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Rezidivierende
Clostridium difficile-Infektion (CDI) und Protonenpunpenhemmer (PPI), 2010
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Protonenpunpenhemmer
(PPI) gehören auch in Deutschland zu den meist
angeordneten Medikamenten an. In
Deutschland werden Omeprazol, Pantoprazol [Pantozol®]
und Esomeprazol [Nexium®] häufig verwendet.
Über eine Assoziation
zwischen dem Einsatz von Protonenpunpenhemmern
und
dem Risiko für eine Clostridien-Difficile-Infektion
(Pseudomembranöse Kolitis) wird in der Fachwelt
kontrovers diskutiert. Studien (2) hatten Hinweise
geliefert, dasss die Verwendung von
Protonenpumpenhemmern das Risiko für
Clostridien-Difficile-Infektionen (CDI) erhöhe.
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Eine
aktuelle Studie (1) untersuchte des Weiteren die Assoziation zwischen
PPIs und dem Risiko für rezidivierende
Clostridien-Difficile-Infektionen. Die Ergebnisse zeigten, dass die
Benutzung von Protonenpumpen-Inhibitoren während einer Behandlung
einer erstmaligen Infektion mit Clostridium difficile mit einem
deutlich erhöhten Risiko eines Infektions-Rezidivs im Verlauf
assoziiert war.
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Protonenpumpen-Hemmer
und das Risiko für rezidivierende Clostridium difficile-Infektionen
HINTERGRUND:
Protonenpumpen-Inhibitoren (PPI) sind häufig benutzte Medikamente zur
Unterdrückung der Säureproduktion im Magen. Allerdings werden sie
oft ohne klare Indikation verschrieben und erhöhen möglicherweise
das Risiko für rezidivierende Clostridium difficile-Infektionen
(CDI). Das Ziel der Autoren war es, die Assoziation zwischen der
Benutzung von PPIs und dem Risiko von rezidivierenden CDIs zu
untersuchen.
METHODEN:
Es wurde unter der Benutzung von Verwaltungs-Datenbanken des New
England Veterans Healthcare System für den Zeitraum vom 1. Oktober
2003 bis zum 30. September 2008 eine retrospektive Kohorten-Studie
durchgeführt. Es wurden 1.166 ambulante und stationäre Patienten
identifiziert, bei denen eine neu aufgetretene CDI mit Metronidazol-
oder Vancomycin-Hydrochlorid behandelt wurde. Von diesen Patienten
erhielten 527 (45,2%) in einem zeitlichen Abstand zur Diagnosestellung
von 14 Tagen oder weniger eine orale PPI-Therapie, 639 (54,8%)
erhielten in diesem Zeitraum keine PPI-Therapie. Das relative Risiko
(RR) für eine rezidivierende CDI, definiert als ein positiver
Toxin-Test zwischen Tag 15 und Tag 90 nach der CDI-Erstdiagnose, wurde
berechnet.
ERGEBNISSE:
Rezidivierende CDI trat häufiger auf bei Patienten, die PPIs
erhielten, als bei Patienten, die keine PPIs erhielten (25,2%
gegenüber 18,5%). Unter Benutzung von proportionalen
Überlebens-Analysen nach Cox wurde errechnet, dass das adjustierte
relative Risiko für rezidivierende CDIs während einer PPI-Therapie
(RR: 1,42; 95% Konfidenz-Intervall [KI]: 1,11 – 1,82) erhöht war.
Von allen Patienten mit PPI-Therapie war das Risiko am höchsten bei
Patienten im Alter von mindestens 80 Jahren (RR: 1,86; 95% KI: 1,15
– 3,01) und bei Patienten, die in der Nachbeobachtungsphase eine
nicht auf Clostridium difficile ausgerichtete antibiotische Therapie
erhielten (RR: 1,71; 95% KI: 1,11 – 1,64).
SCHLUSSFOLGERUNGEN:
Die Benutzung von Protonenpumpen-Inhibitoren während einer Behandlung
einer erstmaligen Infektion mit Clostridium difficile war mit einem um
42% erhöhten Risiko eines Rezidivs der Infektion assoziiert. Diese
Ergebnisse rechtfertigen weitere Studien um diese Assoziation weiter
zu untersuchen. Weiterhin sollte bei einer Infektion mit Clostridium
difficile die Indikation für eine Behandlung mit
Protonenpumpen-Inhibitoren gut überlegt werden.
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- Linsky
A et al. Proton pump inhibitors and risk for recurrent Clostridium
difficile infection. Arch Intern Med 2010 May 10; 170:772.
- Protonenpumpenhemmer-Einsatz
und das Risiko für Clostridien Difficile Infektionen, 2006
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Schlüsselwörter: Clostridien Difficile
Infektion, rezidiv, omeprazol, nexium, Pseudomembranöse Kolitis, PPI,
Esomeprazol, Nexium, Protonenpumpenhemmer, Pantoprazol, Pantozol, Ulkus,
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