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Colchicin für akuten Gicht-Anfall "reloaded": eine erneute Bestandsaufnahme, 2010

Niedrig-Dosis-Colchicin war effektiv und nicht-toxisch. Somit könnte Colchicin gegenüber den NSAID (z.B. Ibuprofen), die in letzer Zeit beim akuten Gicht-Anfall zunehmend favorisiert wurden, möglicherweise ein "Comeback" feiern.

Bei der aktuellen Studie wurde in der Low-Dose-Gruppe anfänglich 1.2 mg, und dann nach einer Stunde zusätzlich 0.6 mg Colchicin gegeben.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Hoch dosiertes Colchicin im Vergleich zu niedrig dosiertem Colchicin in der Frühphase eines akuten Gicht-Schubs: Verlauf nach 24 Stunden in der ersten multizentrischen, randomisierten, doppelt-blinden, Placebo-kontrollierten Parallelgruppen-Studie zum Vergleich von Colchicin-Dosierungen.

ZIEL: Trotz der weit verbreiteten Nutzung von Colchicin ist die Evidenz-Basis für eine orale Colchicin-Therapie und deren Dosierung bei akuter Gicht eingeschränkt. Das Ziel dieser Studie war es, die Anwendung von niedrig dosiertem Colchicin (verkürzte Gabe über eine Stunde), hoch dosiertem Colchicin (verlängerte Gabe über sechs Stunden), und Placebo bei Gicht-Schüben miteinander zu vergleichen, unter der Benutzung von Therapieschemata welche vergleichbare maximale Plasmakonzentrationen produzieren.

METHODEN: Diese multizentrische, randomisierte, doppelt-blinde, Placebo-kontrollierte Parrallelgruppen-Studie verglich selbst-verabreichtes, niedrig dosiertes (insgesamt 1,8 mg über eine Stunde hinweg) und hoch dosiertes Colchicin (insgesamt 4,8 mg über sechs Stunden hinweg) mit Placebo. Der primäre Endpunkt war eine Schmerzreduktion von mindestens 50% nach 24 Stunden ohne die Benutzung von Notfall-Schmerzmedikation.

ERGEBNISSE: In dieser Intention-to-treat Analyse waren 184 Patienten eingeschlossen. In der Niedrig-Dosis-Gruppe wurde ein Therapie-Ansprechen bei 28 von 74 Patienten (37,8%), in der Hoch-Dosis-Gruppe bei 17 von 52 Patienten (32,7%) und bei 9 von 58 Patienten (15,5%) in der Placebo-Gruppe beobachtet (P=0,005 bzw, P=0,034, jeweils gegen Placebo). Notfall-Medikation wurde innerhalb der ersten 24 Stunden von 23 Patienten (31,1%) in der Niedrig-Dosis-Gruppe (P=0,027 gegen Placebo), von 18 Patienten (34,6%) in der Hoch-Dosis-Gruppe (P=0,103 gegen Placebo) und von 29 Patienten (50,0%) in der Placebo-Gruppe eingenommen. Die Niedrig-Dosis-Gruppe hatte eine mit der Placebo-Gruppe vergleichbare Häufigkeit für Nebenwirkungen, bei einem Wahrscheinlichkeitsverhältnis von 1,5 (95% Konfidenz-Intervall von 0,7 bis 3,2). Hoch dosiertes Colchicin war assoziiert mit signifikant häufiger auftretendem Durchfall, Erbrechen und anderen Nebenwirkungen im Vergleich zu niedrig dosiertem Colchicin oder Placebo. Bei Einnahme von hoch dosiertem Colchicin hatten 40 Patienten (76,9%) Durchfall (Wahrscheinlichkeitsverhältnis 21,3, 95% Konfidenz-Intervall von 7,9 bis 56,9), zehn Patienten (19,2%) hatten schweren Durchfall, und neun Patienten (17,3%) litten an Erbrechen. Bei niedrig dosiertem Colchicin trat bei 23,0% der Patienten Durchfall auf (Wahrscheinlichkeitsverhältnis 1,9, 95% Konfidenz-Intervall von 0,8 bis 4,8), schwerer Durchfall oder Erbrechen wurde nicht beobachtet.

SCHLUSSFOLGERUNG: Die niedrig dosierte Gabe von Colchicin führte sowohl zu maximalen Plasma-Konzentrationen als auch einer Wirksamkeit in der Behandlung von akuten Gicht-Schüben, die jeweils vergleichbar waren mit hoch dosiertem Colchicin. Das niedrig dosierte Colchicin wies allerdings ein Sicherheits-Profil auf, welches mit dem von Placebo vergleichbar war.

  1. Terkeltaub RA et al. High versus low dosing of oral colchicine for early acute gout flare: Twenty-four–hour outcome of the first multicenter, randomized, double-blind, placebo-controlled, parallel-group, dose-comparison colchicine study. Arthritis Rheum 2010 Apr; 62:1060.
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Stand: 25. Mai 2013