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Prävention
vom plötzlichen Herztod bei Sportlern, 2010
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Screening
der Sportler nach Herzkrankheiten ist
kosteneffektiv, aber schwierig in die Praxis
umzusetzen
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Herzkrankheiten
sind die häufigsten Ursache für einen plötzlichen
Tod bei ansonsten gesunden Sportlern. Die
internationale Sport-Organisationen empfehlen ein
EKG-Screening für Sportler. In zwei Studien (1,2)
haben Wissenschaftler die Wirksamkeit dieser
Maßnahme bei Hochschulsportlern in den USA
untersucht.
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Bei
der ersten Studie (1) waren Anamnese-Erhebung und
körperliche Untersuchung waren medizinisch wirksam
(0,56 life-years per 1000 athletes) , und
kosteneffektiv. EKG-Untersuchung zusätzlich zu den
beiden Maßnahmen steigerte die klinische
Wirksamkeit (2.06 life-years per 1000 athletes) und
die Kosteneffizienz weiter. EKG-Screening alleine
war kosteneffektiver als Anamnese/körperliche
Untersuchung.
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In
der zweiten Studie (2) wurden bei 510 Sportlern aus
der Harvard-Universität ein Screening mit Anamnese
plus körperliche Untersuchung, EKG und
transthorakalem Echokardiographie (TTE als
Goldstandard) durchgeführt.
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11
TTE-Befunde zeigten kardiale Abnormalitäten (2,2%).
Anamnese/körperliche
Untersuchung alleine hatten 5 Fälle davon entdeckt,
und EKG alleine ebenfalls 5 Fälle diagnostiziert.
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Von
den 3 TEE-Befunden, die zu einem Sport-Verbot
geführt hatten, wurde 1 Fall durch
Anamnese/körperliche Untersuchung, und 2 Fälle
durch EKG diagnostiziert.
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EKG
hatte eine falsch-positive Rate von 16,9%. Diese
falsch-positive pathologische EKGs, die nicht zu
einem Sport-Stopp geführt haben, zeigten häufig
physiologische Remodelierung des Herzens
(wahrscheinlich durch Sport bedingt). Die
falsch-positive-Rate von Anamnese/körperliche
Untersuchung betrug im Vergleich dazu 5,5%.
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Also,
Zusatz von EKG zu Anamnese/körperliche Untersuchung
erhöht die Gesamt-Sensitivität des
kardivaskulären Screenings bei Sportlern. Diese
Strategie geht jedoch mit einer erhöhten Rate an
falsch-positiven Ergebnissen bei der
EKG-Untersuchung einher.
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Fazit:
Zusatz der EKG-Untersuchung zu Anamnese/körperliche
Untersuchung war bei dem Screening der Sportler nach
kardiovaskulären Krankheiten einerseits klinisch
wirksam und kostenffektiv, andererseits führte es
jedoch zu einer erhöhten Rate an falsch-positiven
Befunden.
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- Wheeler
MT et al. Cost-effectiveness of preparticipation
screening for
prevention of sudden cardiac death in young
athletes. Ann Intern Med 2010
Mar 2; 152:276
- Baggish
AL et al. Cardiovascular screening in college
athletes with and
without electrocardiography: A cross-sectional
study. Ann Intern Med 2010
Mar 2; 152:269
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