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Endoskopie-Spezialisierung
und vermisste kolorektale Karzinome während Koloskopie, 2010
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Studie
(1): Nach einer negativen Koloskopie
haben diejenigen Personen, bei denen die
Untersuchung durch einen Gastroenterologen durchgeführt
wurde, ein im Vergleich zu durch
nicht-Gastroenterologen untersuchten Personen ein
geringeres Risiko für die Entwicklung eines
kolorektalen Karzinoms.
Vielleicht
kann man es einfachfer ausdrücken: Die
Gastroenterologen als Spezialisten haben demnach
eine höhere diagnostische Sicherheit während
Koloskopie, als nicht-Gastroenterologen.
Medknowledge-Anmerkung:
Ob es sich bei der in dem Metaanalyse-Abstract
angegebene Prozent-Zahl 14,5% für innerhalb von 15
Jahren auftgetretene kolorektale Karzinome (KRK) um
einen Rechenfehler handelt? Bei 110.402 Patienten
seien insgesamt 1.596 mal ein KRK aufgetreten, das wären
1,45%, und nicht wie im englischen Abstract
angegeben 1,45%.
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Die
Spezialisierung des untersuchenden Arztes ist assoziiert mit der
Inzidenz kolorektaler Karzinome nach einer negativen Koloskopie.
HINTERGRUND
UND ZIELE: Die Inzidenz von kolorektalen Karzinomen (KRK) ist im
Vergleich zur Allgemeinbevölkerung nach einer negativen Koloskopie für
mindestens zehn Jahre reduziert. Trotzdem treten KRKs auch nach
negativer Koloskopie vereinzelt auf. Die Autoren untersuchten, ob die
jeweilige Spezialisierung des untersuchenden Arztes und die Häufigkeit,
mit der dieser Koloskopien durchführt, mit dem Vorkommen von KRKs
nach einer vollständigen, negativen Koloskopie assoziiert sind.
METHODEN:
Durch die Benutzung vernetzter, administrativer Datenbanken wurde eine
Kohorte von Einwohnern aus Ontario im Alter von 50-80 Jahren
identifiziert, bei der zwischen dem
1. Januar 1992
und dem
31. Dezember 1997
eine vollständige Koloskopie mit negativem Ergebnis durchgeführt
wurde. Mitglieder der Kohorte hatten keine KRKs, entzündliche
Darmerkrankungen oder vor kurzem durchgeführte Kolon-Resektionen in
ihrer Anamnese. Jeder Teilnehmer wurde bis zum
31. Dezember 2006
nachbeobachtet, um diejenigen mit einem neu diagnostizierten KRK zu
identifizieren. Multivariable Analysen wurden benutzt um die
jeweiligen Assoziationen der Eigenschaften des Patienten, des
untersuchenden Arztes, und des Untersuchungs-Umfeldes mit dem
Auftreten von KRKs zu untersuchen.
ERGEBNISSE:
Es wurde eine Kohorte von 110.402 Personen identifiziert, bei denen
eine vollständige Koloskopie mit negativem Befund durchgeführt
worden war. Bei der Mehrheit der Personen (86%) wurde die Untersuchung
in Krankenhäusern durchgeführt. Während der 15 Jahre langen
Nachbeobachtungsphase entwickelten 1.596 Teilnehmer (14,5%) ein KRK.
Es gab keine Assoziation zwischen der Häufigkeit, mit der der
untersuchende Arzt Endoskopien durchführte, und dem Auftreten von
KRKs. Von den Personen, deren Koloskopie in einem Krankenhaus durchgeführt
worden war, hatten diejenigen, die von einem Arzt untersucht wurden,
der nicht Gastroenterologe war, ein im Vergleich deutlich erhöhtes
Risiko dafür, im Verlauf ein KRK zu entwickeln.
SCHLUSSFOLGERUNGEN:
Die jeweilige Spezialisierung des untersuchenden Arztes ist ein
wichtiger bestimmender Faktor für die Wirksamkeit der Koloskopie bei
üblicher klinischer Verfahrensweise. Nach einer negativen Koloskopie
haben diejenigen Personen, bei denen die Untersuchung durch einen
Gastroenterologen durchgeführt wurde, ein im Vergleich geringeres
Risiko für die Entwicklung eines kolorektalen Karzinoms.
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- Rabeneck
L et al. Endoscopist specialty is associated with incident
colorectal cancer after a negative colonoscopy. Clin Gastroenterol
Hepatol 2010 Mar; 8:275.
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