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Vorhofflimmern: strenge oder weniger strenge Herzfrequenzkontrolle, 2010

Studie (1): Bei Patienten mit persistierendem Vorhofflimmern (AF: Atrial Fibrillation) gibt es zwei Therapie-Möglichkeiten: Kardioversion und anschliessend Antiarrhytmika zur Sinusrhytmus-Aufrechterhaltung oder medikamentöse Herzfrequenzkontrolle. Die medikamentöse Einstellung der Herzfrequenz bei Vorhofflimmern galt als eine weitere Therapieoption nach erfolglosen Kardioversionsversuchen, die in den letzten Jahren vor allem bei älteren Patienten zunehmend empfohlen wird (2).. Eine aktuelle Studie ging der Frage nach, ob eine strenge Herzfrequenzkontrolle bei Patienten mit Vorhofflimmern Vorteile gegenüber einer weniger strengen bringt. Dabei wurde eine strenge Herzfrequenzkontrolle als <80 Schläge/min in Ruhe und <110 Schläge/min während leichter körperlicher Belastung, und nicht-strenge Herzfrequenzkontrolle als <110 Schläge/ min in Ruhe definiert.

Die Ergebnisse zeigten, dass eine milde Herzfrequenzkontrolle bei Patienten mit chronischem Vorhofflimmern ebenso effektiv wie eine strenge Herzfrequenzkontrolle ist, außerdem ist sie leichter zu erreichen.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Bringt eine strenge Herzfrequenzkontrolle bei Patienten mit Vorhofflimmern Vorteile gegenüber einer weniger strengen?

Die Kontrolle der Herzfrequenz ist oft die Therapie der Wahl bei Patienten mit Vorhofflimmern. Richtlinien empfehlen eine strenge Frequenzkontrolle, dies basiert jedoch nicht auf der klinischen Evidenz. Eine niederländische Studie, die im „New England Journal of Medicine“ erschien, untersuchte die Hypothese, daß eine milde Frequenzkontrolle der strengen Kontrolle bei der Prävention kardiovaskulärer Morbidität und Mortalität bei Patienten mit chronischem Vorhofflimmern nicht unterlegen ist.

Es wurden 614 Patienten mit chronischem Vorhofflimmern zu einer Behandlungsstrategie mit milder Frequenzkontrolle (Ruhepulsrate unter 110 Schläge /Minute) oder zu einer strengen Frequenzkontrolle (Ruhepulsrate unter 80 Schläge/Minute und Herzfrequenzrate bei milder sportlicher Betätigung unter 110 Schläge/Minute) randomisiert. Der primäre Zielparameter war eine Kombination aus kardiovaskulärer Mortalität, Hospitalisation wegen Herzinsuffizienz, Schlagfanfall, systemische Embolien, Blutungen und lebensbedrohliche Rhythmusstörungen. Die Nachbeobachtungszeit betrug mindestens zwei Jahre und maximal drei Jahre.

Ergebnisse:

Die geschätzte kumulative Inzidenz des primären Zielparameters nach 3 Jahren betrug 12,9% bei der Gruppe mit der milden Kontrolle und 14,9% bei der Gruppe mit der strengen Kontrolle mit einer absoluten Differenz von – 2,0 Prozentpunkte in Bezug auf die Gruppe mit der milden Kontrolle. Die Häufigkeiten für die Komponenten des primären Zielparameters waren bei beiden Gruppen vergleichbar. Mehr Patienten der Gruppe mit der milden Kontrolle erfüllten die Herzfrequenzziele oder andere Ziele (304 vs. 203 in der Gruppe mit der strengen Kontrolle, 97,7% vs. 67,0 %) bei insgesamt weniger Konsultationen (75 vs. 684). Die Häufigkeiten von Symptomen und Nebenwirkungen waren in beiden Gruppen vergleichbar.

Fazit:

Bei Patienten mit chronischem Vorhofflimmern war eine milde Herzfrequenzkontrolle ebenso effektiv wie eine strenge Herzfrequenzkontrolle, außerdem ist sie leichter zu erreichen.

  1. Van Gelder IC et al. Lenient versus strict rate control in patients with atrial fibrillation. N Engl J Med 2010 Mar 15
  2. Vorhofflimmern - Absolute Arrhythmie: Frequenzkontrolle oder Ryhtmuskontrolle ?
Schlüsselwörter: Vorhofflimmern, Vorhofflattern, Absolute Arrhythmie, metoprolol, beloc, Freqeunzkontrolle, Ryhtmuskontrolle, Ryhtmusierung, Kardioversion, Sinusrhytmus Herzfrequenz, Sotalol, Amiodaron und Beta-Blocker, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 
 

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Stand: 25. Mai 2013