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Die
Blutungshäufigkeit nach perkutanen Biopsien und welchen Einfluss die
Einnahme von Aspirin darauf hat - eine retrospektive Studie anhand von
15181 Biopsien.
ZIEL:
Das Ziel unserer Studie war es die Häufigkeit von Blutungen nach
bildgesteuerten perkutanen Stanzbiopsien (durchgeführt in einem
einzigen Zentrum mit einer standardisierten Technik) aufzuzeigen.
MATERIAL
UND METHODEN: Wir führten eine retrospektive Überprüfung der
perkutanen Stanzbiopsien von Januar 2002 bis Februar 2008 an unserem
Institut durch. Die Daten wurden zum Zeitpunkt der Biopsie und die
klinischen Angaben wurden 24 Stunden und 3 Monate nach der Biopsie
erhoben.
Die
spezifischen Informationen, die erhoben wurden waren folgende:
die
Ergebnisse der Koagulationswerte, die Aspirineinnahme, das biopsierte
Organ, die Größe der Biopsienadel, sowie die Anzahl der
Biopsienadeln.
Die
Blutungskomplikationen wurden mittels der „Common Terminology
Criteria for Adverse Events“ (CTCAE, version 3.0) definiert, welche
durch das „National Cancer Institute“ festgelegt wurden.
ERGEBNISSE:
Unter den 15.181 perkutanen Stanzbiopsien die im Studienzeitraum
durchgeführt wurden, kam es - innerhalb von 3 Monaten nach der
Biopsie -
zu
70 Blutungen (0,5%), die mindestens einem Grad 3 der CTCAE
entsprachen. Die Häufigkeit von Blutungen bei Patienten, die 10 Tage
vor der Biopsie Aspirin einnahmen betrug 0,6% (18 / 3195), welche -
verglichen mit denen die kein Aspirin einnahmen (52/11, 986, 0,4%,
p=0,34) - statistisch keinen Unterschied darstellte. Die
Blutungshäufigkeit nach Leberbiopsien betrug 0,5%, nach
Nierenbiopsien 0,7%, nach Lungenbiopsien 0,2%, nach Pankreasbiopsien
1,0% und nach sonstigen Biopsien 0,2%. Es zeigten sich signifikante
Zusammenhänge zwischen schweren Blutungen, der Serum-
Thrombozytenzahl sowie dem INR-Wert (p <0,001), obwohl zwischen
schwerer Blutung und der Größe der Biopsienadel kein signifikanter
Zusammenhang bestand (p = 0,97).
FAZIT:
Die Häufigkeit schwerer Blutungen nach bildgesteuerten perkutanen
Stanzbiopsien ist gering. Die Einnahme von Aspirin im Vorfeld der
Stanzbiopsie scheint nicht zu einem deutlich erhöhten Blutungsrisiko
zu führen.
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