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Die
prognostische Bedeutung vom tiefen Venen-Thrombosen-Nachweis bei Patienten mit
Lungenembolie, 2010
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Eine
akute Lungenembolie kann unter anderem durch eine
tiefe Beinvenenthrombose ausgelöst werden. Deshalb
ist die Suche nach einter tiefen Beinvenenthrombose
häufig eine der ersten Handlungen bei
Lungenembolie-Patienten. Eine aktuelle Studie (1)
ging der Frage nach, wie die prognostische Bedeutung
vom Thrombose-Nachweis bei Patienten mit akuter,
symptomatischer Lungen-Embolie ist.
Vorhandensein
einer begleitenden tiefen Venenthrombose bei
Kompressions-Sonographie scheint mit einer
schlechteren Prognose einherzugehen. Die nächste
Frage, die in weiteren Studien zu untersuchen gilt,
wäre, ob Lungenembolie-Patienten mit einer
begleitenden Thrombose aggressiver und länger
therapiert (Lyse/Antikoagulation) werden müssten.
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Die
prognostische Bedeutung von tiefen Venen-Thrombosen bei Patienten mit
akuter, symptomatischer Lungen-Embolie.
ARGUMENTATION:
Bei Patienten mit akuter Lungenembolie (LE) hat eine begleitende tiefe
Venen-Thrombose (TVT) eine unsichere prognostische Signifikanz.
ZIELE:
In dieser Studie wurde, bei einer Kohorte von Patienten mit
Lungenembolie, das Risiko für Tod zwischen Patienten mit und ohne
eine begleitende TVT verglichen.
METHODEN:
Es wurde eine prospektive Kohorten-Studie von ambulanten Patienten
durchgeführt, bei denen erstmalige eine akute, symptomatische
Lungenembolie diagnostiziert worden war. Die Patienten wurden einer
bilateralen venösen Kompressions-Ultraschall-Untersuchung der unteren
Extremität unterzogen um eine begleitende TVT zu erkennen.
MESSUNGEN
UND HAUPT-ERGEBNISSE: Der primäre Studien-Endpunkt war die
Mortalität durch alle Ursachen, der sekundäre Endpunkt die
Lungenembolie-spezifische Mortalität. Beide Endpunkte wurden während
einer dreimonatigen Nachbeobachtungszeit nach der
Lungenembolie-Diagnosestellung erfasst. Multivariable
verhältnismäßige Regressions-Gefahrenanalysen nach Cox wurden
durchgeführt, um für bedeutsame Kofaktoren zu adjustieren. Von 707
Patienten, bei denen eine Lungenembolie diagnostiziert wurde, wiesen
51,2% (362 von 707) eine begleitende TVT auf. 10,9% (77 von 707) der
Patienten starben während der Nachbeobachtungszeit. Patienten mit
einer begleitenden TVT wiesen eine erhöhte Mortalität durch alle
Ursachen (adjustiertes Risiko-Verhältnis: 2,05; 95%
Konfidenz-Intervall [KI]: 1,24 - 3,38; P=0,005) und eine erhöhte
Lungenembolie-spezifische Mortalität (adjustiertes
Risiko-Verhältnis: 4,25; 95% KI: 1,61-11,25; P=0,04) im Vergleich zu
Patienten ohne eine begleitende TVT auf. In einer externen
Validierungs-Kohorte mit 4.476 Patienten mit akuter Lungenembolie, die
in der internationalen multizentrischen RIETE-Datenbank enthalten
waren, war eine begleitende TVT ebenfalls ein signifikanter
Vorhersage-Wert für die Mortalität durch alle Ursachen (adjustiertes
Risiko-Verhältnis: 1,66; 95% KI: 1,28-2,15; P<0,001) und für
Lungenembolie-spezifische Mortalität (adjustiertes
Risiko-Verhältnis: 2,01; 95% KI: 1,18-3,44; P=0,01).
SCHLUSSFOLGERUNGEN:
Bei Patienten mit einer erstmalig aufgetretenen, akuten
symptomatischen Lungenembolie, ist das Vorhandensein einer
begleitenden tiefen Venenthrombose ein unabhängiger Vorhersagewert
für Mortalität in den folgenden drei Monaten. Eine Untersuchung auf
das Vorhandensein von Thrombosen sollte bei der Risiko-Stratifikation
von Patienten mit akuter Lungenembolie behilflich sein.
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- Jiménez
D et al. Prognostic significance of deep vein thrombosis in
patients presenting with acute symptomatic pulmonary embolism. Am
J Respir Crit Care Med 2010 May 1; 181:983.
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