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Interkulturelles
Kompetenztraining und Diabetes-Prognose, 2010
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Interkulturelles
Kompetenztraining ist nicht mit einem besserer
Diabetes-Prognose assoziiert.
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Maßnahmen
zur Verbesserung der Diabetesbehandlung bei Afroamerikanern:
Interkulturelles Kompetenztraining und nach Bevölkerungsgruppen
stratifizierte Berichte. Eine randomisierte, kontrollierte
Clusterstudie.
HINTERGRUND:
Ein gesteigertes Bewusstsein für Unterschiede in den
Bevölkerungsgruppen und gezieltere Arztberichte könnten zu
Verbesserung der Diabetesbehandlung bei Afroamerikanern beitragen.
ZIEL:
In der Studie wurde untersucht, wie die Diabetesbehandlung von
Afroamerikanern durch interkulturelles Kompetenztraining und nach
Bevölkerungsgruppen stratifizierte Berichte an die
Primärversorgungsteams beeinflusst wird. DESIGN: Zwischen Juni 2007
und Mai 2008 wurde eine randomisierte, kontrollierte Clusterstudie
durchgeführt. ClinicalTrials.gov registration number: NCT00436176.
STUDIENORT: 8 medizinische Zentren ambulanter Versorgung in
Ost-Massachusetts (USA).
TEILNEHMER:
124 Ärzte der Primärversorgung mit 2699 (36 %) afroamerikanischen
und 4858 (64 %) angloamerikanischen Patienten.
MASSNAHMEN:
Die behandelnden Ärzte nahmen an einem interkulturellen
Kompetenztraining teil. Darüber hinaus erhielten sie monatlich einen
Bericht, in dem die Kontrollwerte von Hämoglobin A1c (HbA1c),
Low-density lipoprotein (LDL) Cholesterin und Blutdruck nach
Bevölkerungsgruppen stratifiziert dargestellt waren.
BESTIMMUNGSPUNKTE: Das Bewusstsein der Ärzte für Unterschiede in den
Bevölkerungsgruppen hinsichtlich der Diabetesbehandlung wurde
untersucht. Außerdem wurde bei den afroamerikanischen Patienten
bestimmt, wie viele die klinischen Zielparameter innerhalb von 12
Monaten erreichten.
ERGEBNISSE:
Zu Studienbeginn zeigten angloamerikanische und afroamerikanische
Patienten signifikante Unterschiede im Patientenanteil mit einem HbA1c
<7% (46% versus 40%), einem LDL-Cholesterin < 2,59 mmol/L (<
100 mg/dl) (55% versus 43%) und einem Blutdruck <130/80 mm Hg (32%
versus 24%) (alle p<0,05). Am Ende der Studie waren sich wesentlich
mehr Ärzten mit interkulturellem Kompetenztraining und nach
Bevölkerungsgruppen stratifizierten Berichten über Unterschiede in
den Bevölkerungsgruppen im Klaren als Ärzte ohne diese Maßnahmen.
Explizit waren dies in allen 8 medizinischen Zentren 82% versus 59% (p
= 0,003), innerhalb der einzelnen medizinischen Versorgungszentren 70%
versus 51% (p = 0,020) und bei Auswertung einzelner Ärzte mit ihren
eigenen Patienten 63% versus 43% (p = 0,037). Bei den
afroamerikanischen Patienten von Ärzten mit und ohne Maßnahmen war
der Patientenanteil mit kontrolliertem HbA1c (48% versus 45%; p =
0,24), LDL-Cholesterin (48% versus 49%; p = 0,40) und Blutdruck (23%
versus 25%; p = 0,47) nach 12 Monaten vergleichbar.
EINSCHRÄNKUNG:
11% der Primärversorgungsteams besuchten keine Trainingseinheiten.
SCHLUSSFOLGERUNG:
Die Kombination von interkulturellem Kompetenztraining und nach
Bevölkerungsgruppen stratifizierten Berichten steigerte das
Bewusstsein der Ärzte für Unterschiede in der Diabetesbehandlung.
Allerdings konnte der klinische Outcome der afroamerikanischen
Patienten hierdurch nicht verbessert werden.
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- Sequist
TD et al. Cultural competency training and performance reports to
improve diabetes care for black patients: A cluster randomized,
controlled trial. Ann Intern Med 2010 Jan 5; 152:40.
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