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Frauen:
Sport und Zyklusstörungen, 2010
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Studie
(1): Unbemerkte
menstruelle Störungen kommen bei Frauen, die
rigoros Sport treiben, häufig vor.
Mehr als die Hälfte der sporttreibenden Frauen
leideten in der aktuellen Studie unter
Oligomenorrhea (nicht-regelmäßige Menstruation),
Amenorrhea (Ausbleiben der Menstruation), oder
diskreten menstruellen Störungen.
Die
Daten zeigen, dass weitere Untersuchungen folgen
sollten, ob die menstruellen Störungen der
sporttreibenden Frauen möglicherweise mit
Infertilitäts-Risiko und Osteoporose assoziiert
sein könnten, da die zirkulierenden
Östrogen-Mengen dann erniedrigt sein können. Es
ist auch zu überprüfen, ob sporttreibende Frauen
mit Amenorrhea ggf. exogen zugeführte Östrogene
(möglicherweise in Form von
Kombinations-Kontrazeptiva) erhalten sollten.
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Nachweis
von häufig vorkommenden diskreten und gravierenden Zyklusstörungen
bei sporttreibenden Frauen nur mit täglichen Hormonmessungen möglich
Die
Identifizierung von diskreten Zyklusstörungen erfordert tägliche
Hormonmessungen. Im Gegensatz dazu können schwere Zyklusstörungen
wie Amenorrhoe und Oligomenorrhoe durch die klinische Beobachtung
diagnostiziert werden. Das primäre Ziel einer US-Studie, die in „Human
Reproduction Journal“ erschien, war die Bestimmung der Häufigkeit
diskreter Zyklusstörungen definiert als Lutealphasendefekte (LPD)
oder Anovulation bei sporttreibenden Frauen mit einer Zykluslänge von
26 bis 35 Tagen, die verschiedene Sportarten (sowohl Freizeitsport als
auch Wettkampf) ausübten. Sekundär wurde die Prävalenz der
Oligomenorrhoe und Amenorrhoe ebenfalls durch Messungen des täglichen
Uringehalts an Ovarialsteroiden und nicht nur durch die
Patientenberichte bestimmt.
Der
Zyklusstatus wurde durch tägliche Messungen von Östron,
Pregnandiolglucuronid und luteinisierendem Hormon über zwei bis drei
aufeinanderfolgende Zyklen bestimmt, die anschließend in ovulatorisch
(Ovul), Lutealphasendefekt (LPD), anovulatorisch (Anov),
oligomenorrhoeisch (Oligo) oder amnorrhoeisch (Amen) bei
sporttreibenden Frauen sowie Frauen mit sitzender Lebensweise
eingeteilt wurden.
Ergebnisse:
Die
Frauen mit sitzender Lebensweise (n=20) und die sporttreibenden Frauen
(n=67) hatten ein vergleichbares Alter (26,3 +/- 0,8 Jahre), Gewicht
(59,3 +/- 1,8 kg), Body Mass Index (22,0 +/- 0,6 kg/m), Alter zum
Zeitpunkt der Menarche (12,8 +/- 0,3 Jahre) und gynäkologisches
Reifealter (13,4 +/- 0,9 Jahre). Die Gruppe der Frauen mit sitzender
Lebensweise bewegte sich weniger (96,7 +/- 39,1 versus 457,1 +/- 30,5
Minuten pro Woche) und hatte eine niedrigere Sauerstoffaufnahme als
die Gruppe der sporttreibenden Frauen (34,4 +/- 1,4 versus 44,3 +/-
0,6 ml/kg/min.). Bei den Frauen mit der sitzenden Lebensweise betrug
die Prävalenz der diskreten Zyklusstörungen nur 4,2% (2/48), wobei
95,8% (46/48) der beobachteten Zyklen ovulatorisch waren. Dieses
Ergebnis steht in starkem Kontrast zu dem Ergebnis der Gruppe mit den
sporttreibenden Frauen, bei denen nur 50% (60/120) der Zyklen
ovulatorisch waren und 50% (60/120) anormal. Von den anormalen Zyklen
der Gruppe der sporttreibenden Frauen wurden 29,2% (35/120) als
Lutealphasendefekt (verkürzt, inadäquat oder beides) und 20,8%
(25/120) als anovulatorisch eingestuft. Von den Zyklen der
sporttreibenden Frauen mit schweren Zyklusstörungen waren 3,5% (2/86)
oligomenorrhoeisch und 33,7% (29/86) amenorrhoeisch. Bei den Frauen
mit sitzender Lebensweise gab es weder oligomenorrhoeische noch
amenorrhoeische Zyklen (0/20).
Fazit:
Diese
Studie legt nahe, daß ungefähr die Hälfte der sporttreibenden
Frauen unter diskreten Zyklusstörungen leidet (Lutealphasendekfekte
oder Anovulation) und daß etwa ein Drittel der Frauen aus dieser
Gruppe eine Amenorrhoe hat. Schätzungen der Prävalenz diskreter
Störungen bei sporttreibenden Frauen, die aufgrund von verkürzten
oder verlängerten Zyklen gemacht werden, können diese diskreten
Störungen nicht nachweisen. Angesichts der bekannten klinischen
Folgen von Zyklusstörungen unterstreichen diese Ergebnisse, daß
normale Menstruationsintervalle sowie Patientenberichte nicht
zuverlässig genug sind um Rückschlüsse auf den Zyklusstatus zu
machen.
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- De
Souza MJ et al. High prevalence of subtle and severe menstrual
disturbances in exercising women: Confirmation using daily hormone
measures. Hum Reprod 2010 Feb; 25:491.
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Schlüsselwörter:sport, fitness,
training, zyklus, fertilitätszyklus, menarche, menstruation, störungen,
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