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Antidepressivum
Venlafaxin (Trevilor®) und Risiko für plötzlichen Herztod, 2010
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Venlafaxin
(Trevilor) ist ein
Serotonin-Norepinephrin-Reuptake-Inhibitor (SNRI)
und wird gegen Depression eingesetzt. Es hatte
Beobachtungsstudien gegeben, deren Ergebnisse dem
Antidepressivum Venlafaxin (Trevilor) aufgrund einer
möglichen Kardiotoxizität mit vermehrtem
plötzlichem Herztod in Verbindung gebracht hatten.
Eine aktuelle Fall-Kontroll-Studie in BMJ ging
dieser Frage nach. Die ERgebnisse zeigten, dass
Venlafaxin (Trevilor) im Vergleich zu Fluoxetin,
Dosulepin oder Citalopram mit keinem übermäßigen
Risiko für plötzlichen Herztod oder
lebensgefährliche Herzereignisse assoziiert ist.
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Plötzlicher
Herztod und lebensgefährliche Ereignisse unter Venlafaxin im
Vergleich zu anderen Antidepressiva: Eine Fallkontrollstudie im
Nested-Design.
ZIEL:
In der Studie sollte untersucht werden, ob die Einnahme des
Antidepressivums Venlafaxin im Vergleich zu anderen gebräuchlichen
Antidepressiva mit einem gesteigerten Risiko für plötzlichen Herztod
oder lebensgefährliche Herzereignisse assoziiert ist. DESIGN:
Bevölkerungsbasierte Beobachtungsstudie. STUDIENART: Anhand einer
neuen Subkohorte der United Kingdom General Practice Research Database
wurde eine Fallkontrollstudie im Nested-Design durchgeführt.
TEILNEHMER:
Patienten mit erstmaliger Einnahme von Venlafaxin, Fluoxetin,
Citalopram oder Dosulepin am oder nach dem 1. Januar 1995, im Alter
von 18 - 89 Jahren und mit Diagnose einer Depression oder
Angststörung wurden eingeschlossen. Die Teilnehmer wurden bis Februar
2005 nachbeobachtet, sofern nicht zuvor einer der folgenden Parameter
auftrat: plötzlicher Herztod oder lebensgefährliches Herzereignis
(mit Hinweis in der Patientenakte auf nicht-tödliche akute
ventrikuläre Tacharrythmie), plötzlicher Tod mit kardialer Ursache
oder Tod außerhalb des Krankenhauses aufgrund akutem ischämischen
Herzereignis. Je Fall wurden 30 Kontrollen nach Alter, Geschlecht,
Kalenderzeit und Indikation abgeglichen ausgewählt. Anhand
konditionaler logistischer Regressionsanalyse wurde die adaptiert Odds
Ratio von plötzlichem Herztod und lebensgefährlichem Herzereignis
unter Venlafaxin mit Fluoxetin, Citalopram und Dosulepin verglichen.
ERGEBNISSE:
207 384 Teilnehmer wurden für durchschnittlich 3,3 Jahre
nachbeobachtet. Dabei traten 568 Fälle von plötzlichem Herztod oder
lebensgefährlichem Herzereignis auf, welche mit 14 812 Kontrollen
abgeglichen wurden. Die adaptierte Odds Ratio eines mit Venlafaxin
assoziierten plötzlichen Herztods oder lebensgefährlichen
Herzereignisses betrug im Vergleich zu Fluoxetin 0,66
(95%-Konfidenzintervall 0,38 – 1,14), im Vergleich zu Citalopram
0,89 (0,50 – 1,60) und im Vergleich zu Dosulepin 0,83 (0,46 –
1,52).
SCHLUSSFOLGERUNGEN:
In dieser großen bevölkerungsbasierten Studie bei Patienten mit
Depressionen oder Angststörungen war der Einsatz von Venlafaxin im
Verglich zu Fluoxetin, Dosulepin oder Citalopram mit keinem
übermäßigen Risiko für plötzlichen Herztod oder
lebensgefährliche Herzereignisse assoziiert.
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- Martinez
C et al. Use of venlafaxine compared with other antidepressants
and the risk of sudden cardiac death or near death: A nested
case-control study.
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Schlüsselwörter:Herz,
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