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Eisengabe
für Anämie nach Schenkelhalsfraktur-OP? 2010
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300
Patienten mit einem Hämoglobin-Wert unter 11,0 g/dL
nach operativer Behandlung einer
Schenkelhals-Fraktur wurden randomisiert. Sie wurden
entweder einer 28-tägigen Therapie mit Eisen-Sulfat
oder keiner Eisen-Therapie zugeteilt.
Eisensubstitution
zeigte nach 6 Wochen keinen klinisch relevanten
Vorteil, beide Gruppen hatten einen ähnlichen
Hämoglobin-Anstieg um 2,0g/dL.
Demnach
sind die einzigen Patienten, die eine
Eisensubstitution erhalten sollten, die jenigen mit
einer manifesten Eisenmangelanämie in Labortests.
Zudem sollten bei diesen Patienten eine Diagnostik
durchgeführt werden, da Blutverlust nach einer
Schenkelhalsfraktur normalerweise nicht mit einem
akuten Eisenmangelanämie einhergeht.
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Eisen-Ergänzungstherapie
bei Anämie nach operativer Behandlung einer Schenkelhalsfraktur: Eine
randomisierte Studie von 300 Patienten
HINTERGRUND:
Eine Anämie, welche als Konsequenz eines operativen Eingriffs
auftritt, wird oft mit einer Eisen-Therapie behandelt. Die Evidenzlage
für diese Praxis ist begrenzt. Um festzustellen, ob eine orale
Eisen-Therapie vorteilhaft in der Behandlung einer Anämie nach einem
operativen Eingriff ist, führten die Autoren eine prospektive,
randomisierte, kontrollierte Studie durch.
METHODEN:
300 Patienten mit einem Hämoglobin-Wert unter 110 g/L nach operativer
Behandlung einer Schenkelhals-Fraktur wurden randomisiert entweder
einer 28-tägigen Therapie mit Eisen-Sulfat oder keiner Eisen-Therapie
zugeteilt. Hämoglobin-Werte wurden sechs Wochen nach der Operation
gemessen. Die Länge des Krankenhausaufenthaltes und die Mortalität
nach einem Jahr wurden zwischen den beiden Gruppen verglichen.
ERGEBNISSE:
Die durchschnittliche Zunahme des Hämoglobins sechs Wochen nach der
Entlassung aus dem Krankenhaus betrug 21 g/L in der Gruppe mit
Eisen-Therapie, verglichen mit 18 g/L in der Gruppe ohne
Eisen-Therapie (p=0,07). Es gab keinen signifikanten Unterschied
zwischen den beiden Gruppen im Bezug auf die Länge des
Krankenhausaufenthaltes oder die Mortalität. 17 Prozent der
Patienten, welche einer Eisen-Therapie zugeordnet worden waren, gaben
an, ungünstige Nebenwirkungen aufgrund der Medikation entwickelt zu
haben.
SCHLUSSFOLGERUNGEN:
Die aktuelle Studie zeigt, dass eine Eisen-Therapie bei der Behandlung
einer Anämie nach einer Schenkelhals-Fraktur keinen klinisch
relevanten Vorteil besitzt.
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- Parker
MJ. Iron supplementation for anemia after hip fracture surgery: A
randomized trial of 300 patients. J Bone Joint Surg Am 2010 Feb;
92:265.
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Schlüsselwörter: blutarmut, blutungen,
Eisen-Gabe, Anämie, Eisen-substitution, Schenkelhalsfraktur-Operation, ek,
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krankheiten,
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