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Postpartale
Infektionsrisiko: Ursachen für die Wiederaufnahme der Mütter nach der
Entbindung, 2010
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Studie
(1): Nicht-urogenitale
Infektionen waren unter anderem die häufigsten
Ursachen für eine Wiederaufnahme innerhalb von 6
Wochen nach Entbindung. Eine nur kurze Zeit
zurückliegende Schwangerschaft erhöht das Risiko
einer Pneumonie, einer Appendizitis und einer
Cholezystitis.
Wiederaufnahme-Rate
wegen Pneumonie, Cholezystitis Endometritis, Sepsis,
Erysipel und nekrotisierende Fasciitis war unter
Frauen, die sich einer Kaiserschnitt-Eingriff
unterzogen hatten, höher.
Ärzte
sollten bei Frauen mit Symptomen einer Infektion
innerhalb von 6 Wochen postpartal eine Pneumonie,
Appendizitis und Cholezystitis in Betracht ziehen.
Die
Kaiserschnitt-Geburtenrate steigt trotz aller
Warnungen in den westlichen Ländern unvermindert
an. Daher ist es zu erwarten, dass auch das
Auftreten der infektionsbedingten Komplikationen
ansteigen wird.
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Die
Wiederaufnahme von Müttern in ein Krankenhaus nach der Entbindung:
Evidenz für ein häufigeres Auftreten von nicht-urogenitalen
Infektionen in der Phase unmittelbar nach der Geburt.
ZIEL:
Das Ziel dieser Studie war es, die Gründe für eine stationäre
Wiederaufnahme in ein Krankenhaus nach der Geburt zu analysieren.
STUDIEN-GESTALTUNG:
Es wurde eine Datenbank-Analyse von Wiederaufnahmen in ein Krankenhaus
innerhalb von sechs Wochen nach der Geburt im Jahr 2007 durchgeführt,
mit einem verlängerten Beobachtungszeitraum (180 Tage) bei Pneumonie,
Appendizitis und Cholezystitis. Es wurden lineare
Regressions-Analysen, Kurven-Ausgleichungsrechnungen und die
Gerhan-Breslow-Statistik mit einer paarweisen Analyse nach Holm-Sidak
für mehrfache Vergleiche benutzt. Wahrscheinlichkeits-Werte kleiner
als 0,05 wurden als signifikant betrachtet.
ERGEBNISSE:
Von 222.751 Frauen nach Entbindung wurden 2.655 Frauen (1,2%)
innerhalb von sechs Wochen wieder in ein Krankenhaus aufgenommen
(0,83% aller vaginalen Entbindungen gegenüber 1,8% aller Entbindungen
durch Kaiser-Schnitt; P < 0,001). Ein hoher Anteil der
Wiederaufnahmen geschah innerhalb der ersten sechs Wochen: Von allen
Wiederaufnahmen aufgrund einer Pneumonie wurden 84% innerhalb der
ersten sechs Wochen nach Entbindung durchgeführt, bei Appendizitis
waren dies 43%, bei Cholezystitis 46%. Die kumulativen
Wiederaufnahme-Häufigkeiten waren innerhalb der ersten sechs Wochen
nach Entbindung höher als in den nächsten 20 Wochen
(Pneumonie-Kurvengradient: 3,7 gegenüber 0,11;
Appendizitis-Kurvengradient: 1,1 gegenüber 0,36;
Cholezystitis-Kurvengradient: 6,6 gegenüber 1,7).
SCHLUSSFOLGERUNG:
Eine postpartale Wiederaufnahme in ein Krankenhaus ist meist
infektiös begründet. Eine nur kurze Zeit zurückliegende
Schwangerschaft erhöht das Risiko einer Pneumonie, einer Appendizitis
und einer Cholezystitis.
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- Belfort
MA et al. Hospital readmission after delivery: Evidence for an
increased incidence of nonurogenital infection in the immediate
postpartum period. Am J Obstet Gynecol 2010 Jan; 202:35.e1
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Schlüsselwörter:Schwangerschaft, geburt,
infektion,Wiederaufnahme, Krankenhaus, Entbindung, operation, Pneumonie,
lungenentzündung, Appendizitis, blinddarmentzündung, Cholezystitis,
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