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Meta-Analyse:
Wirksamkeit von perkutaner koronarer Intervention gegenüber
konventioneller Therapie bei der Behebung von pektanginösen
Beschwerden.
HINTERGRUND:
Es haben bereits einige Meta-Analysen die Wirksamkeit einer perkutanen
koronaren Intervention (engl. PCI) mit konventioneller,
medikamentöser Therapie verglichen, doch keine dieser Analysen
konzentrierte sich dabei auf die Linderung der pektanginösen
Beschwerden.
ZIEL:
Das Ziel war es, eine Zusammenfassung der vorliegenden Evidenz
bezüglich des Ausmaßes der Behebung von pektanginösen Beschwerden
durch PCI im Vergleich zu einer konventionellen, medikamentösen
Therapie bei Patienten mit stabiler koronarer Herzkrankheit zu
erstellen.
DATEN-QUELLEN:
Jeweils ohne Spracheinschränkungen wurden die Cochrane-Bibliothek
(1993 bis Juni 2009), EMBASE (1980 bis Juni 2009) und MEDLINE (1950
bis Juni 2009) durchsucht.
STUDIEN-AUSWAHL:
Zwei unabhängige Gutachter überprüften jeweils Referenzen um
randomisierte, kontrollierte Studien von PCI im Vergleich zu
medikamentöser Therapie bei Patienten mit stabiler koronarer
Herzerkrankung zu identifizieren.
DATEN-EXTRAKTION:
Zwei unabhängige Gutachter extrahierten Daten bezüglich der
Patienten-Charakteristika, Durchführung der Studie und Ergebnisse.
Ein Random-Effects-Modell wurde benutzt, um die Daten bezüglich
pektanginöser Beschwerdefreiheit zu kombinieren und um stratifizierte
Analysen durchzuführen, basierend auf der Dauer der
Nachbeobachtungszeit, der Berücksichtigung von Patienten mit
kürzlich zurückliegendem Myokard-Infarkt, dem Einsatz von koronaren
Stents, dem Rekrutierungs-Zeitraum und dem evidenzbasierten Einsatz
von Medikamenten.
DATEN-ERSTELLUNG:
14 Studien mit insgesamt 7.818 Patienten erfüllten die definierten
Kriterien für eine Berücksichtigung in der Analyse. Obwohl PCI mit
einem allgemeinen Nutzen bezüglich pektanginöser Beschwerdefreiheit
assoziiert war (Wahrscheinlichkeitsverhältnis: 1,69; 95%
Konfidenzintervall [KI]: 1,24 – 2,30) konnte eine deutliche
Heterogenität zwischen den Studien beobachtet werden. Der
zusätzliche Vorteil von PCI in älteren Studien
(Wahrscheinlichkeitsverhältnis: 3,38; 95% KI: 1,89-6,04) war in
neueren Studien deutlich geringer und möglicherweise nicht vorhanden
(Wahrscheinlichkeitsverhältnis: 1,13; 95% KI: 0,76 – 1,68). Es
konnte eine inverse Verbindung zwischen der Benutzung evidenzbasierter
medikamentöser Therapie und dem durch PCI zusätzlich erzielten
Nutzen beobachtet werden.
EINSCHRÄNKUNGEN:
Informationen über die langfristige Benutzung der Medikamente lagen
in den meisten Studien nur unvollständig vor.
Medikamenten-freisetzende Stents wurden nur in wenigen Studien
benutzt. Die Meta-Regressions-Analysen wurden unter der Benutzung von
zusammengefassten Daten auf Studien-Ebene aus wenigen Studien
erstellt.
SCHLUSSFOLGERUNG:
Perkutane koronare Intervention war im Vergleich zu einer
medikamentösen Therapie mit einer größeren Freiheit von
pektanginösen Beschwerden verbunden, allerdings war dieser Vorteil in
aktuelleren Studien deutlich vermindert. Bei dieser Beobachtung
scheint eine Rolle zu spielen, dass in den neueren Studien häufiger
eine evidenzbasierte medikamentöse Therapie durchgeführt wurde.
PRIMÄRE-FINANZIERUNGS-QUELLE:
Kanadisches Institut für Gesundheitsforschung.
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