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Oberflächliche
Venenthrombose und Thromboembolie-Risiko, 2010
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Studie
(1): Oberflächliche Venenthrombosen wurden in der
Studie mittels Kompressionsonographie
diagnostiziert.
Bei
den 600 Patienten mit isolierten Thrombose der
oberflächlichen Venen der unteren Extremitäten
hatten etwa 10% der Patienten thromboembolische
Komplikationen entwickelt.
Die
richtige Vorgehensweise bei oberflächlichen
Venenthrombosen ist trotz dieser Ergebnisse der
aktuellen Studie (1) noch unklar: Sollen die
Patienten eine Antikoagulation wie bei tiefen
Venenthrombosen erhalten? Manche Ärzte verschreiben
therapeutische Antikoagulation, wenn aufsteigende
Thrombosen der Vena saphena in die saphenofemorale
Mündung hineingehen, unter der Annahme, dass solche
Thrombosen ein höheres Risiko für eine Ausdehnung
in das tiefe Venensystem haben.
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Oberflächliche
Venenthrombose und Thrombembolie in einer großen epidemiologischen
Studie
Oberflächliche
Venenthrombose (SVT) hat vermeintlich eine gute Prognose. Diese Studie
soll die Prävalenz von venösen Thrombembolien bei Patienten mit SVT
untersuchen und die 3-Monats-Inzidenz thrombembolischer Komplikationen
bestimmen. Es handelt sich um eine nationale prospektive
epidemiologische Querschnitts-Kohorten-Studie im Bereich
niedergelassener und krankenhausbasierter französischer Angiologen.
Teilnehmer waren 844 Patienten mit symptomatischer SVT der unteren
Extremitäten, welche laut Kompressionsultraschall mindestens eine
Länge von 5 cm hatten. Ermittelt wurde die Inzidenz venöser
Thrombembolien und Verschlechterung bzw. Rezidiv bei Patienten mit
isolierter SVT zu Beginn.
Ergebnisse:
Von 844 Patienten mit SVT (mittleres Alter 65 Jahre, davon 547
Frauen), hatten 210 (24,9%) ebenfalls eine tiefe Venenthrombose (DVT)
oder eine symptomatische Lungenembolie. Von 600 Patienten ohne DVT
oder Lungenembolie, welche für die 3-monatige Nachsorgephase
qualifizierten, entwickelten 58 (10,2%) thrombembolische
Komplikationen während 3 Monaten (Lungenembolie, 3 [0.5%]; DVT, 15
[2.8%]; Verschlimmerung einer SVT, 18 [3.3%]; und wiederholte SVT, 10
[1.9%]), obwohl 540 (90,5%) Antikoagulantien erhalten hatten.
Risikofaktoren für Komplikationen während 3 Monaten waren
männliches Geschlecht, eine DVT iocer Lungenembolie in der
Vorgeschichte, vorangegangene Krebserkrankungen und das nicht
Vorhandensein von Krampfadern. Diese Ergebnisse stammen aus einem
spezialisierten medizinischen Bereich und die Studie wurde beendet
bevor die angestrebte Teilnehmerzahl erreicht war, da nur wenige sich
zur Teilnahme entschlossen.
Fazit:
Es existiert eine beträchtliche Anzahl von Patienten mit
oberflächlicher Venenthrombose bei Aufsuchen des Arztes und
Patienten, welche diese nicht aufweisen können in den folgenden 3
Monaten trotzdem eine oberflächliche Venenthrombose als Komplikation
entwickeln.
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- Decousus
H et al. Superficial venous thrombosis and venous thromboembolism:
A large, prospective epidemiologic study. Ann Intern Med 2010 Feb
16; 152:218.
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Schlüsselwörter:Oberflächliche
Venenthrombose, lungenembolie, thrombophlebitis, komplette
Kompressionssonographie, vena saphena, vene femoralis, beckenvenen, vena
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