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Angststörungen:
Evidenzbasierte Therapie im ambulanten Bereich, 2010
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Strukturierte
Case-Management für Angststörungen ist effektiv,
aber im ambulanten Bereich insgesamt schwierig
durchzuführen
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Evidenzbasierte
Therapie für multiple Angststörungen im ambulanten Bereich
Um
die Qualität der Versorgung psychischer Erkrankungen zu verbessern,
müssen klinische Maßnahmen aus kontrollierten Studienbedingungen in
den Praxisalltag übertragen werden. Obwohl Schritte in dieser
Richtung bezüglich Depressionen bereits unternommen wurden, gab es
bis jetzt nur wenige Anstrengungen im Bereich Angststörungen. Diese
Studie soll herausfinden, ob ein flexibles Therapiemodell für
verschiedene Angststörungen (Panikstörungen, generalisierte
Angststörungen, soziale Phobien und posttraumatisches Stresssyndrom)
im ambulanten Bereich besser ist als konventionelle Therapie (KT).
Eine randomisierte kontrollierte Effektivitätsstudie verglich ein
flexibles Therapiemodell (Coordinated Anxiety Learning and Management
– CALM) mit KT in 17 ambulanten Kliniken in 4 US Städten. Zwischen
Juni 2006 und April 2008 wurden 1004 Patienten mit Angststörungen
(mit oder ohne Major Depression) zwischen 18 und 75 Jahren, englisch-
oder spanischsprachig, für 3 bis 12 Monate behandelt. Verblindete
Follow-up-Bewertung erfolgte nach jeweils 6,12 und 18 Monaten. CALM
gab die Wahl zwischen Kognitiver Verhaltenstherapie (CBT),
medikamentöser Therapie oder beidem, inklusive internetbasierter
Echtzeitbegleitung, um Therapieentscheidungen zu optimieren, sowie
Computer-assistierten Programmen zur Optimierung der CBT durch
Nichtexperten, welche ambulante Mediziner unterstützten. Untersucht
wurden das 12-Item-Brief Symptom Inventory (BSI-12) bezüglich Angst
und somatischer Symptome. Weiterhin wurde die Anzahl der Responder
(< oder = 50% des Scores vor Behandlung) und Patienten in Remission
(Gesamt BSI-Score < 6) ermittelt.
Ergebnisse:
Es wurde eine signifikant größere Verbesserung nach CALM gegenüber
KT in allgemeinen Angstsymptomen festgestellt (mittlerer BSI-12
Unterschied zwischen den Gruppen war -2-49 [95% Konfidenzintervall
{CI}, -3.59 bis -1.40], -2.63 [95% CI, -3.73 bis -1.54] und -1.63 [95%
CI, -2.73 bis -0.53] nach jeweils 6, 12 und 18 Monaten). Nach 12
Monaten waren die Responder- und Remissionsraten für CALM vs. KT
63.66% (95% CI, 58.95%-68.37%) vs 44.68% (95% CI, 39.76%-49.59%) und
51.49% (95% CI, 46.60%-56.38%) vs 33.28% (95% CI, 28.62%-37.93%), mit
Number Needed to Treat von 5.27 (95% CI, 4.18-7.13 für Responder und
5.50 (95% CI, 4.32-7.55) für Remission.
Fazit:
Für Patienten mit Angststörungen, welche in einem ambulanten Setting
behandelt wurden, zeigte das Coordinated Anxiety Learning and
Management Regime größere Verbesserungen bezüglich
Angstsymptomatik, depressiven Symptomen, funktioneller Behinderung und
Therapiequalität während 18 Monaten Follow-up.
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- Roy-Byrne
P et al. Delivery of evidence-based treatment for multiple anxiety
disorders in primary care: A randomized controlled trial. JAMA
2010 May 19 ; 303:1921.
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Schlüsselwörter: ambulant,
Zwangserkrankungen, Ängste, arztpraxis, Sammelzwang, Ordungszwang,
verhaltenstherapie, psychotherapie, Wiederholungszwang, praxis,
Angststörungen, Zwangsstörungen, Phobien, Zwang, Agoraphobie, Flugangst,
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