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Hüft-TEP: Mobiles Kompressions-Gerät zur Thrombose-Prävention, 2010

Im Vergleich zu niedermolekularem Heparin führte die Anwendung von mobilen Kompressions-Geräten zur Thrombose-Prophylaxe nach Hüft-TEP-Operation zu einer signifikanter Reduzierung von großen Blutungs-Ereignissen. Die Patienten trugen das neue Gerät für etwa 20 Stunden täglich.

Die Studie lieferte keine Daten zu den Kosten und Patienten-Zufriedenheit mit dem neuen Kompressions-Gerät, wenn jedoch weitere Studien zeigen sollten, dass das neue Gerät auch in diesen Punkten gut ankommt, wäre es in Zukunft eine ernsthafte Alternative zur Heparin-Gabe bei der postoperativen Thrombose-Prophylaxe.

(Link zum ActiveCare+S.F.T.® system als Beispiel für ein Kompressionsgerät)

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Thrombose-Prävention nach dem Einsetzen einer totalen Endoprothese in der Hüfte: Eine prospektive, randomisierte Studie zum Vergleich von mobilen Kompressions-Geräten mit niedermolekularem Heparin

HINTERGRUND: Das Auftreten von Thromboembolien ist eine häufige Komplikation nach dem Einsetzen einer totalen Endoprothese in der Hüfte (Hüft-TEP). Das Ziel dieser Studie war es, ein neues, mobiles Kompressions-Gerät mit niedermolekularem Heparin in Bezug auf die Sicherheit und Wirksamkeit bei der Vorbeugung von venösen Thromboembolien zu vergleichen.

METHODEN: Patienten, die eine Hüft-TEP erhielten, wurden randomisiert entweder einer Prophylaxe mit einem mobilen Kompressions-Gerät oder mit niedermolekularem Heparin, jeweils über zehn Tage hinweg, zugeteilt. Die Benutzung der Geräte wurde intraoperativ begonnen und die Patienten in dieser Gruppe konnten nach der Operation 81 mg Aspirin täglich einnehmen. Die erste Injektion des niedermolekularen Heparins wurde im Zeitraum von 12 bis 24 Stunden nach der Operation vorgenommen. Nach zehn bis zwölf Tagen wurde bei allen Patienten eine beidseitige Duplex-Sonographie der Beine durchgeführt. Damit sollte erkannt werden, ob tiefe Venen-Thrombosen in Wade oder Oberschenkel entstanden waren. Bei Auftreten von klinischen Symptomen einer Lungenembolie wurde eine Untersuchung der Lungen mittels Spiral-Computertomographie durchgeführt. Sowohl aufgetretene Blutungen als auch die regelmäßige Anwendung der jeweiligen Prophylaxe (Compliance) wurden in beiden Gruppen dokumentiert. Eine klinische Untersuchung auf Hinweise für eine tiefe Venen-Thrombose oder eine Lungenembolie wurde zwölf Wochen nach der Operation durchgeführt.

ERGEBNISSE: 410 Patienten (insgesamt 414 Hüft-TEPs) wurden randomisiert; 392 Patienten (395 Hüft-TEPs) konnten in Bezug auf die Sicherheit der Intervention, 386 Patienten (389 Hüft-TEPs) in Bezug auf ihre Wirksamkeit beurteilt werden. Die beiden Gruppen wiesen ähnliche demographische Eigenschaften auf. Die Häufigkeit von großen Blutungs-Ereignissen betrug 0% in der Kompressions-Gruppe und 6% in der Gruppe mit einer Prophylaxe mit niedermolekularem Heparin. Die Häufigkeiten von distalen und proximalen tiefen Venen-Thrombosen betrug jeweils 3% bzw. 2% in der Kompressions-Gruppe, sowie 3% bzw. 1% in der Heparin-Gruppe. Die Häufigkeit von Lungenembolien betrug 1% in der Kompressions-Gruppe und 1% in der Heparin-Gruppe. Es gab keine Lungenembolien mit tödlichem Verlauf. Innerhalb der Nachbeobachtungszeit von zwölf Wochen traten zwei Ereignisse (eine tiefe Venen-Thrombose und eine Lungenembolie) bei einem Patienten aus der Kompressions-Gruppe auf, bei dem am zwölften postoperativen Tag im Duplex-Ultraschall kein Hinweis auf eine Thrombose gefunden worden war. Es gab keine Unterschiede zwischen den Gruppen in Bezug auf die Prävalenz von venösen Thromboembolien.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Im Vergleich zu niedermolekularem Heparin führte die Anwendung von mobilen Kompressions-Geräten bei der Prophylaxe von venösen Thromboembolie-Ereignissen nach dem operativen Einsetzen einer totalen Endoprothese der Hüfte zu einer signifikanter Reduzierung von großen Blutungs-Ereignissen.

  1. Colwell CW Jr et al. Thrombosis prevention after total hip arthroplasty: A prospective, randomized trial comparing a mobile compression device with low-molecular-weight heparin. J Bone Joint Surg Am 2010 Mar; 92:527.
Schlüsselwörter: Kompressiongerät Hüft-TEP, totale endoprothese, Mobiles Kompressions-Gerät zur Thrombose-Prävention, Kompression-gerät, blutung, heparin, patienten, operation, chirurgie, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 
 

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Stand: 25. Mai 2013