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Tiefe
Beinvenenthrombose: komplette Kompressionssonographie vs. Proximale
Kompressionssonographie, 2010
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Bei
Patienten mit Verdacht auf eine tiefe
Beinvenenthrombose kann eine Thrombose übersehen
werden, wenn eine Kompressionsonographie nur
proximal durchgeführt wird. Daher erhalten
Patienten mit einem anfänglich negativen Befund bei
der proximalen Kompressionssonographie häufig eine
zweite Untersuchung nach 5 bis 7 Tagen. Ein
alternatives Vorgehen könnte die Durchführung
einer einzigen kompletten Kompressionssonographie
des ganzen Beines sein. Eine aktuelle Studie (1) ging
dieser Fragestellung nach, und verglich die beiden
Vorgehensweisen.
Die
Ergebnisse zeigten, dass das Risiko für eine
venöse Thromboembolie des Beins nach einer einzigen
negativen kompletten Kompressionssonographie gering
war. Wenn eine komplette Kompressionssonographie
nicht erhältlich ist, könnte weiterhin die
proximale Kompressionssonographie mit
Kontrolluntersuchung eingesetzt werden.
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Wie
hoch ist das Risiko einer tiefen Beinvenenthrombose nach einer
einzigen negativen kompletten Kompressionssonographie?
Bei
Patienten mit Verdacht auf tiefe Venenthrombose der unteren
Extremität ist die Kompressionssonographie in der Regel die erste
Untersuchung zur Bestätigung oder zum Ausschluss einer tiefen
Beinvenenthrombose. Patienten mit einem anfänglich negativen Befund
bei der Kompressionssonographie benötigen häufig eine erneute
Untersuchung nach 5 bis 7 Tagen. Durch die Kompressionssonographie des
ganzen Beins können eine proximale und eine distale tiefe
Beinvenenthrombose mit einer einzigen Untersuchung ausgeschlossen
werden.
Das
Ziel einer amerikanischen Studie, die im „Journal of American
Medicine“ erschien, war die Bestimmung des Risikos einer tiefe
Beinvenenthrombose bei Patienten mit Verdacht auf tiefe Venenthrombose
der unteren Extremität nach einer einzigen negativen kompletten
Kompressionssonographie und ohne anschließende
Antikoagulationstherapie. Die Datenquellen MEDLINE, EMBASE, CINAHL,
LILACS, Cohrane und Health Technology Assessments-Datenbanken wurden
auf zwischen Januar 1970 und November 2009 veröffentlichte Artikel
hin untersucht. Eine zusätzliche Suche wurde mit Hilfe von
Internetquellen, Referenzlisten und Expertenkontakten durchgeführt.
Randomisierte kontrollierte Studien und prospektive Kohortenstudien
über Patienten mit Verdacht auf tiefe Beinvenenthrombose und
negativer Kompressionssonographie, die keine Antikoagulation erhalten
hatten und mindestens 90 Tage lang auf venöse Thromboembolien
nachbeobachtet wurden, wurden eingeschlossen. Zwei Autoren führten
unabhängig voneinander Review und Datenextraktion bezüglich einer
einzelnen negativen Kompressionssonographie, dem Auftreten einer
venösen Thromboembolie während der Nachbeobachtungszeit sowie der
Studienqualität durch.
Ergebnisse:
Sieben
Studien mit insgesamt 4731 Patienten mit negativer kompletter
Kompressionssonographie ohne anschließende Antikoagulationstherapie
wurden eingeschlossen. Von diesen hatten bis zu 647 (13,7%) Patienten
eine aktive Krebserkrankung und bis zu 725 (15,3%) kürzlich einen
größeren chirurgischen Eingriff. Die meisten Teilnehmer waren
ambulante Patienten. Todesfälle in Zusammenhang mit einer venösen
Thromboembolie bzw. dem Verdacht auf eine venöse Thromboembolie
traten bei 34 Patienten (0,7%) auf, darunter 11 (32,4%) Patienten mit
distaler tiefer Beinvenenthrombose, 7 Patienten mit proximaler tiefer
Beinvenenthrombose (20,6%), 7 Patienten mit nicht tödlich
verlaufender pulmonaler Embolie (20,6%) und 9 Patienten (26,5%), die
möglicherweise im Zusammenhang mit einer venösen Thromboembolie
verstarben. Mit Hilfe eines Random-Effect-Regressionsmodell mit
inverser Varianzanalyse war die kombinierte Rate für venöse
Thromboembolien nach drei Monaten 0,57%.
Fazit:
Das
Risiko für eine venöse Thromboembolie des Beins nach einer einzigen
negativen kompletten Kompressionssonographie war während der
dreimonatigen Nachbeobachtungszeit auch ohne anschließende
Antikoagulationstherapie nur gering.
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- Johnson
SA et al. Risk of deep vein thrombosis following a single negative
whole-leg compression ultrasound: A systematic review and
meta-analysis. JAMA 2010 Feb 3; 303:438.
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ultraschall, embolie, Thrombose, doppler-sonographie, Ultraschall, marcumar,
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