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Vereinfachte
Risiko-basierte Statintherapie, 2010
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In
der Prävention der koronaren Herzerkrankung (KHK)
wird weithin empfohlen, sich an Zielwerten der
Serumlipide (vorwiegend LDL) zu orientieren
(zielwertorientierte Therapie). Gleichzeitig gibt es
jedoch Stimmen, die sich für feste Statindosen auf
Grundlage des individuellen Reingewinn/Nutzen für
einen Patienten aussprechen
(maßgeschneiderte/zugeschnittene Therapie).
Eine
aktuelle Studie (1) hat maßgeschneiderte mit
zielorientierte Statintherapie ("treat to
target") verglichen.
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Zielorientierte
Therapie (Treat-to-Target-Strategie): Die Ziele
für die Cholesterinsenkung (LDL- und HDL-Werte)
wurden in Anlehnung an die US-NCEP-Leitlinien
(2; National Cholesterol Education Program)
festgelegt. Dabei wurden die LDL-Zielwerte
anhand der Risikofaktoren der Patienten für KHK
(z.B. Hypertonie, Rauchen, Diabetes) bestimmt,
und die Statin-Dosen hoch titriert bis die
gewünschte LDL-Werte erreicht sind.
Einfache
Risiko-basierte Therapie (tailored treatment): :
Patienten, die eine KHK-Risiko zwischen 5% bis 15%
haben, erhalten täglich 40mg Simvastatin (Zocor®),
und die mit einem KHK-Risiko >15% täglich 40mg
Atorvastatin (Sortis®). In beiden Varianten
erfolgte keine Dosisanpassung.
(Medknowledge-Anmerkung:
In Deutschland wird das KHK-Risiko häufig mit dem PROCAM-Risk-Calculator
bestimmt.)
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Die
Ergebnisse zeigten, dass eine einfache Risiko-basierte Strategie mit
festen Statin-Dosen wirksamer als eine Zielorientierte Strategie mit
Statin-Dosisanpassung ist.
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Die einfache Risiko-basierte Strategie könnte
zudem die Handhabung der Statintherapie vereinfachen. Des Weiteren
haben bei der einfachen Risiko-basierten Strategie weniger Patienten
eine Hochdosis-Statintherapie erhalten, die ja bekanntlich eher mit
Nebenwirkungen einhergehen kann. .
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Optimierung
der Statintherapie zur Primärprävention der koronaren
Herzerkrankung.
HINTERGRUND:
In der Prävention der koronaren Herzerkrankung wird weithin
empfohlen, sich an Zielwerten der Serumlipide zu orientieren („zielwertorientierte
Therapie“). Gleichzeitig gibt es jedoch Stimmen, die sich für feste
Statindosen auf Grundlage des Grundlage des Nettonutzens für den
jeweiligen Patienten aussprechen („maßgeschneiderte Therapie“).
ZIEL:
Untersuchung inwieweit der Ansatz einer maßgeschneiderten Behandlung
vergleichbar ist mit einer zielwertorientierten Therapie. AUFBAU:
Simulationsmodel zur Auswirkung des zielwertorientierten sowie des
maßgeschneiderten Behandlungsansatzes in der Statintherapie auf
Bevölkerungsebene.
DATENQUELLEN:
Studien zu Statinen von 1994 bis 2009 und repräsentative
Bevölkerungsdaten zu Risiken der KHE. ZIELBEVÖLKERUNG: U.S. Bürger
im Alter von 30 bis 75 ohne Myokardinfarkt in der Vorgeschichte.
ZEITHORIZONT: Auswirkungen einer 5jährigen Behandlung auf die
Lebenserwartung. PERSPEKTIVE: Gesellschaftlich und Individuell.
INTERVENTION:
Maßgeschneiderte Therapie auf Grundlage des 5-Jahres-KHK-Risikos für
den jeweiligen Probanden (Simvastatin, 40 mg, bei 5% bis 15%igem
KHK-Risiko und Atorvastatin, 40 mg bei einem KHK-Risiko >15%)
versus einen zielwertorientierten Therapieansatz basierend auf einer
Stufentherapie nach Leitlinien des National Cholesterol Education
Program [NCEP] III (einschließlich eines intensivierten Ansatzes, der
die Behandlung stets steigert, wenn dies nach den NCEP-Kriterien
wahlweise möglich ist). MESSUNG des OUTCOME: Lebensjahre, nach
Lebensqualität angeglichen (Quality-adjusted life-years: QALYs).
ERGEBNISSE
der Basis-Fall-Analyse: Verglichen mit dem Standardansatz der NCEP
III, wurden nach dem intensivierten NCEP III 15 Millionen mehr
Personen behandelt und 570 000 mehr QALY’s in fünf Jahren gerettet.
Nach der maßgeschneiderten Strategie wurden ebenso viele Personen
behandelt wie nach den intensivierten NCEP III-Leitlinien, darunter
aber 500 000 QALY’s mehr gerettet und weniger Personen hochdosiert
mit Statinen behandelt. ERGEBNISSE der Sensitivitäts-Analyse: Es
zeigten sich keine Bedingungen unter welchen ein zielwertorientierter
Ansatz einer maßgeschneiderten Behandlung vorzuziehen wäre. GRENZEN:
Die Thesen des Modells basierten auf verfügbaren klinischen Daten,
die nur wenige 75jährige und Ältere einschlossen.
SCHLUSSFOLGERUNG:
Eine maßgeschneiderte Therapie verhindert mehr kardiovaskuläre
Ereignisse. Zugleich werden weniger Personen mit hohen Statin-Dosen
behandelt als bei einer Orientierung an Zielwerten für
LDL-Cholesterin.
HAUPTGELDGEBER:
Department of Veteran Affairs Health Services Research &
Development Service's Quality Enhancement Research Initiative
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- Hayward
RA et al. Optimizing statin treatment for primary prevention of
coronary artery disease. Ann Intern Med 2010 Jan 19; 152:69.
- US-NCEP-Leitlinien:
This health professional reference outlines cholesterol management
in a sequence of easy-to-follow steps, 2001
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Schlüsselwörter:Fette, statin,
atorvastatin, simvastatin, Herzinfarkt, Schlaganfall, HDL, LDL-Wert, statine,
pravastatin, pravasin, Cholesterin-Leitlinien, risikofaktoren,
kardiovaskuläre Hochrisikopatienten, lipide, hypercholesterinämie,
hyperlipidämie, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken,
krankenhäuser, Therapie,
infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien,
krankheiten,
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