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Dyspepsie: Endoskopie-Befunde bei Patienten mit Sodbrennen - US-Leitlinie zur Dyspepsie-Management, 2010

Müssen alle Patienten mit Sodbrennen umgehend gastroskopiert werden?: Von Patienten selbst berichtete Dyspepsie (Sodbrennen) korreliert nicht mit pathologischen Endoskopie-Befunden. Fast dreiviertel der Patienten mit Dyspepsie-Beschwerden hatten keinen pathologischen Befund bei der Gastroskopie.

Es gibt noch Unsicherheiten hinsichtlich der Korrelation von Dyspepsie-Syndromen und Endoskopie-Befunden. Eine aktuelle Studie (1) ging dieser Frage bei 1533 Einwohnern von zwei kleinen Dörfern in Italien nach. Alle Teilnehmer beantworteten Fragebogen zu gastrointestinalen Beschwerden, und jeder (mit oder ohne Beschwerden) wurde einer Gastroskopie und Atemtest für Helicobacter-Pylori-Infektion unterzogen.

Nach den Fragenbogen-Ergebnissen waren 53% der Teilnehmer asymptomatisch (ohne Beschwerden), 28% mit ausgeprägter Dyspepsie (mit oder ohne begleitendes Refluxsyndrom), und 11% nur mit Refluxsyndromen. 8% der Teilnehmer gaben Alarmsymptome (Gewichtsabnahme, Blut auf Stuhlgang, Schluckbeschwerden, rezidivierendes Erbrechen) an.

Die Endoskopie-Untersuchung brachte folgende Ergebnisse:

  • Die Häufigkeit der pathologischen Befunde lagen in beiden Gruppen nicht weit auseinander: bei 17,6% der asymptomatischen Teilnehmern und bei 27,4% der Teilnehmer mit dyspeptischen Beschwerden.

  • 40% der Teilnehmer mit pathologischem Gastroskopie-Befund hatte bei der anfänglichen Befragung keine Beschwerden angegeben.

  • Die häufigsten Diagnosen waren: Ösophagitis (12%), Magenulkus (6%), erosive Gastritis (5%), Barrett-Ösophagus (1%), und Neoplasien (1%).

  • Pathologische Befunde wurden bei 34% der Teilnehmer mit Reflux-Syndromen und bei 35% der Teilnehmer mit Alarm-Symptomen festgestellt.

  • Helicobacter-Infektion: 58% der Patienten zeigten beim Atemtest ein positives Ergebnis für H. Pylori-Infektion.

Fazit: Fast dreiviertel der Patienten mit Dyspepsie-Beschwerden hatten trotz hoher allgemeiner Prävalenz einer H. Pylori-Infektion keinen pathologischen Befund bei der Gastroskopie. Umgekehrt hatten viele asymptomatische Teilnehmer pathologisches Gastroskopie-Ergebnis (ca. 40%).

Anscheinend korrelieren die Endoskopie-Befunde nicht mit den von den Patienten angegebenen Dyspepsie-Syndromen.

Die US-Leitlinien (2) schlagen bei Patienten mit Dyspepsie-Beschwerden eine praktische Vorgehensweise vor:

  • Bei jungen Patienten wird eine empirische Therapie mit Protonenpumpenhemmern oder eine Teste- und Behandle-Strategie anhand der Ergebnisse eines H. Pylori-Testes empfohlen.

  • Bei Patienten mit Alarm-Symptomen und bei älteren Patienten (Alter> 55 Jahre) wird eine umgehende endoskopische Untersuchung empfohlen.

  1. Zagari RM et al. Dyspeptic symptoms and endoscopic findings in the community: The Loiano–Monghidoro Study. Am J Gastroenterol 2010 Mar; 105:565.
  2. Guidelines for the Management of Dyspepsia. American Journal of Gastroenterology 2005
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Stand: 25. Mai 2013