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Implantierbare
kardiale Geräte: ICDs oder CRT bei älteren Patienten - Einsatz und
Verlauf, 2010
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Studie
(1): In-Krankenhaus-Mortalität
hat bei Patienten älter als 80 Jahre, die
Herzinsuffienz hatten und ICD (kardioverter-defibrillator)
oder CRT (Resynchronisationstherapie) implantiert
bekamen, im Vergleich zu anderen Altersstufen
geringgradig zugenommen. Da jedoch der absolute
Unterschied relativ klein (1,5%) war, sollte das
Alter bei Implantationen dieser kardialen Geräte
kein allein bestimmendes Kriterium sein: Neben dem
Alter sollten weitere Kriterien wie Komorbiditäten,
schwere der Herzinsuffienz und die gesamte
Lebenserwartung sowie Lebensqualität
berücksichtigt werden.
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Der
Einsatz von implantierbaren kardialen Geräten bei älteren Patienten:
Benutzung und Verläufe im Krankenhaus.
HINTERGRUND:
Obwohl die Wirksamkeit von implantierbaren
Kardioverter-Defibrillatoren (engl. ICD) und kardialer
Resynchronisations-Therapie (engl. CRT), jeweils alleine oder auch in
Kombination, gut belegt ist, sind in Bezug auf die Benutzung des
Gerätes und die kurzfristigen Verläufe bei älteren Patienten nur
begrenzt Daten verfügbar. Das Ziel der Autoren war es, die
altersspezifischen Verfahren und Verläufe bei Patienten mit
Herzversagen, bei denen die Implantation eines solchen Geräts
vorgenommen wurde, zu untersuchen. Dazu wurde eine große nationale
und repräsentative administrative Datenbank benutzt.
METHODEN:
Die Kohorte enthielt Patienten im Alter von mindestens 18 Jahren bei
denen eine Herzinsuffizienz diagnostiziert worden war und bei denen
die Implantation eines ICD oder CRT zwischen dem 1. Januar 2004 und
dem 31. Dezember 2005 vorgenommen worden war. Es wurden unter anderem
Daten über die Patienten-Demographie, Komorbiditäten, die
Geräte-Art, Komplikationen des Verfahrens, die Länge des
Krankenhaus-Aufenthaltes, die gesamten Kosten des
Krankenhaus-Aufenthaltes und jeweilige Krankenhaus-Eigenschaften
erfasst. Multivariable, schrittweise logistische Regressions-Analysen
wurden benutzt, um Risiko-Faktoren für Mortalität während des
Krankenhaus-Aufenthalts zu identifizieren.
ERGEBNISSE:
Es wurden 26.887 Patienten identifiziert, die ein implantierbares
Gerät erhielten. Das mittlere Alter betrug 70,0 Jahre (17,5% davon
waren mindestens 80 Jahre alt). 72,6% der Teilnehmer waren männlich
und 31,3% waren nicht-kaukasischer Ethnizität. Im Vergleich zu
jüngeren Patienten wiesen Patienten im Alter von mindestens 80 Jahren
eine höhere Wahrscheinlichkeit auf, eine alleinige CRT-Implantation
zu erhalten. Die Mortalität im Krankenhaus betrug 0,7% bei Patienten
jünger als 80 Jahre, erhöhte sich auf 1,2% bei Patienten im Alter
von 80 bis 85 Jahren und betrug 2,2% bei Patienten, die älter als 85
Jahre waren (P<0,001). Unabhängige Vorhersage-Werte für
Mortalität während des Krankenhaus-Aufenthalts beinhalteten ein
Alter von mindestens 80 Jahren, einen erhöhten Komorbiditäts-Score,
eine bestehende Therapie mit inotrop-wirksamen Substanzen sowie das
Auftreten von Verfahrens-assoziierten Komplikationen.
SCHLUSSFOLGERUNGEN:
Ungeachtet der Tatsache, dass in den meisten Geräte-Studien Patienten
im Alter von über 80 Jahren ausgeschlossen wurden, werden mehr als
ein Fünftel aller implantierbaren Kardioverter-Defibrillatoren und
kardialen Resynchronisations-Therapie-Geräten bei Patienten dieser
Alters-Gruppe eingesetzt. Ein fortgeschrittenes Alter ist ein
unabhängiger Vorhersagewert für die Mortalität während des
Krankenhaus-Aufenthaltes nach der Geräte-Implantation. Deshalb
erscheint es notwendig, weitere Untersuchungen durchzuführen, um
Kriterien für eine angemessene Benutzung dieser Geräte bei älteren
Patienten zu definieren.
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- Swindle
JP et al. Implantable cardiac device procedures in older patients:
Use and in-hospital outcomes. Arch Intern Med 2010 Apr 12;
170:631.
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Schlüsselwörter: ICD, implantat,
kardioverter-defibrillator, kardiale Resynchronisationstherapie, CRT,
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