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Alkoholabhängigkeit mit Depressionen: ambulante Kombitherapie mit Sertralin und Naltrexon, 2010

Hintergrundinformationen
Sertralin (Zoloft®): Sertralin ist Antidepressiva aus der Gruppe der Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), die die Wiederaufnahme von Serotonin im synaptischen Spalt hemmen. In Deutschland werden neben Sertralin (Gladem®, Zoloft®) folgende Substanzen häufig verordnet: Fluoxetin (Fluctin®), Fluvoxamin (Fevarin®), Paroxetin (Tagonis®).

Naltrexon (Nimexin®): Opioidantagonist. Naltrexon (Nimexin®) blockiert die Opiat-Rezeptoren und wird in Deutschland als medikamentöse Unterstützung bei der psychologisch durchgeführten Enwöhnungstherapie nach erfolgter Opiat-Entgiftung verwendet. Inzwischen wird Naltrexon auch zur Unterstüzung der Behandlung von Alkoholkranken im Rahmen von Studien (2) eingesetzt

Eine doppelt-verblindete, Placebo-kontrollierte Studie (1) mit kombinierter Verwendung von Sertralin und Naltrexon für die Behandlung von gemeinsam auftretender Depression und Alkoholabhängigkeit

ZIEL: Empirische Evidenz konnte bislang den Vorteil einer antidepressiven Behandlung bei Patienten mit kombinierter Depression und Alkohol-Abhängigkeit nur schwach belegen. Während in einigen Studien gezeigt wurde, dass die Benutzung von Antidepressiva depressive Symptome bei Patienten mit Depression und Alkoholabhängigkeit reduzieren, fanden die meisten Studien die Benutzung von Antidepressiva zur Reduzierung des exzessiven Alkoholkonsums nicht hilfreich. Die Autoren geben Ergebnisse aus einer doppelt-blinden, Placebo-kontrollierten Studie bekannt, in der die Wirksamkeit einer Kombination von einem für die Behandlung einer Depression (Sertralin) und einem für die Behandlung einer Alkoholabhängigkeit zugelassenen Medikaments (Naltrexon) bei der Behandlung von Patienten mit beiden Krankheiten untersucht werden sollte.

METHODEN: Insgesamt wurden 170 depressive, alkoholabhängige Patienten randomisiert einer 14-wöchigen Therapie mit Sertralin (200 mg/d [N=40]), Naltrexon (100 mg/d [N=49]), einer Kombination von Sertralin und Naltrexon (N=42) oder doppelter Placebo-Gabe (N=39) zugeteilt. Gleichzeitig erhielten alle Patienten wöchentlich kognitive Verhaltens-Therapie.

ERGEBNISSE: Die Kombination aus Sertralin und Naltrexon ergab eine höhere Abstinenz-Rate (53,7%) und zeigte eine längere Verzögerung eines Rückfalls zu schwerem Trinken (mittlere Verzögerung: 98 Tage) als die jeweils alleinige Gabe von Naltrexon (Abstinenz-Rate: 21,3%; Verzögerung: 29 Tage), Sertralin (Abstinenz-Rate: 27,5%; Verzögerung: 23 Tage) oder Placebo (Abstinenz-Anteil: 23,1%; Verzögerung: 26 Tage). Der Anteil an Patienten in der Kombinations-Gruppe, die zum Ende der Behandlung nicht depressiv waren (83,3%) ergab beim Vergleich zu den anderen Patienten-Gruppen beinahe eine statistische Signifikanz. Die Häufigkeit ernster, ungünstiger Ereignisse lag bei 25,9%, wobei diese in der Kombinations-Gruppe (11,9%) seltener als in den anderen Behandlungsgruppen auftraten.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: In der Gruppe von depressiven, alkoholabhängigen Patienten, welche die Kombination aus Naltrexon und Sertralin erhielten, erreichten mehr Patienten eine Abstinenz vom Alkohol. Gleichzeitig ergab sich eine längere Verzögerung bis zum Rückfall zu starkem Trinken, es traten seltener ernste ungünstige Ereignisse auf, und mehr Patienten waren am Ende der Behandlung nicht depressiv.

  1. Pettinati HM et al. A double-blind, placebo-controlled trial combining sertraline and naltrexone for treating co-occurring depression and alcohol dependence. Am J Psychiatry 2010 Mar 15
  2. Monatliche Naltrexon-Injektionen bei Alkoholismus
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Stand: 25. Mai 2013