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Anthrazyklin-induzierte
Kardiomyopathie nach Chemotherapie: Frühe Herzinsuffienz-Therapie
wirksam, 2010
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Die
Anthrazykline (wie Doxorubicin, Daunorubicin), die
in der Chemotherapie von Krebserkrankungen
eingesetzt werden, können kardiotoxisch wirken. Die
akute Form der Kardiotoxizität nach der
Chemotherapie ist oft reversibel. Die späte Form
kann sich jedoch sich unter Umständen erst viele
Jahre nach dem Abschluss der Behandlung bemerkbar
machen. Eine aktuelle Studie (1) zeigte, wenn die
kardiale Dysfunktion echokardiographisch früh
erkannt und umgehend eine frühe
Herzinsuffizienz-Therapie (bevor noch klinische
Symptome der Herzinsuffienz auftreten) mit
Beta-Blocker und ACE-Hemmer eingeleitet wird, kann
das linksventrikulären Ejektionsfraktion
wiederhergestellt werden.
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Anthrazyklin-induzierte
Kardiomyopathie: Klinische Relevanz und Ansprechen auf
pharmakologische Therapie
ZIEL:
Das Ziel dieser Studie war es, die klinische Relevanz einer
Anthrazyklin-induzierten Kardiomyopathie (engl. AC-CMP) und deren
Ansprechen auf eine Herzinsuffizienz-Therapie zu untersuchen.
HINTERGRUND:
Die natürliche Pathogenese einer AC-CMP ist wie auch deren Ansprechen
auf moderne Herzinsuffizienz-Therapeutika weiterhin nicht gut
definiert. Daher fehlen bisher Evidenz-basierte Empfehlungen für die
Behandlung dieser Form der Kardiomyopathie.
METHODEN:
Es wurden nacheinander 201 Patienten mit einer aufgrund einer AC-CMP
eingeschränkten linksventrikulären Ejektionsfraktion (LVEF) von 45%
oder weniger in die Studie aufgenommen. Eine medikamentöse Behandlung
mit Enalapril, und – wenn möglich – mit Carvedilol, wurde
unmittelbar nach Erkennung der LVEF-Einschränkung begonnen. Die LVEF
wurde gemessen jeweils bei Aufnahme in die Studie, jeden Monat
während der ersten drei Monate, alle drei Monate während der darauf
folgenden zwei Jahre, sowie alle sechs Monate während der restlichen
Nachbeobachtungszeit (durchschnittliche Nachbeobachtungszeit: 36 +/-
27 Monate). Die Patienten wurden in drei Gruppen eingeteilt: Gutes
Therapieansprechen (vollständige Wiederherstellung der LVEF),
teilweises Therapieansprechen (partielle Wiederherstellung der LVEF)
und kein Therapieansprechen (keine Wiederherstellung der LVEF).
Bedeutsame ungünstige kardiale Ereignisse während der
Nachbeobachtungszeit wurden ebenfalls erfasst.
ERGEBNISSE:
Bei 85 Patienten (42%) wurde ein gutes, bei 26 Patienten (13%) ein
teilweises, und bei 90 Patienten (45%) kein Therapieansprechen
beobachtet. Der Prozentsatz der Patienten mit gutem Therapieansprechen
wurde geringer, wenn der Zeitraum zwischen dem Ende der Chemotherapie
und dem Beginn der Herzinsuffizienz-Therapie größer wurde; es wurde
nach sechs Monaten keine vollständige Wiederherstellung der LVEF
beobachtet. Bei Patienten mit gutem Ansprechen wurden kumulativ
weniger kardiale Ereignisse beobachtet als bei Patienten mit
teilweisen oder ohne Therapieansprechen (5% bzw. 31% bzw. 29%;
p<0,001).
SCHLUSSFOLGERUNGEN:
Bei Krebs-Patienten, die eine Anthrazyklin-induzierte Kardiomyopathie
entwickeln, kann eine Wiederherstellung der linksventrikulären
Ejektionsfraktion und eine Reduzierung der kardialen Ereignisse
erreicht werden, wenn die kardiale Dysfunktion früh erkannt und
umgehend eine moderne Herzinsuffizienz-Therapie eingeleitet wird.
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- Cardinale,
D. et al: Anthracycline-induced cardiomyopathy: clinical relevance
and response to pharmacologic therapy. J Am Coll Cardiol. 2010 Jan
19;55(3):213-20.
- Siehe auch: Anthrazyklin
induzierte Kardiomyopathie 20 Jahre nach Chemotherapie, 21. Juli
2006
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Schlüsselwörter:Anthrazyklin-Kardiomyopathie,
rhythmusstörung, Doxorubicin, Daunorubicin, krebs, mitaxantron,
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