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Impfung
gegen Gebärmutterhalskrebs: Langzeitwirksamkeit vom Impfstoff Cervarix,
2010
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Studie:
Der HPV-Impfstoff Cervarix® war während der
6,4 Jahre protektiv und somit langzeit-wirksam.
(Anmerkung: In
Deutschland sind mit Gardasil
und Cervarix
bereits zwei
Impfstoffe gegen
Gebärmutterhalskrebs zugelassen.)
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Langzeitwirksamkeit
und Immunogenität des HPV (humanes Papillomavirus) Typ
16/18-Impfstoffs mit dem Adjuvans AS04 (Cervarix)
(Informationen
zu Adjuvanssystem AS04: Adjuvantien sind Substanzen, die in
Kombination mit Antigenen in Impfstoffen die Immunantwort verstärken.
Das Adjuvans AS04 wurde von GSK entwickelt. AS04 besteht aus
Aluminiumsalz und Monophosphoryl Lipid A (MPL®) und bewirkt eine
verstärkte Immunantwort mit sehr hohen Antikörpertitern)
Prophylaktische
HPV(humanes Papillomavirus)-Impfstoffe müssen einen Langzeitschutz
bieten. In einer randomisierten placebokontrollierten Studie, die im
„Lancet“ erschien, wurde die klinische Wirksamkeit, Immunogenität
und Sicherheit des Impfstoffs gegen die HPV-Typen 16 und 18 mit dem
Adjuvans AS04 über einen Zeitraum von 6,4 Jahren bewertet.
Frauen
im Alter von 15 bis 25 Jahren mit unauffälliger Zervixzytologie und
HPV 16 und 18-Seronegativität sowie negativem Befund beim
HPV-DNA-Test (14 Typen) beim Screening nahmen an einer randomisierten,
placebokontrollierten, doppelblinden Erst-Studie (n= 1113, 560 in der
Impfgruppe versus 553 in der Placebogruppe) und an einer
Nachbeobachtungsstudie (n = 776, 393 versus 383) teil. Die
Nachbeobachtungsstudie wurde an 27 Studienorten in drei Ländern
durchgeführt. Die Zervixabstriche wurden alle 6 Monate auf HPV-DNA
untersucht. Das Vorgehen bei pathologischer Zytologie war vorgegeben,
die HPV 16/18-Antikörpertiter wurden bewertet. Das primäre Ziel war
die Bewertung der Langzeitwirksamkeit des Impfstoffs zur Prävention
einer Zervixinfektion mit den HPV-Typen 16 oder 18 bzw. beiden
Virustypen. Die Analysen der Nachbeobachtungsstudie über einen
Zeitraum von 6,4 Jahren wurden mit denen der Erststudie kombiniert.
Für den primären Endpunkt wurde die Effizienzanalyse in der „according-to-protocol“
(ATP-) Kohorte durchgeführt. Die Analyse der intraepithelialen
Zervix-Neoplasie Grad 2 und darüber (CIN 2+) wurde in der „total
vaccinated cohort“ (TVC) durchgeführt.
Ergebnisse:
Für
die kombinierte Analyse der Erst- und der Nachbeobachtungsstudie
enthielt die ATP-Effizienz-Kohorte in der Impfgruppe 465 Frauen und in
der Placebogruppe 454 Frauen. Die gesamte TVC enthielt 560 Frauen in
der Impfgruppe und 553 in der Placebogruppe. Die Wirksamkeit des
Impfstoffs gegen eine Infektion mit HPV 16 und 18 betrug 95,3%. Gegen
eine 12-monatige persistierende Infektion mit HPV betrug die
Wirksamkeit 100%. Die Wirksamkeit des Impfstoffs gegen CIN 2+ betrug
bei den Läsionen, die mit HPV 16 und 18 assoziiert waren 100% und bei
den Läsionen, die unabhängig von der HPV-DNA waren 71,9%. Die
Antikörperkonzentrationen beim ELISA waren um ein Vielfaches (12mal
oder mehr) höher als nach einer natürlichen Infektion (beide
Antigene). Die Ergebnisse bezüglich der Sicherheit waren in beiden
Gruppen vergleichbar: Während der Nachbeobachtung berichteten 30 (8%)
Teilnehmerinnen über eine schwere Nebenwirkung versus 37 (10%) in der
Placebogruppe. Keine Nebenwirkung stand im Zusammenhang oder
möglichen Zusammenhang mit der Impfung, ferner gab es keine
Todesfälle.
Fazit:
Die
Ergebnisse zeigen eine ausgezeichnete Langzeitwirksamkeit, eine hohe
und langanhaltende Immunogenität sowie die Sicherheit des Impfstoffs
gegen die HPV(humanes Papillomavirus)-Typen 16 und 18 mit dem Adjuvans
AS04 über einen Zeitraum von 6,4 Jahren.
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- Romanowski
B et al. Sustained efficacy and immunogenicity of the human
papillomavirus (HPV)-16/18 AS04-adjuvanted vaccine: Analysis of a
randomised placebo-controlled trial up to 6.4 years. Lancet 2009
Dec 12; 374:1975.
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