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Kardiovaskuläre
Sicherheit der inhalativen Anticholinergika bei COPD, 2010
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Nachdem
die Ergebnisse einer Meta-Analyse (2) 2008 gezeigt,
hatte, dass die inhalativen Anticholinergika [Tiotropium
(Spiriva) und ipratropium (Atrovent)] bei COPD mit
einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre
Komplikationen wie Tod und Herzinfarkt assoziiert
waren, kam es zu einer Kontroverse über die
Sicherheit der inhalativen Anticholinergika bei COPD.
Die Meta-Analyse von 2008 beinhaltete jedoch die
große UPLIFT-Studie zum Thema nicht.
Eine
aktuelle Meta-Analyse (1), die auch die
UPLIFT-Studie mit analysierte, kommt zu einem
anderen Ergebnis: Tiotropium (Spiriva) war mit einer
Reduktion des Risikos für
Gesamtmortalität,kardiovaskuläre Mortalität und
kardiovaskuläre Ereignisse assoziiert.
Also
zum jetzigen Zeitpunkt kann man die COPD-Patienten
durchaus mit inhalativer Anticholinergika behandeln,
wenn die Symptome der Patienten darunter sich
verbessern.
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Kardiovaskuläre
Sicherheit von Tiotropium in der COPD-Therapie.
HINTERGRUND:
Eine 4-Jahres-Studie zur Sicherheit von Tiotropium bei Patienten mit
chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) wurde in die Datenbank
klinischer Studien aufgenommen. Das kardiovaskuläre Profil von
Tiotropium lässt sich damit besser einschätzen.
METHODEN:
Ausgewertet wurden randomisierte, placebokontrollierte
Doppelblindstudien mit Parallelgruppen und einer Studiendauer ≥
4 Wochen. Die Ein- und Ausschlusskriterien der Studien waren
vergleichbar, einschließlich Spirometrie-bestätigter COPD, ≥
10 pack-years und einem Patientenalter ≥ 40 Jahre. Unerwünschte
Ereignisse wurden während des Studienverlaufs auf einem
standardisierten Formblatt dokumentiert. Die Inzidenzrate wurde anhand
aller Patienten als ein Ereignis pro Gesamtrisikozeit bestimmt.
Relatives Risiko (RR) und 95%-KI von Tiotropium/Placebo wurden
berechnet. Die Inzidenzrate der Gesamtmortalität und ausgewählter
kardiovaskulärer Ereignisse, einschließlich eines kardiovaskulären
Gesamtendpunktes mit kardiovaskulär-bedingter Mortalität,
nicht-tödlichem Myokardinfarkt, nicht-tödlichem Schlaganfall, sowie
plötzlichem Tod, plötzlichem Herztod und Herztod wurde bestimmt.
ERGEBNISSE:
19545 Patienten aus 30 Studien wurden in zwei Therapiearme
randomisiert: 10846 Patienten erhielten Tiotropium und 8699 Patienten
erhielten Placebo. Die mittlere FEV1 betrug 1,15 +/- 0,46 L (41 +/- 14
% des Erwartungswertes), 76% waren Männer und das Durchschnittsalter
betrug 65 +/- 9 Jahre. Die kumulative Expositionszeit erreichte 13146
Patientenjahre in der Tiotropium-Gruppe und 11095 Patientenjahre in
der Placebo-Gruppe. Die Inzidenzrate der Gesamtmortalität lag bei
3,44 (Tiotropium) und 4,10 (Placebo) pro 100 Patientenjahre (RR
[95%-KI] = 0,88 [0,77-0,999]). Die Inzidenzrate des kardiovaskulären
Endpunktes betrug 2,15 (Tiotropium) und 2,67 (Placebo) pro 100
Patientenjahre (RR [95%-KI] =0,83 (0,71-0,98]). Die Inzidenzrate
kardiovaskulärer Mortalität (ausgenommen nicht-tödlicher
Myokardinfarkt und Schlaganfall) erreichte 0,91 (Tiotropium) und 1,24
(Placebo) pro 100 Patientenjahre (RR [95%-KI] = 0,77 [0,60-0,98]). Das
RR (95%-KI) für Myokardinfarkt betrug 0,78 (0,59-1,02), für
Herzversagen 0,82 (0,69-0,98) und für Schlaganfall 1,03 (0,79-1,35).
SCHLUSSFOLGERUNG:
Tiotropium war mit einer Reduktion des Risikos für Gesamtmortalität,
kardiovaskuläre Mortalität und kardiovaskuläre Ereignisse
assoziiert.
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- Celli
B et al. Cardiovascular safety of tiotropium in patients with
COPD. Chest 2010 Jan; 137:20
- Sonal
Singh et al: Inhaled Anticholinergics and Risk of Major Adverse
Cardiovascular Events in Patients With Chronic Obstructive
Pulmonary Disease. JAMA. 2008;300(12):1439-1450.
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Schlüsselwörter:Ipratropiumbromid,
Atrovent, Tiotropiumbromid, Spiriva, schlaganfall, Therapie, sicherheit, tod,
herzinfarkt, atrovent, ipratropium, COPD,infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken,
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