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Morphin und Co: Opiat-Verschreibungen für chronische Schmerzen und Risiko für Überdosierung und Tod, 2010

Patienten, die eine höhere Dosis an Opioiden verschrieben bekommen, stehen unter erhöhtem Risiko einer Überdosierung. Dies unterstreicht die Notwendigkeit einer engmaschigen Überwachung dieser Patienten.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Opioid-Verschreibungen bei chronischen Schmerzen und Überdosierung: eine Kohortenstudie

HINTERGRUND: Eine Langzeittherapie mit Opioiden gegen chronische Nicht-Tumor-Schmerzen wird zunehmend zum Behandlungsalltag. Zugleich steigt die Zahl tödlicher Überdosierungen. Es ist unbekannt inwieweit das Risiko einer Überdosierung bei Patienten erhöht ist, die auf ärztliches Rezept eine Langzeit-Opioidtherapie erhalten.

ZIEL: Die Einschätzung der Anzahl von Opioid-Überdosierungen und ihre Assoziation mit der verschriebenen Durchschnitts-Opioid-Tagesdosis bei Patienten unter ärztlich verordneter Langzeit-Opioidtherapie. DESIGN: Mit HIlfe von Cox Risiko-Verhälnis- Modelllen wurde das Risiko einer Überdosierung geschätzt als Funktion der durchschnittlichen Opioid-Tagesdosis (in Morphinäquivalenen) zum Zeitpunkt der Überdosierung. STUDIENAUFBAU: 9940 Personen, die 3 oder mehr Opioidrezepte innerhalb von 90 Tagen auf Grund chronischer Nicht-Tumorschmerzen zwischen 1997 und 2005 erhielten. MESSUNGEN: Durchschnittliche Opioid-Tagesdosis über die vorausgehenden 90 Tage aus automatisch erhobenen Apotheken-Daten. Die primären Endpunkte- tödliche und nichttödliche Überdosierungen- wurden durch Diagnosecodes in Therapiekurven und Totenscheinen stationärer und ambulanter Patienten identifiziert und anhand der Patientenakten bestätigt.

ERGEBNISSE: 51 Opioid-Überdosierungen wurden beobachtet, darunter 6 Todesfälle. Verglichen mit Patienten mit einer Opioiddosis von 1 bis 20 mg/d (jährliche Rate an Überdosierungen:0.2%), hatten Patienten mit einer Opioiddosis von 50 bis 99 mg/d ein 3.7-fach erhöhtes Risiko einer Überdosierung (95% Konfidenzintervall, 1.5 to 9.5) bei einer jährlichen Überdosisrate von 0.7. Bei Patienten mit einer Dosis von 100 mg/d oder mehr erhöhte sich das Risiko auf das 8.9-Fache (KI, 4.0 bis 19.7) bei einer jährlichen Rate an Überdosierungen von 1.8%. GRENZEN: Für das erhöhte Risiko einer Überdosierung bei Patienten mit höheren Dosierungen könnte Confounding verantwortlich sein z.B. durch Unterschiede bei Patienten und Anwendung der Opioide entgegen des Plans der verschreibenden Ärzte. Auch die geringe Anzahl der Überdosierungen in der Studiengruppe stellt eine Begrenzung dar.

ZUSAMMENFASSUNG: Patienten, die eine höhere Dosis an Opioiden verschrieben bekommen, stehen unter erhöhtem Risiko einer Überdosierung. Dies unterstreicht die Notwendigkeit einer engmaschigen Überwachung dieser Patienten.

HAUPTGELDGEBER: Staatliche Drogenbehörde

  1. Dunn KM et al. Opioid prescriptions for chronic pain and overdose: A cohort study. Ann Intern Med 2010 Jan 19; 152:85.
Schlüsselwörter:dosierung, opiate, morphin, fentanyl-pflaster, tumorschmerztherapie, mst, dosis, chronische schmerzen, tumor, metastasen, morphine, methadon, polamidon, qt-zeit, schmerztherapie, opiat, überdosierung, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 
 

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Stand: 25. Mai 2013