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Nicht-Varikös bedingte obere Gastrointestinalblutung - Internationale Leitlinien-Update, 2010

Eine multidisziplinäre Gruppe von 34 Experten aus 15 Ländern entwickelten eine Aktualisierung und Erweitertung der Empfehlungen (1) zum Vorgehen bei akuter nichtvarikös bedingter oberer Gastrointestinalblutung von 2003 (2). Die wichtigsten Punkte dabei sind:

  • Risikostratifizierung für Rezidivblutung und Tod mit Hilfe von validierten prognostischen Skalen

  • Hochrisikoläsionen bleiben die Indikation für eine endoskopische Blutstillung

  • Endoclips oder Thermokoagulation, auch in Kombination mit Epinephrininjektion, sind effektive Methoden, die alleinige
    Epinephrininjektion wird nicht empfohlen.

  • Bluttransfusionen, wenn Hämoglobin-Wert <7mg/dL

  • Akute Endoskopie nicht verzögern, um Koagulopathien zu korrigieren, oder Protonenpumpenhemmer(PPI)-Therapie einzuleiten

  • Entlassung der Patienten mit geringem Risiko kurz nach Endoskopie

  • Bolus- und kontinuierliche PPI-Gabe für Hochrisiko-Patienten, zudem sollten diese Patienten mindestens stationär 72 Stunden überwacht werden

  • Wenn endoskopische Therapie nicht erfolgreich ist, könnte perkutane Embolisation als Alternative zur Chirurgie in Betracht gezogen werden

  • Verschreiben von einmaltäglich PPI-Einnahme bei Entlassung

  • Patienten mit oberer gastrointestinaler Blutung, die antientzündliche Medikamente benötigen, wird ein Cox-2-Hemmer plus PPI empfohlen

  • Patienten, die eine sekundäre kardiovaskuläre Prophylaxe benötigen, sollten Acetylsalicylsäure (ASS) erhalten, sobald die kardiovaskulären Risiken die gastrointestinalen Risiken überwiegen (üblicherweise innerhalb von 7 Tagen).

  • Patienten mit Magen- oder Duodenal-Ulkus sollten auf Helicobacter-Pylori getestet und wenn positiv behandelt werden.

  • Negative Helicobacter-Pylori-Testing sollte bei akuten Ereignissen wiederholt werden.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Internationale Konsensusempfehlungen für das Vorgehen bei nichtvarikös bedingter oberer Gastrointestinalblutung

Eine multidisziplinäre Gruppe von 34 Experten aus 15 Ländern entwickelten eine Aktualisierung und Erweitertung der Empfehlungen zum Vorgehen bei akuter nichtvarikös bedingter oberer Gastrointestinalblutung von 2003, die in den „Annals of Internal Medicine“ erschien. Es wurden der „Appraisal of Guidelines for Research and Evaluation (AGREE)“-Prozess und unabhängige Ethikprotokolle verwendet. Datenquellen waren veröffentlichte Original-Reviews, randomisierte kontrollierte Studien und Abstracts bis zum Oktober 2008. Die Qualität der Evidenz und die Stärke der Empfehlungen wurden mit Hilfe der „Grading Assessment, Development, and Evaluation“ (GRADE)-Kriterien bewertet.

Die Empfehlungen betonen die frühe Risikostratifizierung mit Hilfe von validierten prognostischen Skalen und die frühe Endoskopie (innerhalb von 24 Stunden). Hochrisikoläsionen bleiben die Indikation für eine endoskopische Blutstillung, wohingegen der Versuch, anhaftende Koagel durch eine hämostatische, medikamentöse oder kombinierte Behandlung der zugrundeliegenden Blutungsquelle von der Datenlage unterstützt wird.

Endoclips oder Thermokoagulation, auch in Kombination mit Epinephrininjektion, sind effektive Methoden, die alleinige Epinephrininjektion wird nicht empfohlen. Eine „second look“-Endoskopie kann bei ausgewählten Hochrisikopatienten nützlich sein, wird aber nicht routinemäßig empfohlen. Eine Therapie mit Protonenpumpenblockern vor der Endoskopie kann die Läsion verkleinern. Eine hochdosierte intravenöse Protonenpumpenblocker-Therapie nach erfolgreicher endoskopischer Blutstillung senkt sowohl das Auftreten von Rezidivblutungen als auch die Mortalität von Patienten mit Hochrisikoläsionen. Obwohl ausgewählte Patienten direkt nach der Endoskopie entlassen werden können, sollten Hochrisikopatienten nach der endoskopischen Blutstillung für mindestens 72 Stunden hospitalisiert werden. Bei Patienten mit oberer gastrointestinaler Blutung, die antientzündliche Medikamente benötigen, wird ein Protonenpumpenblocker mit einem Cyclooxygenase-2-Inhibitor zur Rezidivprophylaxe bevorzugt. Patienten mit oberer gastrointestinaler Blutung, die eine sekundäre kardiovaskuläre Prophylaxe benötigen, sollten Acetylsalicylsäure erhalten sobald die kardiovaskulären Risiken die gastrointestinalen Risiken überwiegen (üblicherweise innerhalb von 7 Tagen). Zur Rezidivprophylaxe wird eine Kombination aus Acetylsalicylsäure und Protonenpumpenblocker der Monotherapie mit Clopidogrel vorgezogen.

  1. Barkun AN et al. International consensus recommendations on the management of patients with nonvariceal upper gastrointestinal bleeding. Ann Intern Med 2010 Jan 19; 152:101.
  2. Nichtvariköse obere gastrointestinale Blutung - Leitlinien aus Kanada, 2003/2004
Schlüsselwörter: Magenblutung, Nichtvariköse Obere Gastrointestinale Blutung, blutungsstillung, clips, koagulation, GI-Blutung, magenblutung, Hämoglobin-Wert, stillen, epinephrin, ösophagus-varizen, Leitlinien, Magengeschwür, Ulcus, PPI, Protonen-Pumpen-Hemmer, adrenalin epinephrin spritzen,infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 
 

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Stand: 25. Mai 2013