|
| |
Metabolisches
Syndrom und Risiko für akuten Herzinfarkt, 2010
|
|
|
|
Metabolisches
Syndrom: Gemeinsames Vorkommen von Übergewicht,
Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck sowie Insulinresistenz
|
|
Studie
(1): Das Risiko durch metabolisches Syndrom war
ähnlich, wie dem Risiko durch Diabetes allein. Die
Daten der aktuellen Studie zeigt, dass hinzufügen
von Metabolischem Syndrom als weiteres Risikofaktor
zu Diabetes oder Hypertension bei der Evaluierung
vom Herzinfarkt-Risiko keinen zusätzlichen Nutzen
bringt. Die Hausärzte sollten jedoch Ihre Patienten
mit metabolischem Syndrom weiterhin über dessen
unterschwellige aber potentiell gefährliche
kardiovaskuläre Risiken informieren.
|
|
Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
|
|
Metabolisches
Syndrom und das Risiko für akuten Herzinfarkt
Diese
Studie untersucht das Risiko eines akuten Myokardinfarkts (MI) im
Zusammenhang mit dem metabolischen Syndrom (MS) und individuellen
Faktoren unterschiedlicher ethnischer Gruppen. Das Risiko eines MS
für MI ist noch nicht ausreichend charakterisiert, besonders in Bezug
auf verschiedene ethnische Gruppen. Die Teilnehmer der INTERHEART
Studie (n = 26,903) aus 52 Ländern wurden anhand der MS-Kriterien der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der internationalen
Diabetesföderation (IDF) klassifiziert und die Odds Ratios (OR) für
MI wurden mit den verschiedenen individuellen Faktoren für MS
verglichen.
Ergebnisse:
Das metabolische Syndrom ist mit einem erhöhten Risiko für MI
assoziiert, sowohl anhand der WHO-Kriterien (OR: 2.69; 95%
Konfindenzintervall [CI]: 2.45 - 2.95) als auch der IDF-Kriterien (OR:
2.20; 95% CI: 2.03 - 2.38), mit entsprechenden auf die Population
bezogenen Risiken von jeweils 14.5% (95% CI: 12.7% - 16.3%) und 16.8%
(95% CI: 14.8% - 18.8%). Die Zusammenhänge sind über alle Regionen
und ethnische Gruppen vergleichbar. Unter der WHO-Definition ist die
Assoziation von MI mit MS vergleichbar mit der des Diabetes mellitus
(OR: 2.72; 95% CI: 2.53 - 2.92) und der Hypertonie (OR: 2.60; 95% CI:
2.46 - 2.76), und signifikant größer als der Zusammenhang mit
anderen Risikofaktoren. Die Häufung von 3 oder mehr Risikofaktoren
mit knapp erreichten Schwellenwerten ist assoziiert mit einem
erhöhten Risiko für MI (OR: 1.50; 95% CI: 1.24 - 1.81) im Vergleich
mit Komponenten mit „normalen“ Werten. Die IDF-Definition zeigte
ähnliche Ergebnisse.
Fazit:
In dieser groß angelegten, multi-ethnischen, internationalen Studie
ist das Risiko eines metabolischen Syndroms für einen akuten
Herzinfarkt in etwa vergleichbar mit dem ausgelöst durch einige, aber
nicht alle, seiner einzelnen Komponenten. Die Einteilung der
Risikofaktoren als dichotom, besonders der stetigen Variablen,
unterschätzt das Risiko und reduziert das Ausmaß der Assoziation
zwischen dem metabolischen Syndrom und einem Myokardinfarkt.
|
- Mente
A et al. Metabolic syndrome and risk of acute myocardial
infarction: A case-control study of 26,903 subjects from 52
countries. J Am Coll Cardiol 2010 May 25; 55:2390.
|
|
|
|
Schlüsselwörter: Metabolisches Syndrom,
Fettstoffwechselstörungen, insulinresistenz, Übergewicht, Hypertonie,
Bluthochdruck, Cholesterin, HDL, LDL, Fette, Diabetes Mellitus, Blutzucker,
infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken,
krankenhäuser, Therapie,
infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien,
krankheiten,
|
| |
|