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Bipolare
Störung: Lithium vs. Valproinsäure (Ergenyl), 2010
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Valproinsäure
(Ergenyl®) wird immer öfter bei bipolaren
Störungen (Manie und Depression in Wechsel)
eingesetzt. Eine aktuelle Studie zeigte jedoch, dass
Lithium die effektivere von den beiden Medikamenten
ist: Bei der Therapie der bipolaren Störungen war
Lithium als Monotherapie oder in Kombination mit
Valproinsäure (Ergenyl®) wirksamer als
Valproinsäure (Ergenyl®) als Monotherapie.
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Eine
Kombinationstherapie aus Valproat und Lithium im Vergleich zu einer
Monotherapie in der Rezidiv-Prävention von bipolaren Störungen vom
Typ 1: Eine randomisierte Open-Label-Studie
HINTERGRUND:
Lithium-Karbonat und Natriumvalproat werden beide als Monotherapie in
der Prävention von Rückfällen bei bipolaren Störungen empfohlen,
sind aber bei alleiniger Anwendung bei vielen Patienten nicht voll
wirksam. Falls eine Kombinations-Therapie mit beiden Wirkstoffen
besser als eine Monotherapie wäre, könnten viele Rückfälle sowie
die daraus entstehenden Behinderungen vermieden werden. Das Ziel der
Autoren war es, zu untersuchen, ob eine Kombination aus Lithium und
Valproat besser geeignet ist in der Rückfall-Prävention von
bipolaren Störungen vom Typ I, als eine Monotherapie mit einem der
beiden Medikamente.
METHODEN:
330 Patienten im Alter von mindestens 16 Jahren mit einer bipolaren
Störung vom Typ I aus 41 Studienorten im Vereinigten Königreich,
Frankreich, USA oder Italien wurden randomisiert entweder einer
Open-Label Monotherapie mit Lithium (Plasma-Konzentration: 0,4-1,0
mmol/L; n=110), Valproat (750-1.250 mg; n=110) oder einer
Kombinations-Therapie aus beiden Medikamenten (n=110) zugeteilt. Zuvor
erhielten alle Studienteilnehmern über 4-8 Wochen hinweg die
Kombinations-Therapie. Die Randomisierung wurde durch ein
Computer-Programm durchgeführt, die Forscher und Teilnehmer wurden
über die jeweilige Gruppen-Zuteilung informiert. Alle Ereignisse im
Verlauf wurden durch das Studien-Betreuungs-Team beurteilt, welches
gegenüber der Behandlungs-Zuteilung verblindet war. Die Teilnehmer
wurden über 24 Monate hinweg beobachtet. Der primäre Endpunkt war
der Beginn einer neuen Intervention bei einer entstehenden
Stimmungs-Episode, welcher zwischen den Gruppen durch
Regressions-Analysen nach Cox verglichen wurde. Die Analyse wurde nach
Intention-to-treat durchgeführt. Diese Studie wurde unter ISCRCTN
55261332 registriert.
ERGEBNISSE:
59 (54%) von 110 Teilnehmern aus der Gruppe der Kombinations-Therapie,
65 (59%) von 110 Teilnehmern aus der Lithium-Gruppe sowie 76 (69%) von
110 Teilnehmern aus der Valproat-Gruppe erlitten während der
Beobachtungszeit ein Ereignis entsprechend dem primären Endpunkt. Das
relative Risiko für das Eintreten des primären Endpunkts betrug für
Kombinations- gegen Valproat-Therapie 0,59 (95% Konfidenz-Intervall
[KI] von 0,42 bis 0,83; p=0,0023); für Kombinations- gegen
Lithium-Therapie 0,82 (95% KI von 0,58 bis 1,17; p=0,27) sowie für
Lithium- gegen Valproat-Therapie 0,71 (95% KI von 0,51 bis 1,00;
p=0,0472). Bei 16 Teilnehmern traten nach der Randomisierung ernste
ungünstige Ereignisse auf, davon sieben bei Patienten mit
Valproat-Monotherapie (drei Todesfälle), fünf bei Patienten mit
Lithium-Monotherapie (zwei Todesfälle) sowie vier bei Patienten mit
Kombinations-Therapie (ein Todesfall).
INTERPRETATION:
Bei Menschen mit einer bipolaren Störung vom Typ 1, für die eine
klinische Indikation einer langfristigen Therapie vorhanden ist, wird
durch eine Kombinations-Therapie aus Lithium und Valproat oder durch
eine Monotherapie mit Lithium ein Rezidiv besser verhindert als durch
eine Valproat-Monotherapie. Dieser Vorteil scheint vom Schweregrad der
Krankheit bei Beginn der Therapie unabhängig zu sein und bleibt bis
zu zwei Jahre bestehen. Die BALANCE-Studie konnte einen Vorteil einer
Kombinations-Therapie gegenüber einer Lithium-Monotherapie weder
verlässlich bestätigen noch widerlegen.
FINANZIERUNG:
Stanley Medical Research Institute und Sanofi-Aventis.
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- The
BALANCE Investigators and Collaborators. Lithium plus valproate
combination therapy versus monotherapy for relapse prevention in
bipolar I disorder (BALANCE): A randomised open-label trial.
Lancet 2010 Jan 30; 375:385.
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Schlüsselwörter:Bipolare Störungen,
Stimmungsstabilisierer, Antiepileptika, Carbamazepin, Valproinsäure,
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