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Reduktion
katheterassoziierter Bakteriämien auf Intensivstation, 2010
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Studie
(1): Einfache Maßnahmen -wie Händehygiene,
Hautdesinfektion mit Chlorhexidin, Vermeiden der
Femoralis-Zugänge, und Entfernen von nicht mehr
notwendigen Kathetern- reduzierte signifikant
katheterassoziierter Bakteriämien auf
Intensivstation. Dadurch könnten möglicherweise
Tausende von Infektionen und Todesfälle verhindert
werden.
Medknowledge-Anmerkung:
In dem Abstract wird der Begriff
"Katheter" leider nicht weiter
spezifiziert. Es ist jedoch davon auszugehen, dass
es damit jegliche Anlage von Kathetern,
einschließlich Zentralvenenkatheter (ZVK), gemeint
ist.
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Nachhaltige
Reduktion katheterassoziierter Bakteriämien auf Intensivstation: Eine
Beobachtungsstudie aus Michigan.
ZIELE:
In der Studie wurde analysiert, in wie weit die zuvor in einem
Keystone ICU-Projekt analysierte Reduktion katheterassoziierter
Bakteriämien auf Intensivstation in der Folgezeit aufrechterhalten
werden konnte. In der kooperativen Kohortenstudie wurden Maßnahmen
zur Verbesserung der Patientensicherheit umgesetzt und evaluiert. ORT:
Intensivstationen, überwiegend in Michigan, USA.
INTERVENTION:
Im Rahmen des Projektes sollten von den Ärzten fünf Evidenz-basierte
Maßnahmen durchgeführt werden, um die Rate der katheterassoziierten
Bateriämien zu senken. Dabei war die Infektionsrate zu bestimmen und
zu melden. Während der Nachbeobachtungsphase sollten die Maßnahmen
vom Personal der Intensivstationen weiterhin durchgeführt werden. Die
Daten zur Infektionsrate sollten monatlich dokumentiert und den
entsprechenden Ansprechpartnern gemeldet werden. BESTIMMUNG DES
HAUPTOUTCOME: Während der Nachbeobachtungsphase (19-36 Monate nach
Einführung der Maßnahmen) sollten die Vierteljahresraten
katheterassoziierter Bakteriämien pro 1000 Kathetertage bestimmt
werden.
ERGEBNISSE:
Etwa neunzig Prozent (87%) der ursprünglich 103 Intensivstationen
nahmen an der Nachbeobachtung teil. Während dieser Zeit wurden Daten
von 1532 Monaten auf Intensivstation und 300 310 Kathetertagen
gesammelt. Die durchschnittliche und mediane Rate katheterassoziierter
Bakteriämien sank von anfangs 7,7 und 2,7 (Interquartilenbereich
0,6-4,8) auf 1,3 und 0 (0-2,4) zum Zeitpunkt 16-18 Monate nach
Maßnahmeneinführung und auf 1,1 und 0 (0,0-1,2) zum Zeitpunkt 34-36
Monate. Die Multilevel-Regressionsanalyse ergab eine Reduktion des
relativen Risikos einer Bakteriämie von 0,68 (95%-Konfidenzintervall
0,53-0,88) zum Zeitpunkt 0-3 Monate auf 0,38 (0,26-0,56) zum Zeitpunkt
16-18 Monate und auf 0,34 (0,24-0,48) zum Zeitpunkt 34-36 Monate nach
Einführung der Maßnahmen. Während der Nachbeobachtungsphase war die
mittlere Bakteriämie-Rate gegenüber der initialen Periode bis 18
Monate nicht signifikant verändert (-1%, 95%-Konfidenzintervall -9%
bis 7%).
SCHLUSSFOLGERUNGEN:
Die in den 18 Monaten nach Maßnahmeneinführung erreichte
Verringerung der Rate katheterassoziierter Bakteriämien blieb weitere
18 Monate erhalten, wenn die teilnehmenden Intensivstationen die
Maßnahmen umsetzten. Sollte sich dies bei breiter Anwendung
bestätigen, könnten Morbidität und Kosten von katheterassoziierten
Bakteriämien wesentlich verringert werden.
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- Pronovost
PJ et al. Sustaining reductions in catheter related bloodstream
infections in Michigan intensive care units: Observational study.
BMJ 2010 Feb 4; 340:c309.
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Schlüsselwörter:zvk, zentralvenöse
katheter, katheter, patient, harnblasenkatheter, infektion, sepsis,
notaufnahme, katheterassoziierte Bakteriämie auf Intensivstation,
blasenkatheter, zentralvenenkatheter, subclaviakatheter, zugang,
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