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Schock-Therapie auf Intensivstation: Dopamin vs. Noradrenalin, 2010

Eine aktuelle Studie hat Dopamin und Noradrenalin bei der Behandlung des Schocks verglichen. Dabei ging es um Kreislauf-Stabilisierung als First-Line-Therapie bei verschiedenen Schock-Formen (wie kardiogen, anaphylaktisch, septisch, hypovolämisch). Die Ergebnisse zeigten, dass es zwischen den beiden Medikamenten keinen signifikanten Unterschied in der Todesfallrate bestand. Die Rate der schweren Nebenwirkungen, insbesonderes Herzryhtmusstörungen, war jedoch unter Dopamin häufiger.

Medknowledge-Anmerkung: Eine Studie hatte 2007 die Position von Dopamin in einem weiteren Anwendungsbereich ebenfalls geschwächt. Bis in die 90er Jahre wurde niedrigdosierte Dopamin bei Schwerkranken Patienten mit beginnender Niereninsuffienz empfohlen, um die Nierendurchblutung zu steigern, und somit einem kompletten Nierenversagen vorzubeugen. Neue Studien haben jedoch diese These widerlegt (1).

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Vergleich von Dopamin und Noradrenalin bei der Behandlung des Schocks.

Hintergrund: Sowohl Dopamin als auch Noradrenalin sind als Erstmedikation (zur Vasopression) bei der Behandlung des Schocks empfohlen. Es gibt eine anhaltende Kontroverse darüber, ob eines der Medikamente dem anderen überlegen ist.
Methoden: In dieser multizentrischen, randomisierten Studie, erhielten - im Schockzustand eingelieferte - Patienten entweder zur Vasopression Dopamin oder Noradrenalin als Erstmedikation (First-Line-Therapie),zur Wiederherstellung und Aufrechterhaltung des Blutdrucks.

Wenn der Blutdruck mit einer Dosis von 20 µg pro kg Körpergewicht pro Minute für Dopamin oder einer Dosis von 0,19 µg pro kg Körpergewicht pro Minute für Noradrenalin nicht aufrechterhalten werden konnte, konnte offen (open-label) Noradrenalin, Adrenalin oder Vasopressin gegeben werden.

Der primäre Endpunkt war die Todesfallrate 28 Tage nach der Randomisierung: zu den sekundären Endpunkten gehörten die Anzahl der Tage ohne notwendige

Organtransplantation und das Auftreten von unerwünschten Nebenwirkungen.

Ergebnisse: Die Studie umfasste 1679 Patienten, von denen 858 der Dopamin-Gruppe und 821 der Noradrenalin-Gruppe zugewiesen wurden. Die Charakteristika der Gruppen waren zu Beginn ähnlich. Es gab keinen signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen bezüglich der Todesfallrate nach 28 Tagen (52,5% in der Dopamin-Gruppe und 48,5% in der Noradrenalin-Gruppe; Odds Ratio mit Dopamin, 1,17, 95% Konfidenzintervall 0,97 bis 1,42, P = 0.10 ).

Allerdings traten bei den Patienten, die mit Dopamin behandelt wurden häufiger Arrhythmien auf, als bei denjenigen, die mit Noradrenalin behandelt wurden

(207 Ereignisse [24,1%] gegenüber 102 Ereignissen [12,4%], P <0,001). Eine Subgruppen-Analyse zeigte, dass Dopamin im Vergleich zu Noradrenalin mit einer erhöhten Todesfallrate nach 28 Tagen bei den 280 Patienten mit kardiogenem Schock verbunden war, jedoch nicht bei den 1044 Patienten mit septischen Schock

oder den 263 mit hypovolämischen Schock (P = 0,03 für kardiogenen Schock, P = 0,19 für septischen Schock, und P = 0,84 für hypovolämischen Schock,

nach Kaplan-Meier-Analysen).
Schlussfolgerungen: Obwohl kein signifikanter Unterschied in der Todesfallrate zwischen Schockpatienten - die als Erstmadikament zur Vasopression Dopamin erhielten und denjenigen, die mit Noradrenalin behandelt wurden - bestand, so war die Verwendung von Dopamin doch mit einer größeren Zahl von unerwünschten Nebenwirkungen verbunden . (ClinicalTrials.gov, NCT00314704 [ClinicalTrials.gov].)

  1. Daniel De Backer et al: Comparison of Dopamine and Norepinephrine in the Treatment of Shock. NEJM 2010, Volume 362:779-789
Schlüsselwörter:reanimation, Schock, kreislaufversagen, herzinfarkt, kardiogener Schock, anaphlaktischer Schock, Intensivstation, Dopamin, Noradrenalin, katecholamine,infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 
 

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Stand: 25. Mai 2013