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Rippenfraktur
sagt bei älteren Männern zukünftige Frakturen voraus, 2010
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Studie
(1): Eine niedrige Knochendichte und Alter >80,
Schwierigkeiten bei täglichen Alltagsaktivitäten
und Rippenfraktur in der Vorgeschichte sind
Prädiktoren für spätere Rippenfrakturen.
Also
halten wir also fest: die Rippenfrakturen, der
häufigste Fraktur-Typ bei alten Männern, ist mit
bekannten Osteoporose-Risikofaktoren assoziiert.
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Epidemiologie
der Rippenfraktur bei älteren Männern: Eine prospektive
Kohortenstudie zu osteoporotischen Frakturen bei Männern (MrOS-Studie).
ZIEL:
In der Studie sollte bei männlichen Altersheimbewohnern untersucht
werden, welche Ursachen und Folgen radiologisch bestätigte
Rippenfrakturen haben, die nur selten in Zusammenhang mit Osteoporose
gebracht werden. DESIGN: Prospektive Kohortenstudie (Osteoporotic
Fractures in Men (MrOS) Study). ORT UND TEILNEHMER: 5995 Männer
≥65 Jahren aus sechs amerikanischen Orten wurden zwischen 2000
und 2002 in die Studie eingeschlossen. 99% der Teilnehmer
beantworteten die zugesandten Fragebögen zu Stürzen und Frakturen
alle 4 Monate über einen mittleren Follow-up-Zeitraum von 6,2 (SD
1,3) Jahren.
HAUPTOUTCOME:
Neue, radiologisch bestätigte Frakturen. Mittels Hazard Ratios der
multivariaten COX-Regressionanalyse wurden die Faktoren bestimmt, die
unabhängig voneinander mit dem Auftreten von Rippenfrakturen
assoziiert waren. Außerdem wurde der Zusammenhang von
Basisfrakturrate und neu aufgetretenen Hüft- und Handgelenksfrakturen
bestimmt.
ERGEBNISSE:
Die Inzidenz von Rippenfrakturen lag bei 3,5/1000 Personenjahren.
Dabei waren 24% (126/522) aller nicht-Wirbelsäulen-Frakturen
Rippenfrakturen. Fast die Hälfte der neuen Rippenfrakturen (48%; n =
61) kamen durch Stürze aus dem Stand oder niedriger zustande.
Unabhängige Risikofaktoren für eine Rippenfraktur waren ein Alter
≥80, eine niedrige Knochendichte, Schwierigkeiten im Umgang mit
Alltagsgeräten und eine Vorgeschichte mit Rippen/Thorax-Frakturen.
Männer mit einer derartigen Vorgeschichte hatten ein mindestens
doppelt so hohes Risiko für Rippenfrakturen (adaptiertes Hazard Ratio
2,71; 95%-Konfidenzintervall 1,86-3,95), Hüftfrakturen (2,05;
1,33-3,15) und Handgelenksfrakturen (2,06; 1,14-3,70). Nur 14/82
Männern gaben an, nach einer Rippenfraktur Osteoporose-Medikamente zu
erhalten.
SCHLUSSFOLGERUNGEN:
Rippenfrakturen, die häufigsten Frakturen bei Männern, sind mit
klassischen Risikofaktoren für Osteoporose assoziiert,
einschließlich hohem Alter, niedriger Hüftknochendichte und
Vorgeschichte mit Frakturen. Eine Vorgeschichte mit Rippenfrakturen
war prädikativ für ein mehr als zweifach gesteigertes Risikos für
zukünftige Frakturen von Rippen, Hüfte oder Handgelenk, unabhängig
von der Knochendichte und anderen Kovariablen. Rippenfrakturen sollten
im Rahmen der Frakturenprophylaxe bei älteren Männern als
osteoporotisch bedingte Frakturen betrachtet werden.
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- Barrett-Connor
E et al. Epidemiology of rib fractures in older men: Osteoporotic
Fractures in Men (MrOS) prospective cohort study. BMJ 2010 Mar 15;
340:c1069.
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