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Ernährungssonden (PEG) bei akut stationären Pflegeheimbewohnern mit beginnender Demenz, 2010

Ernährungssonden (oft PEG) wurden bei 7 von 100 Pflegeheimbewohnern, die sich wegen einer akuten Erkrankung in einer Klinik stationär behandelt wurden, gelegt. Des Weiteren waren folgende Risikofaktoren mit einer Ernährungssonde-Anlage assoziiert: gewinnorientierte Eigentümerschaft, Klinikgröße und vermehrtes Aufnehmen auf die Intensivstation.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Einsatz von Ernährungssonden bei Heimbewohnern mit fortgeschrittener kognitiver Einschränkung: Assoziation mit bestimmten Klinikmerkmalen vorhanden

Die Sondenernährung ist von fraglichem Nutzen für Heimbewohner mit fortgeschrittener Demenz. Ungefähr zwei Drittel aller Heimbewohner in den USA, die mit einer Sonde ernährt werden, erhielten diese während eines Klinikaufenthalts wegen einer akuten Erkrankung. Das Ziel einer amerikanischen Studie, die im „Journal of American Medicine“ erschien war die Identifizierung von Klinikmerkmalen, die bei Heimbewohnern mit fortgeschrittener kognitiver Einschränkung mit einer höheren Rate an Ernährungssonden assoziiert sind.

Die Stichprobe bestand aus Heimbewohnern mit fortgeschrittener kognitiver Einschränkung im Alter von 66 Jahren oder älter, die zwischen 2000 und 2007 in Akutkrankenhäuser aufgenommen worden waren. Die Häufigkeit des Einsatzes von Ernährungssonden basierte auf einer 20%igen Stichprobe aller Abrechnungsunterlagen und wurde bei Kliniken, die mindesten 30 solcher Einweisungen in einem Zeitraum von 8 Jahren hatten, bewertet.

Ein multivariables Modell mit der Klinikaufnahme als Einheit der Analyse identifizierte Faktoren auf Klinikebene, die unabhängig mit der Häufigkeit des Einsatzes von Ernährungssonden assoziiert waren, darunter Bettenanzahl der Klinik, Eigentümerschaft, städtische Lage und Angliederung einer medizinischen Hochschule. Maßnahmen für die Pflegemethoden jeder Klinik bei Patienten mit schweren chronischen Krankheiten wurden evaluiert, darunter Einweisung auf die Intensivstation in den letzten sechs Lebensmonaten, Hospizleistungen und das Verhältnis von Fachärzten zu Allgemeinmedizinern. Merkmale auf der Patientenebene wurden ebenfalls berücksichtigt. Der Hauptzielparameter war die endoskopische oder chirurgische Gastrostomie während eines Klinikaufenthalts.

Ergebnisse:

In 2797 Akutkliniken mit 280 869 Aufnahmen bei 163 022 Heimbewohnern mit fortgeschrittener kognitiver Einschränkung variierte die Häufigkeit des Einsatzes von Ernährungssonden zwischen 0 und 38,9% pro 100 Klinikaufnahmen. Die mittlere Rate an Ernährungssonden pro 100 Aufnahmen betrug im Jahr 2000 7,9 und fiel auf 6,2 im Jahr 2007. Eine höhere Häufigkeit war assoziiert mit den folgenden Klinikmerkmalen: gewinnorientierte Eigentümerschaft versus regierungseigene Klinik (8,5 vs. 5,5 Ernährungssonden pro 100 Aufnahmen, adjustierter Odds Ratio = AOR: 1,33), höhere Bettenzahl (> 310 Betten vs. < 101 Betten, 8,0 vs. 4,3 Sonden pro 100 Aufnahmen, AOR: 1,48) und mehr Aufnahmen auf die Intensivstation in den letzten sechs Lebensmonaten (höchste vs. niedrigste Dezile: 10,1 vs. 2,9 Sonden pro 100 Hospitalisationen, AOR 2,6). Nach Kontrolle der Patientenmerkmale blieben diese Unterschiede bestehen. Das Verhältnis von Fachärzten zu Allgemeinärzten und der Hospizeinrichtungen waren nur schwach oder gar nicht mit der Häufigkeit des Einsatzes von Ernährungssonden assoziiert.

Fazit:

Selbst nach Anpassung an Patientenmerkmale war bei Heimbewohnern mit fortgeschrittener kognitiver Einschränkung, die in Akutkliniken aufgenommen wurden, eine gewinnorientierte Eigentümerschaft, die Klinikgröße und vermehrtes Aufnehmen auf die Intensivstation mit dem häufigeren Einsatz von Ernährungssonden assoziiert.

  1. Teno JM et al. Hospital characteristics associated with feeding tube placement in nursing home residents with advanced cognitive impairment. JAMA 2010 Feb 10; 303:544.
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Stand: 25. Mai 2013