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Unterbrechungen bei Medikamentenstellung und Medikamentenverabreichung und Applikationsfehler, 2010

Störungen und Unterbrechungen bei Medikamentenstellung und Medikamentenverabreichung erhöhen das Risiko und die Schwere von Applikationsfehlern

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Unterbrechungen bei Medikamentenstellung und Medikamentenverabreichung und das Risiko für Applikationsfehler

Das Unterbrechen von Medikamentenverabreichungen hat klinische Fehler zur Folge, es existiert jedoch noch keine Studie über diesen Zusammenhang. Eine australische Studie, die im „Archives of Internal Medicine“ erschien, untersuchte die Hypothese, daß die Unterbrechung einer Medikation die Fehlerquote erhöht. Es wurde eine Beobachtungsstudie mit Krankenschwestern, die Medikamente herrichten und austeilen, auf 6 Stationen in zwei großen australischen Lehrkrankenhäusern durchgeführt. Fehler bei der Durchführung und Unterbrechungen wurden durch direktes Beobachten aufgezeichnet.

Klinische Fehler wurden identifiziert, indem die Beobachtungsdaten mit den Patientenakten verglichen wurden. Eine freiwillige Stichprobe von 98 Krankenschwestern (Teilnahmerate 82%) wurde bei der Vorbereitung und beim Austeilen von 4271 Medikationen für 720 Patienten über 505 Stunden hinweg zwischen September 2006 und März 2008 beobachtet. Zusammenhänge zwischen Durchführungsfehlern (10 Indikatoren wie z.B. aseptische Technik) sowie klinischen Fehlern (12 Indikatoren wie z.B. falsche Dosierung) und Unterbrechungen sowie zwischen Unterbrechungen und dem potentiellen Schweregrad von Versagern oder Fehlern waren die Hauptzielparameter.

Ergebnisse:

Jede Unterbrechung einer Medikamentenverabreichung war mit einem Anstieg um 12,1 % bei den Durchführungsfehlern sowie einem Anstieg um 12,7% bei den klinischen Fehlern assoziiert. Der Zusammenhang zwischen Unterbrechungen und klinischen Fehlern war unabhängig von der Klinik und den Eigenschaften der Krankenschwester. Insgesamt kam es bei 53,1% der Medikationen zu Unterbrechungen. Bei 74,4 % aller verabreichten Medikationen gab es mindestens einen Durchführungsfehler. Wurde die Verabreichung nicht unterbrochen (n=2005), lag die Rate der Durchführungsfehler bei 69,6% (n= 1395), bei drei Unterbrechungen stieg sie bis auf 84,6% an.

Insgesamt gab es bei 25% der Verabreichungen mindestens einen klinischen Fehler. Bei Verabreichungen ohne Unterbrechung lag die Rate an klinischen Fehlern bei 25,3%, sie stieg jedoch auf 38.9% bei drei Unterbrechungen an. Die Erfahrung einer Krankenschwester bot keinen Schutz vor klinischen Fehlern und war sogar mit einer höheren Rate bei den Durchführungsfehlern assoziiert. Ohne Unterbrechung lag das geschätzte Risiko eines schweren Fehlers bei 2,3%, bei vier Unterbrechungen verdoppelte sich das Risiko auf 4,7%.

Fazit:

Unterbrechungen von Medikamentenverabreichungen sowie deren Häufigkeit waren bei Krankenschwestern zweier australischer Kliniken signifikant assoziiert mit der Inzidenz von Durchführungsfehlern und von klinischen Fehlern.

  1. Westbrook JI et al. Association of interruptions with an increased risk and severity of medication administration errors. Arch Intern Med 2010 Apr 26; 170:683.
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Stand: 25. Mai 2013