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Angiotensin-Hemmer: ACE-Hemmer und ARBs zur Hypertonie-Therapie und Krebsrisiko - Reloaded, 2010 - 2012

Hintergrundinformationen: AT-Blocker sind eine Weiterentwicklung von ACE-Hemmer, die gegen Hypertonie (Bluthochdruck) und Herzinsuffienz (Herversagen) eingesetzt werden. In Deutschland werden unter anderem Losartan (Lorzaar®), Valsartan (Diovan®), oder auch Telmisartan (Micardis®) eingesetzt.
Aktuelle Studie 2012

Wir hatten 2010 von einer Meta-Analyse randomisierter kontrollierter Studien berichtet, die gezeigt hatte, dass AT-Blocker (ARB) mit einem moderat erhöhten Risiko für Krebsneuerkrankungen assoziiert sind. Da die Daten relativ begrenzt waren, brauchen die Ärzte und Patienten noch mehr Informationen, um die Vorteile und Risiken der AT-Blocker gegeneinander abzuwägen.

Inzwischen ist eine aktuelle Studie 2012 aus England zum Thema AT-Blocker, ACE-Hemmer bei Hypertonie-Behandlung und Krebs-Risiko erschienen. Darin wurden 377649 Neu-Anwender von AT-Blocker oder ACE-Hemmer im Mittel 4 Jahre lang beobachtet. 

Die Ergebnisse ergaben, dass Anwendung der Angiotensin-Hemmer (also AT-Blocker und ACE-Hemmer in diesem Fall) nicht mit einem erhöhten Gesamt-Krebsrisiko assoziiert ist. Also die Ärzte, die die Angiotensin-Hemmer  verschreiben, und die Patienten, die sie einnehmen, können tief aufatmen :-).

Erste Studie 2010

Aktuelle Studie (1): Eine Meta-Analyse randomisierter kontrollierter Studien zeigt, dass AT-Blocker (ARB) mit einem moderat erhöhten Risiko für Krebsneuerkrankungen assoziiert sind. Da die Daten relativ begrenzt sind, brauchen die Ärzte und Patienten noch mehr Informationen, um die Vorteile und Risiken der AT-Blocker gegeneinander abzuwägen. Die Ergebnisse legen weitere Untersuchungen nahe.

Medknowledge-Anmerkung: Derzeit gibt es keine zwingende Indikation, die den Einsatz von AT-Blocker unbedingt erforderlich macht.

Ausführlichere Daten der 2010-Studie (1): 

Angiotensin-Rezeptorblockade und Krebsrisiko: Eine Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien.

HINTERGRUND: Angiotensin-Rezeptorblocker (ARB) werden häufig zur Behandlung von Hypertonie, Herzinsuffizienz, diabetischer Nephropathie und aktuell auch zur kardiovaskulären Risikoreduktion eingesetzt. Experimentelle Studien legen die Bedeutung des Renin-Angiotensin-Systems, insbesondere der Angiotensin II Typ-1 und Typ-2 Rezeptoren bei der Regulation von Zellproliferation, Angiogenese und Tumorprogression nahe. Anhand einer Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien zu ARB wurde untersucht, ob diese das Auftreten von Krebs beeinflussen. METHODEN: In Medline, Scopus (einschließlich Embase), Cochrane Central Register of Controlled Trials, Cochrane Database of  Systematic Reviews und der Internetseite der US-Arzneimittelbehörde FDA wurde nach Studien zu einem der sieben verfügbaren ARB aus der Zeit vor November 2009 gesucht. In die Analyse eingeschlossen wurden randomisierte kontrollierte Studien mit ARB-Gabe in mindestens einer Teilnehmergruppe, mit einem Follow-up von mindestens einem Jahr und mit mindestens 100 Probanden. Von 61 590 Patienten aus fünf Studien standen Daten zur Krebsneuerkrankung zur Verfügung, von 68 402 Patienten aus fünf Studien waren Daten über häufige solide Tumoren vorhanden, und von 93 515 Patienten aus acht Studien waren Daten zu Krebstodesfällen verfügbar. ERGEBNISSE: 30 014 (85,7%) Patienten erhielten Telmisartan und lieferten Daten zu Krebsneuerkrankungen. Patienten, die nach Randomisierung ARB erhielten, hatten ein signifikant höheres Neuerkrankungsrisiko für Krebs als Patienten der  Kontrollgruppe (7,2% versus 6,0%, relatives Risiko [RR] 1,08, 95%-KI 1,01-1,15; p = 0,016). Wurde die Analyse auf Studien mit dem Endpunkt Krebs beschränkt, lag das RR bei 1,11 (95%-KI 1,04-1,18, p = 0,001). Wurden nur solide Tumoren ausgewertet, war nur die Neuerkrankung mit Lungenkrebs bei Patienten mit ARB-Gabe signifikant  erhöht im Vergleich zur Kontrollgruppe (0,9% versus 0,7%; RR 1,25; 1,05-1,49; p = 0,01). Die Anzahl der Krebstodesfälle war nicht signifikant unterschiedlich (1,8% versus 1,6%; RR 1,07; 0,97-1,18; p = 0,183). SCHLUSSFOLGERUNG: Die Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien legt nahe, dass Angiotensin-Rezeptorblocker (ARB) mit einem moderat erhöhten Risiko für Krebsneuerkrankungen assoziiert sind. Aufgrund der begrenzten Daten konnte das genaue Krebsrisiko jedes einzelnen Medikaments nicht bestimmt werden. Die Ergebnisse legen weitere Untersuchungen nahe.

  1. Sipahi I et al. Angiotensin-receptor blockade and risk of cancer: Meta-analysis of randomized controlled trials. Lancet 2010 Jun 14
Schlüsselwörter: Telmisartan, Micardis, Losartan, Lorzaar, Valsartan, Diovan, krebs, risiko, nebenwirkung, teratogen, Ramipril, Delix, ACE-Hemmer, Delix, Ramipril, Herzversagen, Herzinsuffizienz, Valsartan, ACE-hemmer, blocker, inhibitor, Diovan, Provas, AT-Blocker, komplikation, ACE-Hemmer, Hypertonie, Bluthochdruck, Blutdruck, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013