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Behandlungsinduzierte diabetische Neuropathie, 2010

Fallserie (1): Neuropathie und Retinopathie als ungewöhnliche Komplikationen einer schnell eingeleiteten intensiven Blutzucker-Kontrolle

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Behandlungsinduzierte diabetische Neuropathie: eine reversible, schmerzhafte autonome Polyneuropathie.

ZIEL: In der Studie wurden Krankengeschichte, klinische, neurophysiologische und histologische Daten sowie Outcome bei Diabetespatienten untersucht, die an akuter schmerzhafter, mit glykämischer Kontrolle assoziierter Polyneuropathie (Insulinneuritis) litten.

METHODEN: Bei 16 Patienten mit akuter schmerzhafter Polyneuropathie wurden über einen Zeitraum von 18 Monaten neurologische Tests und Netzhautuntersuchungen, Laborwertanalysen, autonome Tests und Schmerzassessments durchgeführt. Bei 8 Patienten wurden Hautbiopsien zur Bestimmung der intradermalen Nervenfaserdichte entnommen.

ERGEBNISSE: Alle Patienten entwickelten starke Schmerzen innerhalb von 8 Wochen intensiver Glucosekontrolle. Die Prävalenz autonomer, kardiovaskulärer, gastrointestinaler, urogenitaler und sudomotorischer Symptome war hoch. Bei 69% der Patienten wurden eine orthostatische Hypotonie sowie parasympathische Funktionsstörungen festgestellt. Bei allen Patienten war die Retinopathie verschlechtert; die intraepidermale Nervenfaserdichte (IENFD) war bei allen hierfür analysierten Patienten reduziert. Nach 18 Monaten glykämischer Kontrolle hatten sich Schmerzen, autonome Symptome, autonome Tests und IENFD wesentlich verbessert. Dabei wiesen Typ-1-Diabetiker zu diesem Zeitpunkt eine deutlichere Verbesserung der autonomen Symptome (kardiovaskulär p < 0,01; gastrointestinal p < 0,01; urogenital < 0,01) und der autonomen Funktionstests auf (p < 0,01 sympathische und parasympathische Funktionstests) als Typ-2-Diabetiker.

INTERPRETATION: Bei behandlungsinduzierter Polyneuropathie treten nach intensiver glykämischer Kontrolle akute, starke Schmerzen, Degeneration peripherer Nerven und autonome Funktionsstörungen auf. Parallel zur Neuropathie fand sich eine Verschlechterung der diabetischen Retinopathie, was einen gemeinsamen pathophysiologischen Mechanismus nahe legt. Ungeachtet einer längeren Vorgeschichte mit schlechter Glucosekontrolle konnten die klinischen Symptome und die Dichte der kleinen myelinierten und unmyelinierten Nervenfasern bei Diabetespatienten, insbesondere Typ 1-Diabetikern, verbessert werden.

  1. Gibbons CH and Freeman R. Treatment-induced diabetic neuropathy: A reversible painful autonomic neuropathy. Ann Neurol 2010 Apr; 67:534.
Schlüsselwörter: Behandlungsinduzierte diabetische Neuropathie, diabetes, polyneuropathie, komplikation, intensive blutzuckerkontrolle, schmerzen, therapiebedingt, nebenwirkung, diabetische retinopathie, intensivierte insulintherapie, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 
 

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Stand: 25. Mai 2013