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ASS zur Primärprävention von kardiovaskulären Ereignissen bei asymptomatischen Personen mit niedrigem Knöchel-Arm-Index, 2010

Definition: Der Ankle-Brachial Index (ABI) ist der Quotient aus Knöchelarteriendruck/ systolischer Blutdruck am Arm und beträgt bei gesunden Menschen 0,9 bis 1,3. Je kleiner der Knöchel-Arm-Index, umso größer die Durchblutungsstörung. Ankle-Brachial Index (ABI) wird auch tibio-brachialen Quotient (TBQ) genannt.

Kein Vorteile, selbst in der Gruppe mit einem höheren Risiko für vaskuläre Erkrankungen nicht

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Ist niedrig dosiertes Aspirin® zur Prävention kardiovaskulärer Ereignisse bei asymptomatischen Personen mit niedrigem Knöchel-Arm-Index („ankle-brachial-index“, ABI) sinnvoll?

Beinarterienstenosen weisen oft auf eine generalisierte Atherosklerose hin und können einfach und zuverlässig durch eine dopplersonographische Blutdruckmessung und die Berechnung des Knöchel-Arm-Index („ankle-brachial-index“, ABI) diagnostiziert werden. Ein niedriger Wert von unter 0,9 weist auf eine periphere arterielle Verschlußkrankheit hin und ist außerdem mit der Verdopplung des Risikos für zukünftige koronare und vaskuläre Ereignisse assoziiert. Deshalb sollten Patienten mit einem niedrigen ABI intensive präventive Maßnahmen erhalten, auch wenn sie noch asymptomatisch sind.

Ein niedriger Knöchel-Arm-Index („low ankle brachial index“, ABI) weist auf eine Atherosklerose sowie ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre und cerebrovaskuläre Ereignisse hin. Eine Screeninguntersuchung bezüglich eines niedrigen ABI kann eine asymptomatische Patientengruppe mit einem höheren Risiko identifizieren, die möglicherweise von einer präventiven Behandlung profitieren könnte. Das Ziel einer Studie, die im „Journal of the American Medical Association“ erschien, war die Bestimmung der Wirksamkeit von Aspirin zur Prävention bei Menschen mit niedrigem ABI, die bei einer Screeninguntersuchung der Allgemeinbevölkerung identifiziert worden waren.

Die „Aspirin for Asymptomatic Atherosclerosis“-Studie war eine randomisierte Doppelblindstudie, die von April 1998 bis Oktober 2008 durchgeführt und nach einem Intention-to-treat-Protokoll ausgewertet wurde. Teilnehmer waren 28 980 schottische Männer und Frauen im Alter zwischen 50 und 74, die keine klinische kardiovaskuläre Erkrankung hatten und sich einer ABI-Screeninguntersuchung unterzogen. Von diesen wurden 3350 mit einem niedrigen ABI in die oben genannte Studie eingeschrieben, die eine relative Risikoreduktion von 25% für Ereignisse nachweisen konnte.

Die Intervention bestand aus 100 mg Aspirin pro Tag oder einem Placebo. Der primäre Endpunkt war eine Kombination aus initialem tödlichem bzw. nicht tödlichem Koronarereignis, Schlaganfall oder Revaskularisierung. Die zwei sekundären Endpunkte waren erstens alle initialen vaskulären Ereignisse definiert als Kombination aus einem primären Endpunktereignis oder einer Angina, intermittierenden Claudicatio oder transienten ischämischen Anämie und zweitens die Gesamtmortalität.

Ergebnisse:

Nach einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 8,2 Jahren (1,6 Jahre Standardabweichung) erlitten 357 Teilnehmer ein Ereignis des primären Endpunkts (13,5 pro 1000 Personenjahre). Es wurde kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen gefunden (13,7 Ereignisse pro 1000 Personenjahre in der Aspiringruppe versus 13,3 in der Placebogruppe). Ein vaskuläres Ereignis des sekundären Endpunkts trat bei 578 Teilnehmern auf (22,8 pro 1000 Personenjahre), es fand sich kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen (22,8 Ereignisse pro 1000 Personenjahre in der Aspiringruppe vs. 22,9 in der Placebogruppe. Es gab keinen signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen bezüglich der Gesamtmortalität (176 bzw. 186 Todesfälle). Ein initiale schwere Blutung mit Klinikeinweisung trat bei 34 Teilnehmern (2,5 pro 1000 Personenjahre) der Aspiringruppe und 20 Teilnehmern (1,5 pro 1000 Personenjahre) der Placebogruppe auf.

Fazit:

Bei Studienteilnehmern, die keine klinische kardiovaskuläre Erkrankung, jedoch einen niedrigen Knöchel-Arm-Index aufwiesen, konnte das Risiko für vaskuläre Ereignisse durch die Verabreichung von Aspirin im Vergleich zu einem Placebo nicht signifikant gesenkt werden.

  1. Fowkes FGR et al. Aspirin for prevention of cardiovascular events in a general population screened for a low ankle brachial index: A randomized controlled trial. JAMA 2010 Mar 3; 303:841.
Schlüsselwörter: niedrig dosiertes Aspirin, asymptomatische Personen mit niedrigem Knöchel-Arm-Index, gastrointestinale blutungen, magen-darm-Geschwür, ulkus, primärprävention, sekundärprävention, herzinfarkt, prävention kardiovaskulärer Ereignisse, schlaganfall, blutung, ASS, aspirin, Nutzen-Risikoverhältnis, primärprophylaxe Sekundärprophylaxe, prophylaxe, prävention,infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 
 

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Stand: 25. Mai 2013