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Lipidsenker-Therapie
und Blutungsrisiko unter Marcumar-Patienten, 2010
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Der
Beginn einer Therapie mit einem Fibrat oder einem
Statin, welches CYP3A4-Enzyme hemmt, darunter auch
Atorvastatin (Sortis®), war unter
Warfarin-Benutzern (in Deutschland wird dafür oft
Marcumar® verwendet) mit
einem erhöhten schweren Blutungsrisiko verbunden.
Bei
Patienten mit Lipidsenker- und Warfarin-Therapie
sollte die INR-Wert zumindest am Beginn der
Warfarin-Therapie engmaschig kontrolliert werden.
Pravastatin (Pravasin®), welches das
Warfarin-Metabolismus nicht beeinflusst, war nicht
mit einem erhöhten Blutungsrisiko assoziiert.
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Beginn
einer Therapie mit Fibraten oder Statinen bei Patienten unter
Warfarin-Behandlung und das Risiko gastrointestinaler Blutungen.
ZIEL:
Es sollte untersucht werden, ob der Beginn einer Therapie mit einem
Fibrat oder einem Statin bei Benutzern von Warfarin das Risiko einer
Aufnahme in ein Krankenhaus aufgrund einer gastrointestinalen Blutung
erhöht.
METHODEN:
Es wurden Kostenerstattungs-Antragsdaten aus Medicaid (1999-2003)
benutzt, um eine im Medicaid-Programm verschachtelte, beobachtende
Fall-Kontroll-Studie durchzuführen, welche sämtliche Personen-Zeit
der Exposition gegenüber Warfarin bei Patienten im Alter von
mindestens 18 Jahren (n=353.489) beinhaltet. Den gastrointestinalen
Blutungs-Fällen wurden entsprechend dem Index-Datum und dem
Bundesland durch Matching jeweils 50 Kontroll-Fälle zugeordnet.
ERGEBNISSE:
Langzeit-Benutzer von Warfarin hatten ein erhöhtes relatives Risiko
für gastrointestinale Blutungen bei Beginn einer Therapie mit
Gemfibrozil (1,88, 95% Konfidenz-Intervall [KI]: 1,00-3,54 bei
erstmaliger Verschreibung; 1,75, 95% KI: 0,77-3,95 bei einer zweiten
Verschreibung), mit Simvastatin (1,46, 95% KI: 1,03-2,07 bei
erstmaliger Verschreibung; 1,60, 95% KI: 1,07-2,39 bei einer zweiten
Verschreibung) oder mit Atorvastatin (1,39, 95% KI: 1,07-1,81 bei
erstmaliger Verschreibung; 1,05, 95% KI: 0,73-1,52 bei einer zweiten
Verschreibung). Im Gegensatz dazu wurde kein erhöhtes Risiko gefunden
bei Beginn einer Therapie mit Pravastatin (relatives Risiko 0,75, 95%
KI: 0,39-1,46 bei erstmaliger Verschreibung; 0,90, 95% KI: 0,43-1,91
bei einer zweiten Verschreibung).
SCHLUSSFOLGERUNGEN:
Der Beginn einer Therapie mit einem Fibrat oder einem Statin welches
CYP3A4-Enzyme hemmt, darunter auch Atorvastatin, war bei
Warfarin-Benutzern mit einem erhöhten Risiko für eine Aufnahme in
ein Krankenhaus aufgrund einer gastrointestinalen Blutung verbunden.
Der Beginn einer Therapie mit Pravastatin, welches hauptsächlich
unverändert wieder ausgeschieden wird, war nicht mit einem erhöhten
Risiko assoziiert.
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- Schelleman
H et al. Fibrate/statin initiation in warfarin users and
gastrointestinal bleeding risk. Am J Med 2010 Feb; 123:151.
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Schlüsselwörter:International
Normalized Ratio, INR, Quick-Wert, antikoagulation, Fibrate,
Cholesterin-Senkung, Statine, Rhabdomyolyse, Blutung, Gerinnungsfaktor VIIa,
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