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Niedriger
diagnostischer Nutzen der elektiven Koronarangiographie, 2010
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Studie
(1): Überdiagnose mit elektiver Koronarangiographie:
Nach den Daten eines großen Patientenregisters aus
den USA hatten weniger als die Hälfte der Patienten
(38%), die sich einer elektiven invasiven
Koronarangiographie zur KHK-Diagnostik unterzogen
hatten, eine signifikante koronare Herzkrankheit
(KHK).
Diese
Ergebnisse unterstreichen wie wichtig es ist,
evidenz-basierte Kriterien für die Durchführung
einer Koronarangiographie, auch in Deutschland, zu
entwickeln.
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Niedriger
diagnostischer Nutzen der elektiven Koronarangiographie
Richtlinien
für die Auswahl von Patienten für eine Herzkatheteruntersuchung
empfehlen die Risikoeinschätzung und nichtinvasive Untersuchungen.
Eine Studie die im „New England Journal of Medicine“ erschien,
bestimmte die Formen der nichtinvasiven Untersuchungen und den Nutzen
der Katheteruntersuchung bei Patienten mit Verdacht auf eine koronare
Herzerkrankung.
Von
Januar 2004 bis April 2008 wurden an 663 Kliniken des „American
College of Cardiology National Cardiovascular Data“- Registers
Patienten ohne koronare Herzerkrankung in der Vorgeschichte, bei denen
eine elektive Katheteruntersuchung durchgeführt wurde, identifiziert.
Die demographischen Faktoren, Risikofaktoren Symptome und die
Ergebnisse der nichtinvasiven Untersuchungen waren mit dem
Vorhandensein einer obstruktiven koronaren Herzerkrankung verknüpft,
die definiert war als eine Stenose von 50% und mehr des Durchmessers
der linken Herzkranzarterie oder einer Stenose von 70% oder mehr des
Durchmessers eines epikardialen Hauptgefäßes.
Ergebnisse:
Insgesamt
waren 398 978 Patienten in die Studie eingeschrieben. Das mittlere
Alter war 61 Jahre, 52,7% der Patienten waren Männer, 26% litten an
Diabetes mellitus und 69,6% an einer Hypertonie. Nichtinvasive
Untersuchungen wurden bei 83,9% der Patienten durchgeführt. Die
Katheterisierung ergab bei 149 739 (37,6%) Patienten eine obstruktive
koronare Herzerkrankung. Bei 39,2% der Patienten wurde keine koronare
Herzerkrankung (definiert als weniger als 20% Stenose in allen
Gefäßen) gefunden. Unabhängige Prädiktoren für eine koronare
Herzerkrankung waren männliches Geschlecht (Odds Ratio 2,7), höheres
Lebensalter (OR 1,29), insulinpflichtiger Diabetes mellitus (OR 2,14)
und Dyslipidämie (OR 1,62). Patienten mit einem positiven Befund bei
einer nichtinvasiven Untersuchung hatten eine etwas höhere
Wahrscheinlichkeit für eine obstruktive koronare Herzerkrankung als
diejenigen, die sich keiner Untersuchung unterzogen (41% vs. 35%).
Fazit:
In
dieser Studie wurde bei etwas mehr als einem Drittel der Patienten
ohne Erkrankung in der Vorgeschichte, bei denen eine elektive
Herzkatheteruntersuchung durchgeführt wurde, eine obstruktive
koronare Herzerkrankung gefunden. Es werden bessere Strategien der
Risikostratifizierung für die Entscheidungsfindung und zur Erhöhung
des Nutzens der Herzkatheteruntersuchung in der klinischen Praxis
benötigt.
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- Patel
MR et al. Low diagnostic yield of elective coronary angiography. N
Engl J Med 2010 Mar 11; 362:886.
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