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Nekrotisierende Pankreatitis: Der minimal-invasive Step-up-Ansatz vs. offene Nekrosektomie, 2010

Der minimal-invasive Step-up-Ansatz mittels perkutaner Drainage (evtl. gefolgt von minimal-invasiver retroperitonealer Nekrosektomie) war mit weniger Komplikationen assoziiert.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Der minimal-invasive Step-up-Ansatz oder die offene Nekrosektomie zur Behandlung der nekrotisierenden Pankreatitis.

Niederländische Pankreatitis Study Group
Hintergrund: Die nekrotisierende Pankreatitis (mit infizierten Nekrosen) ist mit einer hohen Rate von Komplikationen und Todesfällen assoziiert. Standard der Behandlung ist die offene Nekrosektomie, wobei das Ergebnis durch einen minimal-invasiven Step-up-Ansatz verbessert werden kann.

Methoden: In dieser multizentrischen Studie haben wir 88 Patienten mit nekrotisierender Pankreatitis - sowie vermuteten oder bestätigten infizierten Nekrosen - entweder mit Hilfe

der primären offenen Nekrosektomie oder dem Step-up-Ansatz behandelt. Die Zuteilung war randomisiert. Der Step-up-Ansatz bestand aus der perkutanen Drainage. Auf diese folgte - wenn nötig - die minimal-invasive retroperitoneale Nekrosektomie. Der primäre Endpunkt bestand in der Kombination von größeren Komplikationen (neu einsetzende multiple Organversagen, mehrere systemische Komplikationen, Perforation eines viszeralen Organs, enterokutane Fisteln oder Blutungen) oder dem Tod.

Ergebnisse: Der primäre Endpunkt trat bei 31 von 45 Patienten (69%) der Nekrosektomie-Gruppe und bei 17 der 43 Patienten (40%) der Step-up-Ansatz-Gruppe (Risiko-Verhältnis: 0,57, 95% Konfidenzintervall 0,38 bis 0,87, P = 0,006) ein.

Von den Patienten, die der Step-up-Ansatz-Gruppe zugeteilt waren, wurden 35% ausschließlich mit einer perkutanen Drainage behandelt.

Neu aufgetretene multiple Organversagen traten in der Step-up-Ansatz-Gruppe weniger häufig als, als bei denen, die der offenen Nekrosektomie-Gruppe zugeteilt waren (12% gegenüber 40%, P = 0,002). Die Mortalitätsrate unterschied sich nicht signifikant zwischen den beiden Gruppen (19% vs 16%, P = 0,70). Patienten der Step-up-Ansatz-Gruppe hatten eine geringere Rate von Narbenhernien (7% vs 24%, P = 0,03) und neu aufgetretenem Diabetes (16% vs 38%, P = 0,02).

Schlussfolgerungen:

Im Vergleich zur offenen Nekrosektomie reduziert der minimal-invasive Step-up-Ansatz mittels perkutaner Drainage (evtl. gefolgt von minimal-invasiver retroperitonealer Nekrosektomie) den entweder aus schweren Komplikationen oder Tod bestehenden Endpunkt bei Patienten mit nekrotisierender Pankreatitis und infizierten Nekrosen.

  1. Hjalmar C. van Santvoort et al: A Step-up Approach or Open Necrosectomy for Necrotizing Pancreatitis, NEJM 2010, Volume 362:1491-1502
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Stand: 25. Mai 2013