ist unklar.
Assoziationen mit ischämischer Gefäßkrankheit sind wesentlich von
konventionellen Risikofaktoren und anderen Entzündungs-Markern
abhängig.
FINANZIERUNG:
British Heart Foundation, UK Medical Research Council, BUPA Foundation,
GlaxoSmithKline.
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