|
| |
Pregabalin
(Lyrica®) zur Behandlung HIV-assoziierter Neuropathie, 2010
|
|
|
|
Pregabalin
(Lyrica®) hatte zur Behandlung schmerzhafter
Neuropathien bei HIV eine ähnliche Wirkung wie
Placebo.
Neuropathische Schmerzen besserten sich sowohl unter
Pregabalin (Lyrica®) als auch unter Placebo.
|
|
Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
|
|
Pregabalin
zur Behandlung schmerzhafter Neuropathien bei HIV: eine randomisierte,
placebokontrollierte Doppelblindstudie.
ZIEL:
Pregabalin ist bei verschiedenen neuropathischen Schmerzsyndromen
wirksam. In der vorliegenden Studie wurden Wirksamkeit, Sicherheit und
Toleranz in der Behandlung schmerzhafter Neuropathien bei HIV
untersucht.
METHODEN:
Eine randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie mit
Parallelgruppen wurde durchgeführt. Die Studie umfasste eine
2-wöchige Phase mit doppelt-verblindeter Dosisanpassung (150-600
mg/Tag, b.i.d.), eine 12-wöchige Erhaltungsphase mit
Doppelverblindung und eine optionale 3-monatigen Extensionsphase mit
open-label-Einsatz. Hauptbestimmungspunkt der Wirksamkeit war die
Bewertung auf der 11-Punkte-NPRS-Skala (Numerische
Schmerz-Rating-Skala/Numeric Pain Rating Scale). Als sekundärer
Bestimmungspunkt wurde der Patienteneindruck hinsichtlich der
Veränderungen bestimmt (PGIC, Patient Global Impression of Change)
und Schlafanalysen durchgeführt.
ERGEBNISSE:
Zu Studienbeginn lag der mittlere NPRS-Score von Patienten der
Pregabalin-Gruppe (n = 151) bei 6,93 und von Patienten der
Placebo-Gruppe (n = 151) bei 6,72. Die durchschnittliche tägliche
Dosis von Pregabalin betrug 385,7 (SD 160,3) mg/Tag. Am
Studienendpunkt zeigte sich in der Pregabalin- sowie der
Placebo-Gruppe eine wesentliche Verringerung des mittleren NPRS-Scores
gegenüber des Anfangswertes: -2,88 versus -2,63, p = 0,3941. Die
Pregabalin-Gruppe zeigte deutlichere Verbesserungen als die
Placebo-Gruppe sowohl in Woche 1 (-1,14 versus -0,69; p = 0,0131), als
auch in Woche 2 (-1,92 versus -1,43; p = 0,0393), Woche 7 (-3,22
versus -2,53; p = 0,0307) und Woche 8 (-3,33 versus -2,53; p =
0,0156). Bei allen anderen Zeitpunkten waren die Unterschiede der
Gruppen nicht signifikant. Auch die Schlafanalysen und der
7-Punkte-PGIC-Score unterschieden sich in den Behandlungsgruppen
nicht. Allerdings zeigten die stark verringerten PGIC-Werte, dass
82,8% der Pregabalin- und 66,7% der Placebopatienten sich selbst in
eine der drei Kategorien „verbessert“ einstuften (p= 0,0077). Die
häufigsten Nebenwirkungen von Pregabalin waren Schläfrigkeit und
Schwindelgefühl.
SCHLUSSFOLGERUNGEN:
Pregabalin wurde von den Patienten gut toleriert, war aber bei der
Behandlung schmerzhafter Neuropathien bei HIV der Placebogabe nicht
überlegen. Faktoren zur Vorhersage einer analgetischen Wirkung bei
Neuropathien von HIV-Patienten bedürfen weiterer Untersuchungen.
Evidenzklassifizierung: Im Rahmen der Klasse II-Studie war Pregabalin
in der Behandlung schmerzhafter Neuropathien bei HIV nicht wirksamer
als Placebo.
|
- Simpson
DM et al. Pregabalin for painful HIV neuropathy: A randomized,
double-blind, placebo-controlled trial. Neurology 2010 Feb 2;
74:413
|
|
|
|
Schlüsselwörter: Pregabalin, Lyrica,
schmerzhafter Neuropathien, schmerzen, Aids, hiv, Epilepsie, Neuropathie,
Neuropathische Schmerzen, partielle Anfälle, PNP, diabetische Neuropathie
und postherpetische Neuralgie, analgesie, analgetika, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken,
krankenhäuser, Therapie,
infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien,
krankheiten,
|
| |
|