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Operation
der Spinalkanalstenose und Komplikationen bei älteren Patienten, 2010
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Lumbale Dekompression für Spinalkanalstenose,
die mit radikulären Schmerzen und Schwäche
einhergeht, ist der konservativen Therapie
überlegen. Bei Patienten mit spinaler
Instabilität, die durch degenerative
Spondylolisthesis oder Skoliose verursacht wird,
könnten einfache Fusions-Verfahren auf 1 oder 2
Bandscheibenhöhe notwendig sein. Keine Klare
Indikationen existieren jedoch für komplexe
Fusions-Verfahren (mehr als 2 Bandscheibenhöhen
oder kombinierter Zugang von ventral und dorsal,
Auffüllen mit Knochenersatzmaterial).
Eine
aktuelle Studie (1) zeigte, dass immer mehr komplexe
Operationsverfahren für unklare Indikationen
durchgeführt werden, und die Zahl der
Komplikationen ansteigen.
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Trends,
medizinische Komplikationen und Rechtsfälle assoziiert mit Chirurgie
der Spinalkanalstenose bei älteren Patienten
In
den vergangenen Jahrzehnten stieg vor allem die Zahl älterer
Patienten mit chirurgischer Therapie der Spinalkanalstenose. Studien
deuten an, dass für eine Auswahl an Patienten eine Dekompression der
konservativen Therapie überlegen ist, doch Chirurgen empfehlen
häufig eine invasivere Fusionsmethode. Die Anzahl von
Nebenerkrankungen bei Älteren ist oft hoch, so dass Vorteile und
Risiken sorgfältig bei der Auswahl des Verfahrens abgewogen werden
müssen. Diese Studie untersucht die Trends der zur Zeit gängigen
Operationsverfahren und den Zusammenhang von Komplikationen und
verwendeten Ressourcen mit der jeweiligen operativen Komplexität. Es
handelt sich um eine retrospektive Kohortenanalyse zwischen 2000 und
2007 in US-amerikanischen Krankenhäusern. Aus Patienten mit einer
Operation als Therapie einer Lumbalkanalstenose (n = 32,152 in den
ersten 11 Monaten in 2007) wurden 3 Gruppen mit unterschiedlichen
Schweregraden der Operation gebildet: Einfache Dekompression, einfache
Fusion (1 oder 2 Bandscheibenhöhen, nur ein Zugang), oder komplexe
Fusion (mehr als 2 Bandscheibenhöhen oder kombinierter Zugang von
ventral und dorsal). Untersucht wurden die Beurteilung der
verschiedenen Operationstypen, größere Komplikationen, postoperative
Sterblichkeit und der Verbrauch von Ressourcen.
Ergebnisse:
Insgesamt nahm die Operationsrate von 2002 bis 2007 leicht ab, aber
die Rate der komplexen Fusionen stieg um ein 15faches, von 1.3 auf
19.9 pro 100,000 Operationen an. Lebensgefährliche Komplikationen
stiegen mit erhöhter Invasivität von 2.3% für Patienten mit
alleiniger Dekompression bis zu 5.6% für solche mit komplexen
Fusionstechniken. Nach Korrektur für Alter, Komorbidität,
vorangegangener Operationen der Wirbelsäule und anderen Merkmalen,
war die Odds Ratio (OR) für lebensbedrohliche Komplikationen bei
komplexen Fusionsverfahren im Vergleich mit alleiniger Dekompression
2.95 (95% Konfidenzintervall [CI], 2.50-3.49). Ähnliches wurde
beobachtet für eine Wiederaufnahme ins Krankenhaus innerhalb 30
Tagen, welche für 7.8% der Dekompressionspatienten und 13% der
Patienten der 3. Gruppe notwendig wurde (korrigierte OR, 1.94; 95% CI,
1.74-2.17). Mittlere Kosten für einen Krankenhausaufenthalt für
komplexe Fusionen betrugen US $80,888, verglichen mit US $23,724 bei
alleiniger Dekompression.
Fazit:
Unter Patienten mit Spinalkanalstenose zwischen 2002 und 2007 stieg
die Zahl der komplexen Operationsverfahren an, während die Zahl der
Dekompressionsoperationen und einfacher Fusionsverfahren abnahm. In
2007 waren einfache und komplexe Fusionen im Vergleich mit der
Dekompressionsmethode mit einem erhöhten Risiko für bedrohliche
Komplikationen, 30-Tages-Mortalität und gesteigertem
Ressourcen-Verbrauch assoziiert.
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- Deyo
RA et al. Trends, major medical complications, and charges
associated with surgery for lumbar spinal stenosis in older
adults. JAMA 2010 Apr 7; 303:1259.
- Siehe auch: Ballon-Kyphoplastik
bei spinaler Kompressions-Fraktur (akuter Wirbelfraktur) 2009
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Schlüsselwörter:Spinalkanalstenose,
Behandlung, Operation, Schädelbasischirurgie, , Neurochirurgie,
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