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Vitamin-D-Supplementation
bei gestillten Säuglingen, 2010
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Gestillte
Säuglinge haben insgesamt ein höheres Risiko für
Rachitis (Knochenerweichung im Kindesalter). Die
Leitlinie von American Academy of Pediatrics hatte
2008 für vorwiegend gestillte Säuglinge eine
Vitamin-D-Supplementation von 200 bis 400 IU
empfohlen. Eine aktuelle Studie überprüfte, wie
weit diese Vorgaben von den Kinderärzten in den USA
umgesetzt wird.
Die
Ergebnisse zeigten, dass Vitamin-D-Supplementation
bei gestillten Säuglingen mit den Empfehlungen der
Kinderärzte korrelierte. Und leider nur eine
Minderheit gestillter Säuglinge eine
Nahrungsergänzung mit Vitamin D erhielt.
Anscheinend setzten die Kinderärzte in den USA die
Empfehlungen von American Academy of Pediatrics doch
nicht so gut.
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Einsatz
von Vitamin D Präparaten bei gestillten Säuglingen über längere
Zeiträume
Ziel
der Studie ist es, die Häufigkeit der Nahrungsergänzung mit Vitamin
D bei vorwiegend gestillten Kindern zu bestimmen, sowie die
Eigenschaften der Patienten, die Einstellungen ihrer Eltern und
Standards der Haus- bzw. Kinderärzte zu diesem Thema herauszufinden.
Es
handelt sich um eine prospektive beobachtende, praxisorientierte
Studie in einem Forschungsnetzwerk. Die Kinderärzte füllten einen
Fragebogen zu ihren Standards bezüglich der Nahrungsergänzung mit
Vitamin D bei gestillten Säuglingen aus. Die Eltern von 6 bis 24
Monate alten Kindern erhielten ebenfalls einen Fragebogen zur
Ernährung des Kindes von Geburt an, die Dauer des Stillens, Einsatz
von Flaschenmilch und Gebrauch von zusätzlichen Vitaminen. Außerdem
wurden die Eltern zum Grad ihrer Übereinstimmung mit bestimmten
Aussagen zur Nahrungsergänzung mit Vitamin D befragt.
Ergebnisse:
Von 44 teilnehmenden Kinderärzten hielten 36.4% eine Vitamin D
Ergänzung bei gestillten Säuglingen für sinnvoll. Insgesamt wurden
2364 Eltern-Fragebögen beantwortet. 1140 Kinder wurden für
mindestens 6 Monate hauptsächlich gestillt. In 15.9% dieser Fälle
wurde Vitamin D eingesetzt. Die Gabe von Vitamin D korrelierte
signifikant mit der Übereinstimmung der Eltern mit der Empfehlung
einer Substitution vom Kinderarzt (Odds Ratio [OR]: 7.8), bzw. der
Meinung, dass eine Vitamingabe beim Füttern von Muttermilch unnötig
sei (OR: 0.12). 44.6% der Eltern mit gestillten Kindern, deren
Kinderarzt den Einsatz von Vitamin D befürwortete, gaben dies auch
ihren Kindern. 67% der Eltern waren der Meinung, Muttermilch enthielte
alle nötigen Nährstoffe, und nur 3% dieser Gruppe gaben ihren
Kindern ein Vitamin D Präparat.
Fazit:
Eine Minderheit gestillter Säuglinge erhielt eine Nahrungsergänzung
mit Vitamin D. Es ist nötig, Eltern und Kinderärzte zu schulen, um
die Compliance im Bezug auf offizielle Empfehlungen zur Substitution
von Vitamin D zu erhöhen.
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- Taylor
JA et al. Use of supplemental vitamin D among infants breastfed
for prolonged periods. Pediatrics 2010 Jan; 125:105.
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