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Pioglitazon (Actos®), Vitamin E oder Placebo bei nicht-alkoholischer Fettleber-Hepatitis, 2010

Hintergrundinformation: Insulinresistenz ist ein grosses Problem der Typ-2-Diabetiker. Insulinresistenz kommt vor allem in Verbindung mit Adipositas vor. Insulin kann nicht mehr richtig seine Wirkung an den Zellen entfalten. Die neue Substanzgruppe Glitazone greifen genau dort an: Sie verringern die Insulinresistenz und verbessern somit die Insulinempfindlichkeit. Sie werden auch deshalb "Insulinsensitizer" genannt. Wegen potentieller kardialer Toxizität sind die Glitazone bisher umstritten.

Glitazone bei nicht-alkoholische Fettleber-Hepatitis: Es gibt Überlegungen, ob die Insulinsensitizer die Entzündungs- und Umbauprozesse bei nicht alkoholisch bedingter Fettleber-Hepatitis (NASH: Nonalcoholic Steatohepatitis) stoppen könnten. Außer Empfehlungen Lebensstil und Ernährungsgewohnheiten zu ändern gab es bisher keine kausale Therapie der nicht-alkoholischen Fettleberhepatitis.

Aktuelle Studie(1): Eine aktuelle Studie hat die Fragestellung überprüft, ob der Insulinsensitizer Gitazon Pioglitazon (Actos®) oder Vitamin-E gegen nicht-alkoholischer Fettleber-Hepatitis eingesetzt werden könnten. 

Die Ergebnisse zeigten, dass Pioglitazon (Actos®) und Vitamin-E zwar Entzündungsprozesse der Leber nicht jedoch die Fibrose bessern könnten. Ob Pioglitazon (Actos®) und Vitamin-E eine Leberzirrhose verhindern können, ist unklar. Eine Behandlungsempfehlung der beiden Substanzen bei nicht-alkoholischer Fettleber-Hepatitis kann anhand der Ergebnisse der aktuellen Studie nicht ausgesprochen werden.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Pioglitazon, Vitamin E oder Placebo bei nicht-alkoholischer Fettleber

HINTERGRUND: Nicht-alkoholische Fettleber ist eine häufige Lebererkrankung, die sich zu einer Zirrhose entwickeln kann. Aktuell existiert keine etablierte Behandlung dieser Krankheit.
METHODEN: Es wurden 247 Erwachsene mit nicht-alkoholischer Fettleber, die nicht an Diabetes erkrankt waren, randomisiert einer Behandlung mit Pioglitazon, 30 mg täglich (80 Teilnehmer), mit Vitamin E, 800 IE täglich (84 Teilnehmer) oder einer Placebo-Behandlung (83 Teilnehmer) über 96 Wochen hinweg zugeteilt. Der primäre Endpunkt war eine Verbesserung der histologischen Ausprägung der nicht-alkoholischen Fettleber, welche beurteilt wurde durch Zusammenfügen von standardisierten Bewertungs-Scores für Steatose, lobuläre Entzündung, hepatozelluläre Ballonierung und Fibrose. Bezogen auf die beiden geplanten Haupt-Vergleiche wurden P-Werte unterhalb von 0,025 als statistisch signifikant angesehen.

ERGEBNISSE: Eine Therapie mit Vitamin E war, im Vergleich zu Placebo, mit einer statistisch signifikant häufigeren Verbesserung der nicht-alkoholischen Fettleber assoziiert (43% gegenüber 19%; P=0,001). Allerdings war der Unterschied in der Häufigkeit einer Verbesserung zwischen Pioglitazon und Placebo nicht signifikant (34% gegenüber 19%; P=0,04). Die Spiegel von Alanin- und Aspartat-Aminotransferasen im Serum waren bei Vitamin E- und Pioglitazon-Therapie im Vergleich zur Placebo-Therapie vermindert (P<0,001 für beide Vergleiche). Außerdem waren beide Medikamente assoziiert mit einer Reduzierung der hepatischen Steatose (P=0,005 für Vitamin E und P<0,001 für Pioglitazon) und der lobulären Entzündung (P=0,02 für Vitamin E, P=0,004 für Pioglitazon), allerdings nicht mit einer Verbesserung der Fibrose (P=0,24 für Vitamin E, P=0,12 für Pioglitazon). Teilnehmer, die Pioglitazon erhielten, nahmen mehr Gewicht zu als jene, die Vitamin E oder Placebo erhielten. Die Häufigkeit anderer Nebenwirkungen war bei den drei Gruppen ähnlich.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Vitamin E war Placebo bei der Behandlung der nicht-alkoholischen Steatohepatitis bei Erwachsenen ohne Diabetes überlegen. Es gab keinen Vorteil für Pioglitazon im Vergleich zu Placebo für den primären Endpunkt, allerdings konnten signifikante Vorteile für Pioglitazon bei einigen sekundären Endpunkten beobachtet werden.

Schlüsselwörter: nicht-alkoholische Fettleber-Hepatitis, Pioglitazon, Actos, vitamin-e, Glitazone, Insulinresistenz, Diabetes Mellitus, Troglitazon, Rosiglitazon, Avandia, Sulfonylharnstoffe, Metformin und Hepatotoxizität, Nonalcoholic Steatohepatitis, NASH, glitazon, leberzirrhose,infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 
 

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Stand: 25. Mai 2013