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Lebensmittel-Anaphylaxie:
Wiederholte Epinephringaben sinnvoll? 2010
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Aktuelle
Studie
(1): Etwa 6% der Kinder mit Anaphylaxie haben mehr
als eine Dosis Epinehrin (Adrenalin) während der
allergischen Reaktion erhalten.
Kinder
mit einem Risiko für eine Lebensmittelanaphylaxie
sollten zwei Dosen Epinephrin (z.B.
Adrenalin-Autoinjektor Epi-Pen® oder EpiPen®
Junior) mit sich führen.
-Anaphylaxie
war in der Studie als eine Reaktion definiert, die
zwei oder mehr Organsysteme betraf oder eine Hypotonie
auslöste.-
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Wiederholte
Epinephringaben bei Lebensmittelinduzierter Anaphylaxie
Eine
multizentrische Studie in „Pediatrics“ versuchte die Häufigkeit
von mehr als einer Dosis Epinephrin bei der Notfallbehandlung von
Kindern mit anaphylaktischen Reaktionen auf bestimmte Lebensmittel
abzuschätzen. Es wurde ein Review der Krankenakten aller Kinder, die
zwischen Januar 2001 und Dezember 2006 wegen einer anaphylaktischen
Reaktion an Bostoner Kliniken notfallmäßig behandelt wurden
durchgeführt. Der Fokus lag dabei auf den auslösenden Lebensmitteln,
den klinischen Symptomen und den Notfallbehandlungen.
Ergebnisse:
Durch
randomisierte Stichproben und entsprechende Gewichtung
repräsentierten die 605 durchgesehenen Fälle eine Studienkohorte von
1255 Patienten. Diese Patienten hatten ein mittleres Lebensalter von
5,8 Jahren, die Kohorte war zu 65% männlich. Die allergischen
Reaktionen wurden durch eine Vielzahl an Lebensmitteln verursacht,
darunter Erdnüsse (23%), andere Nüsse (18%) und Milch (15%). Auf
ungefähr die Hälfte der Kinder (52%) trafen die Kriterien für eine
Lebensmittelinduzierte Anaphylaxie zu. Unter den Kindern mit
Anaphylaxie erhielten 31% eine Dosis und 3% mehr als eine Dosis
Epinephrin bevor sie in der Notfallaufnahme ankamen. In der
Notfallaufnahme erhielten die Patienten mit Anaphylaxie
Antihistaminika (59%), Kortikosteroide (57%) und Epinephirn (20%). Je
nach Verlauf der Reaktion erhielten 44% der Kinder mit
Lebensmittelanaphylaxie Epinephrin und von diesen wiederum erhielten
12% mehr als eine Dosis. Risikofaktoren für eine wiederholte
Epinephringabe waren höheres Lebensalter und Verlegung von einer
auswärtigen Klinik. Die meisten Patienten (88%) konnten wieder
entlassen werden. Bei der Entlassung aus der Notaufnahme bekamen 43%
Epinephrin zur Selbstinjektion verschrieben und nur 22% wurden an
einen Allergologen überwiesen.
Fazit:
Von
den Kindern, die wegen einer anaphylaktischen Reaktion auf ein
Lebensmittel Epinephrin erhielten, brauchten 12% eine zweite Dosis.
Dieses Ergebnis unterstützt die Empfehlung, daß Kinder mit einem
Risiko für eine Lebensmittelanaphylaxie zwei Dosen Epinephrin mit
sich führen sollten.
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- Rudders
SA et al. Multicenter study of repeat epinephrine treatments for
food-related anaphylaxis. Pediatrics 2010 Apr; 125:e711.
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